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News - Destiny 2 : Bungie stellt die aktive Entwicklung des MMO-Shooters ein

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Die Ära eines der einflussreichsten Live-Service-Spiele der Videospielgeschichte neigt sich dem Ende zu. Wie das Entwicklerstudio Bungie offiziell in einem emotionalen Blogbeitrag mit dem Titel "Jedes Ende ist ein neuer Anfang" bekannt gab, wird Destiny 2 in Kürze in den Wartungsmodus versetzt. Am 9. Juni erscheint mit Monument of Triumph das allerletzte große Inhalts-Update für den MMO-Shooter. Damit stellt das Studio die aktive Entwicklung und die Veröffentlichung neuer Seasons oder Erweiterungen ein, um die internen Ressourcen vollständig auf künftige Projekte wie den Extraktions-Shooter Marathon zu fokussieren.

Die Entscheidung markiert den Endpunkt einer fast zwölfjährigen Reise, wenn man die Geschichte des gesamten Franchise betrachtet. Die Entwickler blicken mit viel Stolz auf das Erreichte zurück und richteten rührende Worte an die treue Fangemeinde, die das Universum über die Jahre getragen hat.

In ihrer offiziellen Mitteilung schrieben die Macher: "Für fast zwölf Jahre hatten wir das große Vergnügen und die Ehre, das Destiny-Universum gemeinsam mit euch zu erkunden. Trotz aller Höhen und Tiefen, Überraschungen und Erfolge war es für uns ein immenses Privileg, Destiny zusammen mit unseren Spielern zu gestalten. Während unsere Liebe für Destiny 2 ungebrochen bleibt, haben wir erkannt, dass nach The Final Shape die Zeit gekommen ist, dass unsere gemeinsamen Welten und Destiny über Destiny 2 hinaus weiterleben."

Gleichzeitig gab das Studio jedoch Entwarnung für alle, die auch in Zukunft noch durch den Orbit reisen möchten. Ähnlich wie der erste Teil wird auch Destiny 2 weiterhin online und voll spielbar bleiben. Bungie erklärte hierzu: "Obwohl die aktive Entwicklung abgeschlossen sein mag, werden wir sicherstellen, dass Destiny 2 spielbar bleibt, genau wie das originale Destiny es heute noch ist. Viele Änderungen in diesem finalen Update zielen darauf ab, sicherzustellen, dass Destiny 2 ein einladender Ort ist, an den Spieler jederzeit zurückkehren können. Um den Abschied zu erleichtern, werden zudem ab dem 9. Juni alle bisherigen DLCs, Kampagnen und Dungeon-Pässe in einem einzigen, dauerhaft reduzierten Kaufpaket namens Destiny 2: The Collection gebündelt."

Das finale Update Monument of Triumph soll ein echtes Fest für Nostalgiker werden und bringt zahlreiche von Fans lang geforderte Features zurück. So wird die klassische und übersichtlichere Navigation über den Director wieder als zentraler Hub eingesetzt. Außerdem feiert die legendäre Sparrow Racing League (SRL) als permanenter Spielmodus ihre Rückkehr, inklusive klassischer Strecken aus dem ersten Teil und einer komplett neuen Rennstrecke. Auch das Endgame wird noch einmal umgekrempelt: Das Boss-Event Pantheon kehrt dauerhaft zurück, sämtliche Raid- und Dungeon-Waffen werden auf moderne Stat-Tiers angehoben und im PvE-Modus wird es endlich möglich sein, legendäre Rüstungs-Skins auf exotische Ausrüstungsteile zu projizieren.

Destiny 2 hatte die vergangenen Jahre mit kontinuierlich sinkenden Spielerzahlen und unglücklichen Entscheidungen seitens Bungie zu kämpfen. Anfang 2023 erreichte Destiny 2 mit der Erweiterung Lightfall auf Steam noch einen historischen Höchstwert von über 316.000 gleichzeitig aktiven Spielern. Doch die Erweiterung enttäuschte auf ganzer Linie: Die Story wirkte lückenhaft, der Ton zu albern und das Missionsdesign lieblos. Die Quittung folgte prompt: Die Spieler wanderten massenhaft ab. Bungie verfehlte seine Umsatzziele für das Jahr um sage und schreibe 45 Prozent.

Als Reaktion auf den finanziellen Einbruch zog das Management im Oktober 2023 die Reißleine. Rund 8 Prozent der Belegschaft (etwa 100 Mitarbeiter) wurden entlassen – darunter langjährige Community-Manager und Komponisten-Ikonen wie Michael Salvatori. Um das Ruder herumzureißen, verschob Bungie die große finale Erweiterung The Final Shape auf Juni 2024. Das Add-on wurde von Kritikern und Fans zwar als absolutes Meisterwerk gefeiert und brachte kurzzeitig die Spieler zurück – doch das Fundament war bereits zu marode. Nach dem Abschluss der zehnjährigen Saga sahen viele Hüter das Spiel als „erledigt“ an.

Bis Ende 2025 und Anfang 2026 kollabierten die Spielerzahlen vollständig. Auf Steam dümpelte die tägliche Spielerzahl phasenweise bei nur noch 7.000 bis 10.000 aktiven Nutzern herum – ein historischer Tiefpunkt, der weit unter den schlimmsten Zeiten der berüchtigten Fluch von Osiris-Erweiterung aus dem Jahr 2017 lag. Da die darauffolgenden kleineren Content-Updates den Sturzflug nicht mehr stoppen konnten, zog das Studio nun den finalen Schlussstrich.

Berichten von Bloomberg zufolge, könnte das noch verheerende Folgen haben, denn was nun aus dem Destiny-Team wird ist unklar und massive Entlassungen könnten bevorstehen. Zwar hätten die Entwickler bereits neue Projekte gepitcht, aber bisher von Sony noch kein grünes Licht erhalten. 

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