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News - Clair Obscur: Expedition 33 : Soundtrack geht bei den Grammys leer aus

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Trotz internationaler Lobeshymnen wurde der gefeierte Soundtrack von Clair Obscur: Expedition 33 bei den Grammy Awards übergangen und sorgt nun für Diskussionen über den Umgang der Academy mit Videospielmusik.

Die Grammy Awards 2026 werfen ihre Schatten voraus, und erneut steht die Kategorie "Best Score Soundtrack for Video Games and Other Interactive Media" im Rampenlicht. Seit der Einführung der Kategorie vor wenigen Jahren Jahren hat sie sich zu einem wichtigen Gradmesser für die Anerkennung von Musik in Games entwickelt. Umso überraschender fällt die Entscheidung der Recording Academy aus: Clair Obscur: Expedition 33, dessen melancholisch-opulenter Soundtrack von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert wurde, ging leer aus.

Nominiert wurden stattdessen fünf andere Spiele: Avatar: Frontiers of Pandora – Secrets of the Spires, Helldivers 2, Indiana Jones and the Great Circle, Star Wars Outlaws: Wild Card & A Pirate’s Fortune sowie Sword of the Sea. Ein starkes Line-up, doch das Fehlen von Clair Obscur: Expedition 33 fällt auf, zumal der Soundtrack von Lorien Testard wochenlang die internationalen Klassik-Charts anführte und in unzähligen Rezensionen als "kompositorisches Meisterwerk" bezeichnet wurde. Das Spiel selbst verdankte einen großen Teil seiner Atmosphäre der Musik, die romantische Klaviermotive, orchestrale Melancholie und französischen Impressionismus zu einem unverwechselbaren Klangbild verband.

In den sozialen Medien machten sich schnell Diskussionen breit. Viele Musik- und Game-Fans äußerten Unverständnis darüber, dass ein Projekt, das in Fachkreisen als Paradebeispiel moderner Videospielmusik gilt, keine Anerkennung fand. Beobachterinnen und Beobachter sehen darin ein Zeichen, dass die Recording Academy noch immer Mühe hat, den kulturellen Stellenwert von Videospiel-Soundtracks auch abseits amerikanischer Produktionen angemessen zu würdigen. Während Hollywood-Produktionen oft durch Sichtbarkeit und Marketing dominieren, bleiben viele europäische Studios wie in diesem Fall im Schatten.

Auch in der Branche selbst wird die Entscheidung kritisch gesehen. Mehrere Komponistinnen und Komponisten verwiesen darauf, dass das Einreichungs- und Auswahlverfahren der Grammys stark auf Kampagnenarbeit setzt, was unabhängige oder internationale Produktionen benachteiligen könnte. Die Jury besteht aus hunderten Mitgliedern mit unterschiedlichem Hintergrund, viele davon ohne tiefere Verbindung zur Spielewelt. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen künstlerischer Innovation und institutioneller Anerkennung.

Trotz des Ausbleibens einer Nominierung dürfte der Einfluss von Clair Obscur bestehen bleiben. Der Soundtrack hat die Wahrnehmung von Musik in Games weiter verschoben – weg vom funktionalen Hintergrundrauschen hin zu vollwertigen, eigenständigen Werken, die auch außerhalb des Spiels bestehen können.

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