Test - Blood Knights : Kooperative Vampirkeilerei

  • PC
  • X360
Von Kommentieren

Die Action steht bei Blood Knights klar im Vordergrund. Doch das muss den Entwickler nicht zwingend davon abhalten, auch eine gute Geschichte zu erzählen. Daran hat sich Deck13 gehalten. Die Idee von einer bedrohten Menschheit, Vampiren und einem düsteren Ritual birgt einiges an Potenzial. Der ganz große Wurf ist den Entwicklern allerdings nicht gelungen. Doch fangen wir am Anfang an ...

Die Menschheit steht ganz nah am Abgrund. Dämonen bedrohen das Land und ihre Einwohner. Lediglich das Blutsiegel hindert die Unterwelt daran, in die Welt der Menschen einzudringen. Das mächtige Artefakt spielt in Blood Knights eine bedeutende Rolle. Es enthält das Blut von Obervampir Kain und wird sicher in einer Gruft bewacht. Sicher? Das war einmal, denn leider weilt der Wächter des Siegels nicht mehr unter den Lebenden. Längst haben die Vampire die Jagd auf das Artefakt begonnen.

Vampirjäger Jeremy übernimmt

In dieser prekären Situation kommt Vampirjäger Jeremy ins Spiel. Dem jungen Draufgänger fehlt es zwar nicht an Selbstbewusstsein, doch selbst er muss einsehen, dass er allein gegen die Vampirbrut keine Chance hat. Wider Willen muss er sich auf den dunkelsten Zauber seines Priesters einlassen. Durch ein magisches Band wird er mit der Vampirin Alyssa verbunden. Durch diese unheilige Liaison erhalten beide besondere Kräfte. Der Kampf gegen die Unterwelt kann beginnen. Als wäre diese Aufgabe nicht schon schwer genug, kommt es immer dicker. Bevor die beiden Helden das Blutsiegel aufspüren, wird es aus der Gruft entfernt.

Beim Kampf gegen eine Horde von Vampiren wird Jeremy dann auch noch infiziert und mutiert selbst zu einem Wesen der Unterwelt. Eine Hiobsbotschaft folgt der anderen. Denn die Wandlung Jeremys ruft wiederum die Vampirjäger auf den Plan, die nun ihrerseits die Jagd auf unseren Helden eröffnen. Damit hat Deck13 eine gute Grundlage für ein Action-Rollenspiel geschaffen, das mit einer guten Geschichte auftrumpft. Leider kann der Rest des Spiels nicht ganz mit dieser guten Basis mithalten.

Blood Knights - Gameplay Trailer
Vampire, Tempelritter und gewohnte Metzelkost in einem Rollenspiel - das bietet Blood Knights.

Dröges Eindreschen auf Gegnerwellen

Die Zutaten, die Deck13 Blood Knights beigemengt hat, klingen zunächst gut bekömmlich. Die Möglichkeit, jederzeit zwischen Alyssa und Jeremy zu wechseln, verspricht taktische Vielfalt. Zu einem Teil geht das Konzept auf. Während sich Jeremy als Nahkämpfer durch die Gegnerwellen prügelt, setzt seine Vampirkollegin lieber auf Angriffe aus der Entfernung. Wenn ihr gemeinsam mit einem Freund vor der Konsole sitzt, dürfen auch zwei Spieler gleichzeitig ran.

Jede Figur verfügt über eine Handvoll Angriffe. Während Jeremy etwa mit einem kraftvollen Rundumschlag mehrere Gegner gleichzeitig attackiert, darf Alyssa mit Feuerpfeilen explosive Fässer in Brand stecken. Kooperative Angriffskombinationen, bei denen die Charaktere zusammenarbeiten müssen, gibt es jedoch nicht. So schlägt sich jeder Kämpfer mehr oder weniger alleine durch das Dungeon. Schon nach kurzer Zeit entpuppt sich das Monsterverdreschen jedoch als ziemlich dröge. Eine Gegnerwelle jagt die nächste. Dabei gibt Blood Knights leider viel zu wenig Feedback in den Kämpfen. Ein befriedigendes Gefühl beim Vertrimmen der Gegner stellt sich kaum ein.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel