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News - Eidos Montréal : Erneute Entlassungen und Fokus auf Support-Arbeit

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Als einstige Hochburg für hochwertige Action‑ und RPG‑Games galt Eidos‑Montréal lange als Garant für Titel wie Deus Ex: Mankind Divided oder Marvel's Guardians of the Galaxy. Doch nun zeigt der kanadische Entwickler, wie rasant sich das Blatt wenden kann: Nachdem in diesem Jahr bereits viele Stellen gestrichen wurden, steht erneut eine Entlassungswelle an und mehrere eigene Projekte des Studios wurden laut Insider‑Berichten eingestellt.

Diese neue Entlassungsrunde folgt nur wenige Monate nach der vorherigen Kürzung, die bereits 75 Mitarbeitende betroffen hatte. In der aktuellen Welle trifft es diesmal mehrere Dutzend Angestellte, die größtenteils nicht auf andere Projekte umverteilt werden können. Das bedeutet für viele langjährige Entwicklerinnen und Entwickler einen abrupten Karriereknick, nachdem sie teils jahrelang an prestigeträchtigen Titeln gearbeitet hatten.

Die Absage der internen Projekte zeigt zudem, dass Eidos‑Montréal die eigene Entwicklungsagenda radikal geändert hat. Wo zuvor ambitionierte Eigenproduktionen geplant waren, sollen künftig nur noch Support‑Tätigkeiten für externe Projekte erfolgen, wie bereits bei Titeln wie Fable oder Grounded 2. Das Studio verliert zunehmend an kreativer Eigenständigkeit und wird nun mehr zum Auftragsbetrieb.

Für die Mitarbeitenden selbst bringt die Umstrukturierung zusätzliche Unsicherheit. Viele hatten gehofft, an neuen, markanten AAA‑Projekten mitarbeiten zu können, müssen nun aber die Erfahrung machen, dass ihre Expertise auf Unterstützungsarbeiten reduziert wird. Branchenbeobachter sehen darin ein deutliches Zeichen für den wachsenden ökonomischen Druck in der Spieleentwicklung, der selbst etablierte Studios nicht verschont und kreative Risiken zunehmend erschwert.

Das einst hochgelobte Studio muss nun beweisen, dass es trotz reduzierter Eigenproduktionen wertvolle Beiträge leisten kann, ohne seine Identität vollständig zu verlieren. Ob der Fokus auf Supportarbeit eine vorübergehende Maßnahme oder ein dauerhafter Strategiewechsel ist, bleibt abzuwarten.

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