Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

News - Cyberpunk 2077 : VR-Mod nach Einspruch von CD Projekt RED gelöscht

  • Multi
Von  |  | Kommentieren

Cyberpunk 2077 machte technisch und kommerziell eine bemerkenswerte Entwicklung durch, doch nicht nur CD Projekt selbst sorgt für Schlagzeilen. Eine von Fans entwickelte Mod, die es erlaubte, das Spiel in Virtual Reality zu erleben, ist nicht länger öffentlich verfügbar. Grund dafür war ein Einschreiten von CD Projekt, die eine formale Aufforderung zur Entfernung der Mod eingereicht haben, weil das Projekt urheberrechtlich geschützte Inhalte nutzte. Die Entscheidung trifft viele Spielerinnen und Spieler in der Community hart, denn der VR-Mod hatte eine engagierte Anhängerschaft gefunden.

Die inoffizielle VR-Mod hat über Monate hinweg enorme Aufmerksamkeit erhalten, weil sie es erlaubte, Cyberpunk 2077 als vollwertiges VR-Erlebnis zu spielen. Streaming-Clips und Community-Berichte zeigten, wie Spielerinnen und Spieler Night City buchstäblich hautnah erleben konnten, mit Blicken über die Schulter oder mitten im Cockpit eines Fahrzeugs. Diese Mod wurde von engagierten Moddern entwickelt, die persönliche Zeit und technisches Know-how investierten, um die VR-Integration möglichst stabil und immersiv zu gestalten.

Doch das Projekt stand immer in einer rechtlichen Grauzone, weil es auf Ressourcen und Spielinhalte von Cyberpunk 2077 zugriff, ohne dass CD Projekt diese Nutzung offiziell freigegeben hatte, insbesondere, weil der Modder das Projekt nur gegen Zahlung über einen Patreon-Account zur Verfügung stellt, was rechtlich tatsächlich problematisch ist. Hätte er die Mod kostenlos verbreitet, wäre es nicht zu Problemen gekommen, wie CD Projekt dem Modder gegenüber bestätigte. 

Das Entwicklerstudio entschied sich deshalb laut Mitteilung, die Mod über einen sogenannten DMCA-Takedown-Request entfernen zu lassen. Eine solche Maßnahme ist rechtlich vorgesehen, wenn Urheberrechtsinhaber der Ansicht sind, dass ihre Inhalte ohne Genehmigung verbreitet werden. Innerhalb kürzester Zeit war die VR-Mod nicht mehr über die üblichen Plattformen erreichbar, was bei vielen Fans für Enttäuschung sorgte.

Der Modder selbst hingegen war nicht bereit, sein Werk kostenlos zur Verfügung zu stellen, was hinsichtlich des Arbeitsaufwands verständlich ist. "Zumindest waren sie etwas offener in dieser Angelegenheit, und ich erhielt sowohl von ihrer Rechtsabteilung als auch vom Vizepräsidenten für Geschäftsentwicklung eine Antwort. Aber letztendlich kam es auf dieselbe unerbittliche Unternehmenslogik hinaus: Jede noch so kleine Maßnahme, die ein Unternehmen ergreift, dient dem Zweck des Gewinns, aber alles, was Modder tun, muss absolut kostenlos sein", erklärte er.

Auch Jan Rosner, VP of Business Development äußerte sich zu dem Thema: "Wir haben tatsächlich eine DMCA-Mahnung ausgesprochen, da es sich um einen kostenpflichtigen Mod handelte (der nur für Patreon-Abonnenten zugänglich war). Dies verstößt direkt gegen unsere Richtlinien für Fan-Inhalte: Wir gestatten niemals die Monetarisierung unseres geistigen Eigentums ohne unsere ausdrückliche Genehmigung und/oder eine entsprechende Vereinbarung. Wir haben letzte Woche Kontakt zu Luke aufgenommen und ihn darüber informiert, dass er das Angebot für alle kostenlos (mit optionalen Spenden) zur Verfügung stellen oder es entfernen muss."

Der Modder will sich nun erneut in den Kampf stürzen und plant eine VR-Mod zu Baldur's Gate III. Ob er damit bei Larian Studios offene Türen einrennt, bleibt abzuwarten. 

Kommentarezum Artikel