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Preview - Borderlands 4 : Angespielt: Die neue Kammer-Jägerin sagt der Langeweile den Kampf an

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Gearbox will mit Borderlands 4 so einiges anders machen. Ein wenig „back to the roots“, ein bisschen was Neues und jede Menge altbekannter Wahnsinn. Natürlich fehlen auch bekannte Klassen wie die Sirene oder ein vergleichsweise normaler Soldat nicht, doch die sind mir mittlerweile zu langweilig. Glücklicherweise durfte ich bei einem Anspieltermin auf der Gamescom 2025 einen ersten Tanz mit Harlowe, der Gravitar, wagen.

Sirenen zaubern, Soldaten ballern und Ritter hauen drauf – drei der vier Klassen von Borderlands 4 erklären sich von selbst. Aber was genau soll eine Gravitar überhaupt sein? Manipuliert sie die Schwerkraft? Steht sie auf Bratensauce? Ihr versteht schon, wegen Gravy und so. Von ihren bevorzugten Nahrungsmitteln gewann ich beim Anspiel zwar keinen Eindruck, weiß dafür aber genau, welche Skills sie draufhat.

Geile Wissenschaft!

Als ehemalige Kampf-Wissenschaftlerin bei Maliwan verfügt Harlowe über vielfältige Kenntnisse diverser Technologien, die Feinden früher als später den Garaus machen. Besonderes Augenmerk legt sie in ihren Kämpfen entsprechend auf ausgefallene Gadgets, die oftmals mit saftigem Elementarschaden einhergehen. Natürlich fährt auch Harlowe drei Action-Skills auf, die sich für unterschiedlichste Spielstile eignen. Mit „Nullpunkt“ sperrt sie Feinde kurzzeitig in eine Stasis-Blase, der „Fluxgenerator“ erzeugt ein tödliches Energiefeld samt Kryoschaden und der Chroma-Beschleuniger feuert einen instabilen Energieball ab, der auf Knopfdruck in einer imposanten Explosion endet.

Mein Build basierte vollständig auf dem Chroma-Beschleuniger und brachte einige nette Zusatzfunktionen mit sich. So sammelte er Schaden, der an Feinden verursacht wurde, und gewährte ihn Harlowes aktueller Waffe in Form des Strahlungs-Elements. Ein weiteres Upgrade verpasste dem Energieball eine anziehende Wirkung auf Feinde und erhöhte mit jedem getroffenen Gegner den verursachten Schaden.

Tatsächlich fühlte sich Harlowe in dieser Version viel zu stark an, was sicherlich auch dem Effektfeuerwerk geschuldet war, das Borderlands 4 bisweilen entfachte. Entlud sich der Energieball, sah das einfach nur fantastisch aus und verursachte auch ordentlich Schaden. Durch die vergleichsweise hohe Abklingzeit musste der Einsatz dennoch wohlüberlegt sein.

Welche Firma darf’s denn sein?

Allgemein setzt die Gravitar ihren Fokus auf Elementareffekte, was man auch bei der Waffenauswahl berücksichtigen sollte. Das Arsenal von Borderlands 4 fällt noch einmal größer aus als in den Vorgängern, was neuen Waffenfirmen geschuldet ist. Wie gehabt bringen sie ihre eigenen Vor- und Nachteile sowie Spezialfunktionen mit sich.

Ripper-Schießprügel müssen sich einige Momente aufladen, entfesseln anschließend aber regelrechte Kugeltornados auf eure Feinde. Fabrikate aus dem Hause Daedalus fressen hingegen unterschiedliche Munitionstypen und die Orden-Waffen geben klassische Burst-Salven ab. Durch die Möglichkeit, Teile unterschiedlicher Hersteller zu kombinieren, offeriert Borderlands 4 also jede Menge neue Möglichkeiten.

Dazu gesellen sich die neuen Repkits, die euch mit weiteren passiven Boni versorgen. Im Kern mag es sich nur um Heilspritzen handeln, aber wenn ich durch eine Injektion auch gleich noch den verursachten Elementar-Schaden erhöhen kann, beschwere ich mich ganz sicher nicht. Granaten müsst ihr nun nicht mehr sammeln, stattdessen verfügen sie über einen Cooldown. Selbiges gilt für die schweren Waffen wie Raketenwerfer oder Miniguns.

All diese kleinen und mittleren Änderungen stellen das Spielgefühl von Borderlands 4 bisweilen stark auf den Kopf, aber keinesfalls zum Schlechteren. Vielmehr wirkt alles wie aus einem Guss, die Möglichkeiten fallen (in der Theorie) so abwechslungsreich wie lange nicht mehr aus und dank des neuen Movement-Systems bewegt ihr euch elegant wie eine Katze durch die Arenen. Doppelsprünge, Dodges, Dashs und sogar die Möglichkeit zu schwimmen sorgen für ein ganz neues Bewegungsgefühl. Dazu gesellt sich ein Enterhaken – der ja in keinem modernen Shooter fehlen darf – und die Möglichkeit des Gleitens.

Die Demo scheuchte mich von einer Arena in die nächste, bis auf „Töte alle Gegner!“ gab es aber keine Direktive. Schon hier machte sich die deutlich höhere Dynamik bemerkbar, vollumfänglich ausgenutzt wurden die Möglichkeiten aber im abschließenden Bosskampf. Der „Primordial Guardian Invictus“ stellt am ehesten eine Kreuzung aus zweischwänzigem Affen, Skorpion und Schmetterling dar. Er schwingt sich entspannt durch die Arena, verteilt sein Gift überall auf dem Boden und zieht sich in brenzligen Situationen in einen Kokon zurück. Entsprechend nutzt ihr den Enterhaken und das taktische Gleiten, um so wenig Zeit wie möglich in der giftigen Brühe zu verbringen. Eine Lernkurve in einem Borderlands – das ich so etwas noch erleben darf!

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Der König der Loot-Shooter läuft endlich wieder zu alter Form auf

Selbst ein schlechtes Borderlands ist noch immer ein guter Loot-Shooter. Doch wir brauchen uns nichts vorzumachen, die letzten Ableger von Gearbox’ Reihe bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm. Umso schöner ist es zu berichten, dass Borderlands 4 an sinnvollen Stellen schraubt, sich dabei aber auch an alten Stärken orientiert und ein wohlschmeckendes Potpourri aus bekannten Zutaten und neuen Zusätzen bietet.

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Der allgegenwärtige Wahnsinn unterhält auf höchstem Niveau und die wenigen Waffen, die ich zu sehen bekam, boten bereits spannende Optionen. Eine Maschinenpistole, die nach dem Nachladen weggeworfen wird, Beine bekommt und autark auf Feinde ballert, gehört zum entspannten Standard. Das wahre Highlight meiner Gamescom-Session war ohnehin Harlowe. Die neue Gravitar-Klasse verspricht irrsinnig spannende Synergien und kreative Optionen für tausend tote Feinde. Eigentlich birgt sie nur ein Problem: Ich werde mich mit meinen Koop-Leuten darum prügeln müssen, wer sie spielt.

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