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Test - Kingdom Come: Deliverance II : Test: Begegnungen mit dem Tod (DLC1)

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Kingdom Come: Deliverance II hat im Februar gewaltig abgeliefert. Das enorm umfangreiche Rollenspiel führt konsequent das fort, was bereits im ersten Spiel für Freude sorgte und verbessert nahezu alle Spielelemente. Und wie schon beim ersten Teil gibt sich Warhorse damit nicht zufrieden. Mit Begegnungen mit dem Tod ist nun der erste von mehreren Story-DLCs verfügbar, der als Teil des Erweiterungspasses oder separat in diesem Falle für 5,99 Euro zu haben ist, und zwar in Kombination mit Update 1.3. Mehr Inhalte und neue Features? Da sind wir doch gern dabei. Oder?

Prinzipiell besteht Kingdom Come: Deliverance II - Begegnungen mit dem Tod (der etwas originellere Originaltitel: Brushes with Death) aus zwei Teilen, nämlich einem Story-Part aus dem 5,99 Euro kostenden DLC sowie den neuen, bzw. erweiterten Pferderennen aus Update 1.3 (Link zu den Patchnotes).

Beginnen wir mit dem Story-Teil, der - wie wir es gewohnt sind - aus einer längeren Reihe von Questschritten besteht. Los geht es im ersten Gebiet rund um die Burg Trosky. Südöstlich der Burg erscheint ein neuer Questmarker, der euch zu einem etwas skurrilen Typen führt, der offenbar von Banditen an einen Baum gefesselt und dem Tod überlassen wurde. Als braver Streiter befreit Heinrich den armen Kerl natürlich, der sich als Voyta vorstellt.

Voyta wirkt verwirrt und das nicht nur wegen des bemalten Schädels, der ihm Gesellschaft leistet und seiner leicht wirren Monologe. Der seltsame Kerl, der sich als Maler entpuppt, gibt nur Bruchstücke seiner Vergangenheit preis. Nach und nach erledigt Heinrich eine ganze Reihe von seltsamen bis tödlichen Aufgaben für Voyta, bis endlich enthüllt wird, was es mit dem Maler auf sich hat. Eine hübsch erzählte Questreihe, die euch von Trosky bis nach Kuttenberg führt. Es fehlt ein wenig an echten Höhepunkten, dafür aber gibt es einiges zu schmunzeln und die Geschichte passt nahtlos in die Spielwelt und das Narrativ des Spiels.

Nebenher bringt die Quest noch ein neues Feature ins Spiel. Voyta kann nämlich eure Schilde bemalen, wobei ihr die Wahl aus verschiedenen Motiven, Mustern und Farben habt. Nichts kriegsentscheidendes, aber ein schönes Features, um Heinrich nach dem Besuch des Barbiers aus dem ersten Title-Update noch weiter zu individualisieren. Bemalte Schilde können übrigens jederzeit bei Voyta wieder resettet werden.

Des weiteren wird euch auffallen, dass der eine oder andere Wirt in der Trosky-Region wieder Questsymbole anzeigt. Der Besuch lohnt sich, denn damit kommt ihr zum zweiten Part des DLCs, oder besser gesagt des parallel eingespielten Updates 1.3. Und ja, die neuen Rennen sind auch kostenlos über besagtes Update verfügbar. Zunächst müsst ihr für einige NPCs diverse Schmiedearbeiten erledigen, wobei es vorrangig um Hufeisen geht. Der Wink mit dem Zaunpfahl ist klar, denn das alles führt euch ins Nomadenlager.

Dort stehen euch neue Aktivitäten zur Verfügung. Zum einen könnt ihr an Pferderennen teilnehmen, in denen ihr auf verschiedenen Strecken und mit verschiedenen Schwierigkeiten gegen drei andere Reiter antretet und bestimmte Checkpoints erreichen müsst. Dass ihr darauf wetten könnt, ist natürlich selbstredend.

Aber damit nicht genug, denn mit dem berittenen Schießen mit Bogen oder Armbrust kommt auch gleich noch eine ganz neue Disziplin ins Spiel, natürlich ebenfalls als Wettbewerb. Nicht ganz einfach, zwar galoppiert euer Zossen mehr oder minder automatisch durch die Parcours, aber das Timing, um die Ziele zu erwischen, ist durchaus nicht ohne. Immerhin: es gibt sowohl beim berittenen Schießen als auch beim Pferderennen verschiedene Schwierigkeiten, sodass ihr reichlich Möglichkeiten habt, das zu üben.

Alles in allem liefert Warhorse mit dem ersten Story-DLC ein ziemlich gelungenes Paket ab, dass sowohl inhaltlich als auch von den Spiel-Features her weiterhin frischen Wind in das Mittelalter-Abenteuer bringt. Und mit rund zehn Stunden für alles (sofern ihr nicht ungeduldig jeden Dialog wegdrückt) geht auch der Umfang komplett in Ordnung. Im Sommer geht es dann weiter mit dem Schmiede-DLC, der sicherlich auch die eine oder andere Überraschung beinhalten wird.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Origineller DLC mit solidem Umfang

Schon beim ersten Teil von Kingdom Come: Deliverance waren die DLCs echte Sahnehäubchen, allein wenn man an die Abenteuer von Hans Capon denkt. Ganz kommt Begegnungen mit dem Tod nicht an das Niveau heran, aber die Story rund um den skurrilen Maler Voyta hat guten Unterhaltungswert. Zusammen mit den neuen Pferderennen aus dem Update und der Individualisierung durch das Gestalten von Schilden seid ihr um die zehn Stunden gut beschäftigt, je nachdem, wie schnell ihr durch die neuen Inhalte hastet. Für schlappe 5,99 Euro, sofern ihr nicht eh den Expansion Pass habt, ein absoluter No-Brainer.

Etwas besorgniserregend waren noch einige (neue) Bugs wie einige wenige fehlende Voiceovers der deutschen Sprachausgabe und häufigeres Aufpoppen von Texturen/Objekten, aber wir hoffen mal, dass das der Vorabversion geschuldet ist (werden wir im Auge behalten). Insgesamt ist Begegnungen mit dem Tod ein vom Umfang her rundes Paket aus neuen Features und neuen Quests, das sich kein Fan des Spiels entgehen lassen sollte.

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Kingdom Come: Deliverance II
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