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Preview - Mario Tennis Fever : Angespielt: Ein Fiebertraum von einem Tennis-Spiel

  • NSw2
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Die Anforderungen an die Entwicklerinnen und Entwickler von Marios Sport-Eskapaden können herausfordernder nicht sein. Denn natürlich erwarten die Fans mit jedem neuen Ableger auch frische Spielelemente. Doch gleichzeitig gilt es, den kindgerechten Ansatz Marke „leicht zu lernen, hart zu meistern“ beizubehalten. So ergibt es sich, dass Mario Tennis Fever sich zwar ungemein vertraut anfühlt und dennoch überrascht.

Habt ihr zu irgendeinem Zeitpunkt in eurem Leben schon mal ein Mario Tennis gespielt, findet ihr euch auch in Fever schnell wieder zurecht. Zur Bewegung und für Standard-Schläge reicht die Kombination aus Analogstick und einer Taste, dazu hechtet eure gewählte Figur auf Tastendruck dem Ball hinterher und habt ihr dies verinnerlicht, seid ihr bereits auf dem besten Weg nach Wimbledon.

Fieberhafte Ballwechsel

Als alte Nintendo-Fans wissen wir natürlich: Dem Namenszusatz des neuen Teils wohnt eine tiefere Bedeutung inne oder zumindest bezieht er sich auf ein neues Feature. Im Fall von Mario Tennis Fever handelt es sich um die Fever-Schläger, denen besondere Kräfte innewohnen. Nach der Auswahl eures Charakters entscheidet ihr euch für einen Prügel, dessen Fähigkeit entfesselt werden darf, sobald sich die entsprechende Leiste durch gelungene Ballwechsel gefüllt hat.

Die Effekte reichen von nützlich über abgedreht bis hin zu regelrecht übermächtig. Ein Kugel-Willi-Fever-Schlag beispielsweise knallt den verwandelten Filz so schnell über das Netz, dass eure Gegner nahezu chancenlos auf einen Konter und ziemlich verdutzt dastehen. Die Bananenstaude hingegen sieht nicht nur fantastisch ulkig aus, sie hinterlässt auch rutschige Schalen der Südfrucht, auf denen unaufmerksame Spielerinnen und Spieler schnell Traktion verlieren.

Im gemischten Doppel lassen sich durch clevere Abstimmungsarbeit fast schon höllische Kombos kreieren. Der allseits beliebte Tintenfisch verschleiert wie schon in Mario Kart die Sicht, ein weiterer Fever-Schläger wandelt den Tennisball in einen unberechenbaren Football um. Schlechte Sicht plus veränderte Physik gleich sichere Punkte!

Ganze 30 Fever-Schläge existieren, manche davon verursachen sogar Schaden. Sinken eure Lebenspunkte auf Null, steht eine Zwangspause an. Besonders, wenn ein Team beide Fever-Aktionen auf einmal zündet, erweist sich das mitunter als immenser Vorteil.

Doch bei all dem herzlichen Wahnsinn kann ich eine gewisse Unübersichtlichkeit nicht abstreiten. Zumindest in unseren ersten Runden kam durch die Verwandlungen des Standardballs oft Verwirrung auf, was nun tatsächlich der Filz ist und was nur eine elektrisch aufgeladene Fever-Kugel auf dem Spielfeld. In Kombination mit den ohnehin irrsinnig oft auftretenden und schicken Effekten verzieht sich die Übersicht ebenso wie Boris Beckers Ruhm.

Wunderbare Spezialeffekte

Neben ein paar regulären Partien durften wir uns auch auf dem Wunderplatz messen. Der Name deutet es mal wieder dezent an, die Wundersamen aus Super Mario Bros. Wonder spielen eine zentrale Rolle. Denn die ersten Ballwechsel laufen wie im regulären Modus ab, doch dabei sammelt ihr kontinuierlich die Setzlinge.

Ist die Samenbank schließlich genügend gefüllt, startet ein Minispiel, das in Sachen Wahnsinn alle Regler noch einmal auf Anschlag dreht. Leider war es mir nur vergönnt, ein einziges Match zu erleben, das bot aber den wohl besten Einblick.

Plötzlich erschienen haufenweise Rollfs auf dem Platz. Die kugelrunden Nilpferde schwebten unberechenbar hin und her, stießen die Spielerinnen und Spieler zur Seite und verursachten dabei auch noch Schaden. Einer leuchtete dabei allerdings verdächtig und siehe da: Mit einem Schlag bedacht, belohnte er den wagemutigen Tennis-Virtuosen mit Punkten.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Einmal mehr beweist Mario besten Sportsgeist

Ich kann mich nicht erinnern, wann mich ein Funsport-Spiel mit Mario und seinen Freunden und Freundinnen ernsthaft enttäuscht hätte. Auch Mario Tennis Fever scheint diesen Weg fortzuführen und fühlte sich in meinen ersten Partien vertraut an, ohne dabei auf Neuerungen zu verzichten. Die Fever-Schläger mögen auf dem Papier wie eine kleine Änderung wirken, krempeln die Matches mitunter aber komplett um. Besonders im Doppel nach vorheriger Absprache sorgten sie schon in diesem kleinen Vorabeinblick für jede Menge Spaß und eine gewisse Prise Taktik.

Ein Faktor im Zusammenhang mit den neuen Prügeln lässt sich allerdings nicht wegdiskutieren: Die Übersicht leidet mitunter enorm. Ob das mit fortschreitender Spielzeit besser wird, kann ich natürlich nicht beurteilen, wage es aber ernsthaft zu bezweifeln. Auch kamen mir manche Fever-Schläger deutlich nützlicher als andere vor.

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Der Wunderplatz hingegen verspricht jede Menge Gaudi und Abwechslung. Hier steht und fällt die Langzeitmotivation freilich damit, wie viele Minispiele Nintendo effektiv verbaut. Ich bin einfach mal guter Dinge, dass genügend Content für die unregelmäßigen Partyrunden geboten wird und freue mich auf das eine oder andere Match mit alten Freunden und neuen Feinden.

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