Test - Battlefield V : Testtagebuch, Teil 2: Bröckelt die Fassade?

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Was mir mittlerweile nach den vielen Partien im Multiplayer auffällt: Das neue Animationssystem hängt aktuell an einigen Ecken und Enden. Das fängt damit an, dass wiederbelebte Kameraden plötzlich einige Meter durch die Gegend fliegen, weil das Spiel entscheidet, dass an diesem Punkt genug Platz für diesen Spieler ist. Allerdings führt das öfters auch dazu, dass ihr aus der sicheren Position plötzlich mitten in die Schusslinie geratet und über den Haufen geschossen werdet.

Aus dem Gleichgewicht

Das ist aber nicht das einzige Problem. Grundsätzlich lassen sich viele Objekte überwinden, aber manchmal stellt sich der eigene Körper quer: Kleinere Schnneehaufen oder leicht zerstörte Mauern werden dann zum unüberwindbaren Hindernis. Auch Fenster, die sich in der Theorie als Alternative zu Türen anbieten, um Häuser zu betreten, können zur Todesfalle werden, gerade wenn ihr unter Beschuss steht.

Die kontextsensitiven Eingabemethoden straucheln von Zeit zu Zeit dabei, die richtigen Aktionen in die Tat umzusetzen. Da wird im Eifer des Gefechts eine andere Waffe aufgehoben, anstatt den Teamkollegen wieder ins Leben zurückzuholen. Interessanterweise scheint es so, dass die Soldaten sich auf der Konsole etwas gemächlicher anfühlen, was dem Spielgefühl zugut kommt.

Die Xbox-One-X- und die PS4-Pro-Version laufen mit 60 Bildern pro Sekunde und sehen hervorragend aus. Zwar hat der PC immer noch die Krone auf, was die visuelle Opulenz angeht, aber die Konsolen müssen sich nicht verstecken. Außerdem schön: Ihr könnt auf den Konsolen die FOV anpassen. Derzeit gibt es aber auch kleinere Ungereimtheiten: Zum Beispiel kann es auf der PlayStation 4 passieren, dass man am Anfang einer Runde keine Klasse auswählen kann. Einmal kurz den Optionsknopf drücken behebt das Problem, trotzdem ist es nervig.

Ich vermisse die Behemoths aus Battlefield 1 wirklich nicht. Sie waren zwar oft imposant anzusehen, konnten aber schnell dafür sorgen, dass das schlechtere Team im Handumdrehen aufholte. Dieses Gameplay-Feature gibt es in Battlefield V nicht, allerdings wird dem hinten liegenden Team unter die Arme gegriffen. Gerade am Ende einer Conquest-Partie nimmt die Truppe mit der kleineren Anzahl an Tickets viel leichter Eroberungspunkte ein.

Nicht schon wieder Norwegen!

Dafür gefallen mir die meisten Karten nach wie vor. Also eigentlich alle außer Fjell 652. Mit dieser kompakten Karte, die auf dem Gipfel eines verschneiten Berges angesiedelt ist, werde ich einfach nicht warm. Alle anderen Schauplätze hingegen hinterlassen auch nach mehreren Runden einen zufriedenstellenden und abwechslungsreichen Eindruck.

Trotzdem ist die Anzahl an momentan verfügbaren Karten überschaubar. Zwar kommt eine weitere Karte mit dem ersten Update am vierten Dezember, trotzdem muss DICE hier kontinuierlich Nachschub liefern.

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