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Test - Monster Hunter Tri : Heute gibt es Dino-Steak

  • Wii
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Wenn es dann mal ans Eingemachte geht, stellt ihr euch besser darauf ein, dass so ein Kampf durchaus mal länger dauern kann. Gerade bei größeren Monstern seid ihr um die 40 Minuten und mehr damit beschäftigt, das Schwert zu schwingen. Doch damit alleine ist es ja noch nicht getan. Das Timing spielt bei Monster Hunter Tri eine große Rolle. Ein dickes Schwert macht mehr Schaden, aber der Schwung dauert länger und ihr seid einen Moment länger wehrlos.

Außerdem muss die Klinge auch mal geschärft werden. Das kommt natürlich ungelegen, wenn gerade ein zwei bis drei Tonnen schwerer Koloss auf euch zurennt. Das Gleiche gilt für Heilkräuter und Tränke, denn die Ausdauer der Spielfigur lässt ebenfalls im Laufe des Spiels nach. Es gibt einfach viele Faktoren, die im Kampf bedacht werden müssen. Aber genau das macht eben den Reiz von Monster Hunter Tri aus, weil diese Möglichkeiten nicht aufgesetzt wirken, sondern perfekt in die Spielmechanik passen und für Spannung sorgen.

Ganz großes Plus und der eigentliche Kaufgrund für das Spiel ist der Online-Modus. Per Menü kommt ihr in den Stadtmodus und könnt mit anderen Spielern auf Monsterhatz gehen. Freundescodes benötigt ihr bei Monster Hunter Tri nicht, daher ist das System schon eine ganze Ecke zugänglicher als bei anderen Nintendo-Titeln. Habt ihr eine Gruppe gefunden, mit der ihr losziehen wollt, könnt ihr am Auftragsbrett sehen, welche Aufträge von den Kollegen angeboten werden. Oder ihr nehmt selbst einen an und hofft, dass andere Mitspieler beitreten. Die Kommunikation erfolgt hierbei über Text oder WiiSpeak, wobei man sagen muss, dass die Qualität hier ganz schön schwankt und die Einbindung keinesfalls so gut ist, wie man das von X360 und PS3 gewohnt ist.

Die Optik von Monster Hunter Tri reiht sich für Wii-Verhältnisse definitiv in der oberen Klasse ein. Die Umgebungen sind teilweise wirklich sehr fantasievoll und strahlen eine recht epische Atmosphäre aus, vor allem wenn man irgendwo an einer Klippe steht und bei sonnigem Wetter die Aussicht genießen kann. Allerdings ist es schade, dass die Welt von Monster Hunter Tri aus Arealen besteht, die durch Ladebildschirme voneinander getrennt sind. Da geht schon wieder etwas Atmosphäre flöten. Die musikalische Untermalung ist angenehm episch und passt zum Geschehen auf dem Bildschirm. Sie unterstreicht einfach schön das Leben eines Jägers.

Fazit

Felix Rick - Portraitvon Felix Rick
Wer Monster Hunter nicht kennt, wird einen etwas schweren Einstieg haben. Der Anfang ist etwas sperrig und manche Dinge sind zu sehr in Menüs verschachtelt, bis man sie endlich mal findet. Auch erfordern die Kämpfe viel Disziplin und Geduld. Wer sich aber durch die ersten Stunden durchbeißt, wird mit einem Rollenspielerlebnis belohnt, das sich nicht an die typischen Standards hält und seine ganz eigene Dynamik hat. Und die kann durchaus viel Spaß machen, vor allem im Mehrspielermodus. Die taktischen Kämpfe sorgen für viel Schweiß auf der Stirn und jede Menge Jubelrufe, wenn man sie erfolgreich überstanden hat.

Überblick

Pro

  • gute Grafik
  • anspruchsvolle und taktische Kämpfe
  • guter Online-Modus
  • motivierendes Aufrüstsystem
  • lange Spielzeit

Contra

  • Einstieg ist etwas sperrig
  • WiiSpeak funktioniert nicht so gut
  • Ladezeiten zwischen Arealen
  • Menüs etwas verschachtelt

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