Special - Apex Legends : Season 2 bringt viel frischen Wind

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Im Verlauf der ersten Season ging Apex Legends die Luft aus: Der Battle Pass war kein Hit, die Belohnungen mager und überhaupt trabte der Shooter orientierungslos vor sich hin. Doch die Kritik kam bei Respawn Entertainment an. Mit der zweiten Season scheint Apex Legends endlich zu wissen, wie der Hase läuft. Aber was hat sich alles geändert?

Die gravierendsten Veränderungen sind auf dem Schlachtfeld sichtbar. Im Rahmen der zweiten Staffel wurde die Repulsor-Antenne auf der Insel zerstört, die sonst immer die Fauna vertrieb. Nun fliegen wieder Flyer über die Insel, die teilweise Todesboxen mit Loot dabei haben. Die riesigen Leviathane, die zunächst vor der Insel verweilten, stampfen nun auf dem Eiland herum. Wenn sie ihre mächtigen Füße heben, gibt es ein kurzes Zeitfenster, um im Schatten dieser gigantischen Geschöpfe hochwertige Ausrüstung einzusacken. Doch wer unaufmerksam ist, wird von den riesigen Beinen einfach zertrampelt und ist vorerst raus aus der Partie.

Wer sich den Story-Trailer zur zweiten Season angeschaut hat, der wird einen unbekannten Charakter entdeckt haben. Dabei handelt es sich mutmaßlich um die nächste neue Legende Crypto – ein Hacker, der für die Zerstörung der Antenne verantwortlich ist. Sein Wirken hat weitreichende Konsequenzen. Die Leviathane zerstörten viele bekannte Gegenden. Um wieder Herr der Lage zu werden, wurden neue Outposts auf der Insel errichtet. Das sorgt dafür, das viele Gebiete in der zweiten Season kaum wiederzuerkennen sind und so neue spielerische Reize bieten.

Wattson hält die Action im Zaun

Mit der neuen Season taucht auch eine frische Legende auf dem Radar auf. Wattson spielt eine wichtige Rolle in der Welt von Apex Legends, da sie zusammen mit ihrem Vater für die Gestaltung der Arena von Kings Canyon verantwortlich war. Wattson bekam den Auftrag, den modifizierten Verwahrungsring für Kings Canyon zu bauen. Spielerisch sorgt sie mit ihren Fähigkeiten ebenfalls für Abwechslung. Mit ihrer Taktikfähigkeit errichtet sie Zäune, die Feinde verlangsamen, verletzen und für die Teamkollegen markieren. Dank ihres passiven Talents lädt sich Wattsons ultimative Fähigkeit sofort auf, wenn sie ultimative Beschleuniger aktiviert.

Aktiviert ihr Wattsons Spezialfähigkeit, dürft ihr ein Gerät in der Gegend platzieren, das nicht nur feindliche Projektile wie Granaten oder Luftschläge abfängt, sondern auch langsam eure Schilde regeneriert. Gerade defensiv orientierte Spieler kommen auf ihre Kosten, sollten aber vorsichtig sein: Die Zäune und der Interceptor-Mast lassen sich mit Waffengewalt schnell vernichten.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Legenden nutzt Wattson ihre Talente nicht, um sich mitten ins Schlachtgetümmel zu stürzen, sondern agiert lieber defensiver aus der zweiten Reihe. Inwiefern ihre Fähigkeiten Einfluss auf das grundsätzliche Gameplay haben, werden die kommenden Wochen zeigen. Selbst wenn Wattson nur ein Nischendasein fristen sollte, macht es sehr viel Spaß, sie zu spielen. Auch beim Design haben sich die Entwickler nicht lumpen lassen.

Der neue Battle Pass

Zum Start der zweiten Season darf ein neuer Battle Pass nicht fehlen. Respawn Entertainment hat sich die Kritik aus der vorherigen Season zu Herzen genommen und Änderungen vorgenommen, was zu neuen Belohnungen führt: Spezielle Artworks für die Ladebildschirme, Remixe, die ihr als musikalische Untermalung einstellen dürft und Emotes, die ihr während der Absprungphase nutzen könnt, tummeln sich nun in den 100 Stufen des Battle Pass.

Dazu ist die Qualität der Skins gestiegen und ihr verdient neben Apex-Münzen (die locker ausreichen, um den Battle Pass für die kommende Season zu bezahlen) auch ausreichend Crafting-Metalle, um selbst einen legendären Skin freizuschalten. Die Inhalte im Battle Pass können sich sehen lassen und sind eine deutliche Steigerung zur ersten Season.

Apex Legends - Season 2 Battle Charge Gameplay Trailer
Apex Legends Season 2 Battle Charge Gameplay Trailer

Allerdings wurde das Prozedere angepasst, um im Battle Pass aufzusteigen. Anstatt einfach nur zu spielen, steigt ihr nun vor allen Dingen dann auf, wenn ihr euch um die verschiedenen täglichen und wöchentlichen Herausforderungen kümmert. Die meisten Challenges belohnen euch mit einem direkten Stufenaufstieg, andere entlohnen mit Sternen, einer neuen Art von Erfahrungspunkten speziell für den Battle Pass.

Nach den ersten Tagen mit den neuen Herausforderungen ist das Battle-Pass-System ein zweischneidiges Schwert. Einerseits könnt ihr tatsächlich schnell ganze Battle-Pass-Stufen aufsteigen, allerdings ist das auch ein wenig davon abhängig, welche Challenges ihr aufgedrückt bekommt. Zwar tragen die normalen Erfahrungspunkte einen Teil dazu bei, im Battle Pass aufzuleveln, spielen aber im Gegensatz zur ersten Season keine gravierende Rolle mehr. Immerhin bleiben die wöchentlichen Herausforderungen dauerhaft bestehen. Selbst wenn ihr später dazustoßt, könnt ihr die Herausforderungen der bereits abgelaufenen Wochen erledigen.

Große Veränderungen im Waffenschrank

Nicht unerheblich sind die Neuzugänge bei den Waffen in Apex Legends. Zum einen gibt es mit der aus Titanfall bekannten L-STAR ein schnellfeuerndes LMG, das Energieprojektile verschießt und ausschließlich in Drops gefunden werden kann. Die L-STAR besitzt ordentlich Wums, aufgrund der limitierten Munition sollte man diese Waffe aber sparsam einsetzen.

Während die L-STAR ihre Premiere feiert, bekommen andere Waffen dank frischer Aufsätze eine größere Bedeutung. Energiewaffen haben nun ebenfalls erweiterte Magazine und die Handfeuerwaffen dürfen sich über Disruptor- und Hammerpoint-Munition freuen. Dadurch machen die Alternator und die RE-45 mehr Schildschaden. Die P2020 und die Mozambique entfalten vor allem dann ihre verheerende Wirkung, wenn die Schilde der Gegner zerstört sind. Ihr habt richtig gelesen: Die Mozambique ist nicht mehr völlig nutzlos.

Gerade die Alternator mit dem Disruptor-Aufsatz zerstört feindliche Schilde in Sekundenbruchteilen, was schon zu ersten Diskussionen in Foren und auf Reddit führte. Zumindest haben die Pistolen, die vorher nur im Notfall zum Einsatz gekommen waren, inzwischen deutlich mehr Relevanz. Auch hier wird die Zeit zeigen, ob Entwickler Respawn Entertainment bei den Aufsätzen nachjustieren muss, um die verschiedenen Waffen ins Gleichgewicht zu bringen.

Rangmodus und Statistiken

Die zweite Season von Apex Legends führt einen separaten Rangmodus ein. Die sechs unterschiedlichen Wettkampfstufen, von Bronze bis Apex Predator, sind in jeweils vier Divisionen unterteilt. Alle starten bei Bronze und müssen sich ihren Weg nach oben kämpfen. Ein Punktesystem belohnt einerseits Abschüsse, andererseits aber auch, wie lange ihr in den Runden überlebt habt. Dadurch steigt ihr in den Divisionen auf.

Allerdings könnt ihr nur bedingt absteigen. Habt ihr zum Beispiel einmal die Silberstufe erreicht, könnt ihr zwar in den Divisionen sinken, aber nicht mehr auf Bronze zurückfallen. Höhere Ränge haben eine Art Eintrittsgebühr, darum müsst ihr beispielsweise auf dem Rang Gold zwei RP bezahlen, um an einem Match teilnehmen zu können. Dadurch benötigt ihr auch mehr Punkte, um innerhalb der Wettkampfstufe nicht abzusteigen. Übrigens können nur Leute am Ranglistenmodus teilnehmen, die mindestens Level 10 erreicht haben.

Als Schmankerl gibt es noch eine ausführlichere Statistikseite, die festhält, wie viele Spiele ihr gemacht und gewonnen habt. Abschüsse und Tode werden dabei ebenfalls festgehalten. Während sich einige bestimmt über die zusätzlichen Daten freuen, wird mir bisher eigentlich nur aufgezeigt, dass ich gar nicht mal so gut bin ...

Erster Eindruck:

Mit dem Start der zweiten Season macht Apex Legends einen wichtigen Schritt, um den Battle-Royale-Titel im hart umkämpften Genre attraktiver zu gestalten. Viele Veränderungen wie die überarbeitete Karte, der neue Charakter Wattson oder auch die Anpassungen bei den Waffen erscheinen sinnvoll.

Inwiefern am Balancing geschraubt werden muss, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen, aber zweifellos wird Respawn Entertainment ein Auge darauf haben. Der Ranglistenmodus ist ein wichtiger neuer Baustein für wettkampforientierte Spieler und der Battle Pass dank der besseren Belohnungen dieses Mal sein Geld wert. Ich zumindest habe aktuell wieder eine ganze Menge Spaß in Kings Canyon.

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