Test - Assassin's Creed III : Switch-Test: Braucht das jemand wirklich?

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Greift zu, wenn...

… ihr rund um die Uhr und immer und überall und ausschließlich Assassin's Creed spielen wollt.

Spart es euch, wenn...

… ihr keine Harcdcore-Fans der Serie seid, das Spiel auf einer anderen Plattform spielen könnt oder Zelda noch nicht durch habt.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Für Hardcore-Fans, die auch unterwegs nicht auf ihr Assassin's Creed verzichten wollen

Ich bin ein wenig unschlüssig, ob und wem ich Assassin's Creed III Remaster auf Switch empfehlen kann. Unbestritten hat das Spiel nach wie vor seine Qualitäten, erst recht für Nintendo-Fans, die bislang noch nicht in den Genuss der Serie kamen. Gerade jene dürften allerdings Verständnisprobleme haben, ist doch der dritte Teil eigentlich der fünfte und bildet das Finale der Desmond-Saga. Zumal Assassin's Creed III zwischen dem spielerisch ausgereiften Brotherhood und dem gigantomanischen Black Flag etwas orientierungslos zwischen den Stühlen saß. Switch-Fans, die auf diese Weise an einem wichtigen Abschnitt der Spielegeschichte schnuppern wollen, bekommen dennoch ein zwar an Gameplaymechaniken überladenes und in mancherlei Hinsicht unausgegorenes, aber durchaus ordentliches Spiel mit jeder Menge Umfang.

Assassin's-Creed-Fans, die die Möglichkeit haben, das Spiel auf einer anderen Plattform zu erleben, sollten diese der Switch-Version unbedingt vorziehen. Wenngleich das Spiel auf dem kleinen Bildschirm des Handhelds noch halbwegs passabel aussieht, ist es auf dem großen Fernseher fast schon eine Zumutung: Kantenflimmern,. Pop-ups, Ruckler, steife Animationen. Bei diesem Anblick wird einem schlagartig bewusst, welch große Fortschritte die aktuelle Konsolengeneration gemacht hat. Zumal Ubisoft die grafischen Verbesserungen, die sie dem Remaster für PS4 und Xbox One spendierten, den Switch-Spielern weitgehend vorenthält.

Das Hauptargument für einen Kauf dürfte daher der Unterwegsaspekt sein. Doch hätte ich mir für eine lange Zugfahrt lieber die deutlich besseren Spiele der Ezio-Trilogie oder Black Flag gewünscht, von Origins ganz zu schweigen. Letztlich ist diese Portierung nur beinharten Fans zu empfehlen, die in keiner Lebenslage und unter keinen Umständen auf ihr Assassin's Creed verzichten wollen. Und gerade denen würde ich raten: Spielt auf Switch lieber Zelda.

>> Angeberwissen für Fans: 10 Dinge, die du noch nicht über die Assassin's-Creed-Serie wusstest

Überblick

Pro

  • großer Umfang
  • passable Grafik auf kleinem Bildschirm
  • noch immer ein zwar durchwachsenes, aber ordentliches Open-World-Epos
  • enthält zusätzlich das (mittelprächtige) Assassin's Creed: Liberation

Contra

  • unschöne Grafik auf großem Fernseher
  • Kantenflimmern, Pop-ups, steife Animationen
  • spielerisch überfrachtet und in mancherlei Hinsicht unausgegoren
  • für Nichtkundige der Vorgänger schwer verständlich
  • fühlt sich wie ein endloses Tutorial an

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