Test - Acer Predator Orion 5000 + XB273K : Gaming-PC nebst Monitor im Test

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    Der Monitor leistet sich bereits beim Auspacken einen Minuspunkt, sammelt aber hinreichend Pluspunkte, um das mehr als auszugleichen. Beim Minuspunkt handelt es sich um die etwas zu bröseligen Styroporteile. Kleine Flocken davon segeln danach munter durch die Bude oder kleben am Monitorgehäuse. Nicht so schön. Positiv hingegen ist zu vermerken, dass ihr keinen Ärger mit dem Aufbau habt, denn der Monitor thront vollständig montiert im Karton. Ihr müsst ihn lediglich herausheben, auf den Tisch stellen und fertig.

    Etwas optionale Bastelarbeit gibt es aber doch. Der XB273K verfügt über Sichtblenden, die an den Monitor geschraubt werden können und so dann seitlichen Lichtanfall verhindern können. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie seitlichen Fenstern mit Sonneneinstrahlung eine erfreulich wirksame Angelegenheit. Einmal montiert, wozu nur jeweils zwei kleine Schrauben an den Seiten notwendig sein, können die Blenden bei Bedarf ausgeklappt werden.

    Auf dem Schreibtisch hinterlässt der XB273K einen guten und hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber, der Standfuß sorgt für einen sicheren Stand. Etwa 30 cm Platz nach hinten sollten allerdings auf dem Tisch vorhanden sein. Bei den Ergonomiefunktionen hat Acer nicht gespart. -5 bis +25 Grad Neigung ist möglich, das Display ist um jeweils 20 Grad nach links und rechts drehbar. Die Höhenverstellung beträgt 110 mm und wer möchte, kann das Display dank Pivotfunktion auch hochkant stellen. Die Bedienung des insgesamt gut strukturierten On-Screen-Display erfolgt über einen 5-Wege-Minijoystick an der Rückseite.

    Wer möchte, kann die schicke Optik durch eine leichte und einstellbare Beleuchtung nach unten als Ambienteffekt noch weiter pimpen. An den Anschlüssen gibt es grundsätzlich ebenfalls nichts zu bemängeln, außer vielleicht dass noch kein Type-C-Anschluss vorhanden ist. 1 x Display-Port V1.4, 1 x HDMI V2.0 und 4 x USB 3.0 Ports (davon 2x USB seitlich) decken im Grunde alle normalen Bedürfnisse ab.

    Beim XB273K handelt es sich um einen waschechten 4K-Monitor (3.840 x 2.160) im 27-Zoll-Format. Verbaut ist eine IPS-Panel mit Quantum-Dot-Technologie, dementsprechend beträgt die Reaktionszeit 4 ms (grey-to-grey). Erfreulich ist die maximale Bildwiederholrate von nativen 120 Hz (via DisplayPort), wobei im Overclocking-Modus sogar 144 Hz möglich sind. Letzterer ist allerdings nicht so ganz empfehlenswert, weil bei 144 Hz doch hier und da sichtbares Ghosting auftritt.

    Die Helligkeit beträgt 350 cd/m² mit einem Kontrast von 1.000:1 im Normalmodus, im HDR-Modus werden bis zu 400 cd/m² bei 4.000:1 erreicht, was DisplayHDR 400 entspricht. Besitzer von NVIDIA-Grafikkarten können sich über G-Sync zur Vermeidung von Tearing und Rucklern freuen, was sich allerdings auch im hohen Preis des Monitors niederschlägt. Punkte sammelt der Monitor zudem mit seiner guten Farbgenauigkeit bereits in den Werkseinstellungen, 90% DCI-P3 Farbraumabdeckung werden geboten.

    Beim Zocken macht der XB273K eine sehr gute Figur. Die Farbdarstellung ist sehr stark, Reaktionszeit und Bildrate lassen wenig Wünsche offen. Die Ausleuchtung wirkt sehr homogen, Auffälligkeiten waren generell nur im OC-Modus bei 144 Hz zu entdecken. Allerdings dürften die meisten ohnehin mit 120 Hz absolut glücklich sein, zumal man auch eine Grafikkarte unter der Haube haben muss, die überhaupt an solche Framerates herankommt. Schön ist auch, dass dank Anti-Glare-Beschichtung und Seitenblenden so gut wie keine störenden Reflexionen auftreten.

    Alles in allem ist der XB273K ein voll und ganz empfehlenswerter Monitor, sofern man nicht gerade zu den E-Sportlern gehört, für die jede Millisekunde Reaktionszeit eine Rolle spielt. Aber die greifen im Normalfall auch nicht unbedingt zu einem 4K-Modell. Einzig der hohe Preis, nicht zuletzt auch aufgrund der G-Sync-Unterstützung, hinterlässt so einige Wermutstropfen.

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