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Test - Marvel Rivals : Ich mag keine Shooter, aber komme trotzdem nicht davon los

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Eigentlich hatte ich Shooter schon ein wenig abgeschrieben. Egal ob Call of Duty oder Overwatch, ich hatte immer meinen Spaß mit diesen Spielen. Aber so richtig reingekommen bin ich nie. Mal fehlte es mir an Treffsicherheit, mal verlor ich irgendwann schlicht das Interesse oder die Motivation, mich zu verbessern.

Ich war mir sicher, dass das Genre einfach nicht zu mir passt. Doch dann kam Marvel Rivals und änderte meine Sicht komplett. Plötzlich ertappe ich mich dabei, wie ich den ganzen Tag im Kopf Strategien wälze oder überlege, welchen Helden ich als nächstes ausprobieren könnte. Und dann fahre ich abends den Rechner hoch und spiele ein paar Runden mit Freunden - casual, aber auch im Ranked-Modus.

Marvel Rivals hat damit bei mir geschafft, woran so viele Shooter über die Jahre gescheitert sind. Und das mit ganz simplen Mitteln.

Für jeden Etwas

Die Auswahl spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Marvel-Roster setzt sich aus zig teils jahrzehntelang etablierten Superhelden zusammen. Dadurch entsteht eine packende Mischung aus coolen Designs und faszinierenden Kräften, die so angepasst und modernisiert wurden, dass sie sich perfekt in eine moderne Shooter-Landschaft einfügen.

Und ja, Marvel Rivals kupfert beim Game Design schamlos von Overwatch ab. Es fühlt sich dabei aber nicht wie eine stumpfe Kopie an, sondern denkt Blizzards Hero-Shooter clever weiter. Gerade die Supports glänzen in meinen Augen, weil sie so viel mehr sind.

Während ich mich bei Overwatch oft zum stumpfen Heilbot degradiert fühlte, verteile ich bei Marvel Rivals als Stratege längst nicht nur Buffs und Heals. Als Cloak & Dagger teile ich ordentlich Schaden aus und nehme Divern mit meiner Unsichtbarkeit den Wind aus den Segeln. Und als niedlicher Hai Jeff entscheide ich oft sogar ganze Matches, indem ich mit meinem Ultimate das gegnerische Team verschlinge und über einer tödlichen Kante wieder ausspucke. Ich muss kein Sniper-Gott sein, der als Black Widow die Backline zerpflückt.

Mit den richtigen Helden und der passenden Taktik, schaffe ich es auch so zum Highlight-Reel und MVP-Status am Ende.

Immer eine neue Herausforderung

Aber ich spiele längst nicht nur Strategen. Während ich mich in Overwatch und Co. kaum an neue Helden herangetraut habe, motiviert mich Marvel Rivals ständig dazu. Will ich den Battle Pass leveln oder mir Ingame-Währung verdienen, muss ich nämlich Challenges meistern. Und die verlangen, dass ich stets andere Helden oder Rollen ausprobiere.

Das klingt frustrierend, lässt sich aber sogar im Koop gegen die KI bewältigen. Ich muss also kein schlechtes Gewissen haben, wenn anfangs nicht jeder Schuss sitzt. So lerne ich mit der Zeit Helden lieben, für die mir vorher das Selbstbewusstsein fehlte. Die elegante Ninjadame Psylocke ist schnell und tödlich. Sie will als Assassine die Heiler hinten ausschalten, muss dafür aber stets die richtige Position finden. Sie stirbt nämlich genauso flott, wie sie andere von der Map pflückt.

Meine ersten Matches mit ihr waren eine Katastrophe. Doch für die Herausforderung bin ich drangeblieben und jetzt komme ich gar nicht mehr von ihr los. Und selbst, wenn der Funke mal nicht überspringt - weil ich ständig irgendeine Mission abschließe, habe ich immer das Gefühl von Fortschritt. Auch dann, wenn ich verliere.

Ein Shooter für Denker

Marvel Rivals ist aber längst nicht nur ein Shooter. Spielt ihr einfach nur, um zu schießen und Kills zu sammeln, seid ihr schnell auf verlorenem Posten. Denn mit dem Fokus auf Cooldowns, Ultimates und die richtigen Positionen erinnern die Matches schon fast an MOBAs.

Als langjährige League-of-Legends-Spielerin blühe ich hier deshalb erst richtig auf. Die Partien fühlen sich unglaublich intensiv an, weil die richtige Taktik fast immer gewinnt, egal, wie treffsicher die Gegner sind. Wenn mein Team Geduld beweist und im richtigen Moment die Ultimates von Groot und Iron Man zündet, kann das sofort den Sieg bedeuten - Ranken fesseln die Gegner und ein explosiver Strahl löscht sie anschließend aus.

Und wenn eine Luna Snow mit ihrer Heilfähigkeit den Punkt im richtigen Moment schützt, verpufft der verzweifelte letzte Push des anderen Teams, weil sie alle ihre Ultimates verschwenden. Mal kommt es auf die richtige Positionierung an, mal auf eine gute Flanke oder eine besonders kreative Taktik - zum Beispiel per Doctor-Strange-Portal plötzlich hinter dem Gegnerteam aufzutauchen.

Plötzlich muss ich nicht mehr nur Schießen trainieren, um Erfolg zu haben. Und das macht mich unglaublich neugierig darauf, immer mehr zu lernen und auszuprobieren.

Marvel Rivals - Trailer zur Ankunft der Fantastic Four

Anlässlich der Ankunft der Fantastic Four gibt es hier einen neuen Trailer zu Marvel Rivals für euch.

Fazit

Elena Schulz - Portraitvon Elena Schulz
Mehr als nur ein Overwatch-Klon

Marvel Rivals kopiert für mich nicht nur die Stärken, die bereits Overwatch von anderen Shootern abheben. Es verfeinert sie noch und kombiniert sie mit einem wirklich fairen Free2Play-System. Ich kann alle Helden von Anfang an spielen, mir haufenweise Cosmetics über den Battle Pass verdienen und erhalte durch Missionen viele motivierende Belohnungen, ohne Geld ausgeben zu müssen.

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Natürlich ist der Shooter trotzdem nicht perfekt: Gerade die Technik mit Lags und Abstürzen nervt zwischendurch und manche Helden fühlen sich immer noch deutlich mächtiger an als andere. Aber ich fühle mich eben nie machtlos, frustriert oder überfordert, weil es immer etwas zu lernen oder zu entdecken gibt, für das sich eine weitere Partie lohnt.

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