Preview - Pokémon Pokopia : Angespielt: Da steckt mehr Animal Crossing drin als gedacht!
- NSw2
Keine brutalen Kämpfe, null Zwang zur Jagd nach Orden und wenn ihr der Allerbeste sein wollt, wie keiner vor euch war, dann höchstens in der Städteplanung. Mit Pokémon Pokopia gehen Nintendo und The Pokémon Company (mal wieder) neue Wege. Bei einer Anspielsitzung durfte ich mir ein erstes Bild davon machen.
In Pokémon Pokopia schlüpft ihr in die wandlungsfähige Haut eines Dittos. Die Erklärung, warum es in Menschengestalt durch die kunterbunte Welt wandelt, findet sich auch schnell: Sein ehemaliger Besitzer oder seine ehemalige Besitzerin sind unauffindbar, daher möchtet ihr ihm oder ihr auf diese Weise Tribut zollen. Nach der Erstellung des eigenen „Ditto-Menschen“ auf Basis einiger Versatzstücke geht es schon los.
Pokémon in der Postapokalypse?
Nach wenigen Minuten trefft ihr auf ein Tangoloss, das wie der allseits beliebte Professor Eich über einen akademischen Abschluss verfügt. Von ihm erntet Ditto zunächst seltsame Blicke, da es ja wie ein Mensch aussieht – und die sind alle seit geraumer Zeit wie vom Erdboden verschluckt! Dazu sucht eine seltsame Dürre das Land heim. Entweder streuen die Entwicklerinnen und Entwickler hier eine falsche Fährte oder Pokopia schickt uns tatsächlich in eine postapokalyptische Welt.
Doch es bleibt keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, schließlich gibt es einiges zu tun. Zunächst gilt es, immer neue Pokémon anzulocken. Glücklicherweise trefft ihr früh im Spiel ein Schiggy, das euch in der hohen Kunst des Wasserspuckens unterrichtet. Ditto ist nämlich in der Lage, allerhand Attacken zu imitieren und anschließend sinnvoll zu nutzen.
Eine Aqua-Knarre beispielsweise bewässert Bäume und Gräser, wodurch diese wieder zum Leben erwachen. Das versorgt euch nicht nur mit Äpfeln, die für Attacken nötige Energie wiederherstellen, ihr erschafft auf diese Weise auch neue Biome. Gefundene Hinweise erläutern beispielsweise: Drei Büsche neben einem Baum gefallen einem Sichlor als Lebensraum immens gut.
Ein Bisasam hingegen begnügt sich mit ein paar saftigen Sträuchern. Dank ihm erlernt ihr die Fähigkeit, selbige aus dem Nichts zu erschaffen. Nokchan hingegen benötigt ein kleines Homegym: Hantelbank nebst Boxsack locken die Kämpferin an; ihre Schläge lassen euch Felsen abbauen. So erklärt sich ein Teil des Gameplay-Loops von Pokémon Pokopia bereits sehr gut. Dieser Titel wird von The Pokémon Company, GAME FREAK inc. und KOEI TECMO GAMES gemeinsam entwickelt und veröffentlicht.
Schaffe, schaffe, Häusle baue
Die neuen Pokémon-Freunde und -Freundinnen versorgen euch aber nicht nur mit frischen Skills, sie verfügen auch über besondere Eigenschaften, die beim Bau von Strukturen helfen. Denn während eurer Touren durch die Welt sammelt ihr allerhand Ressourcen, aus denen ihr Dekorationen wie Laternen, aber auch Betten und anderweitige Möbel schustert. Neben der damit verbundenen erhöhten Ansehnlichkeit eures stetig wachsenden Örtchens fühlen sich die dort lebenden Taschenmonster auch wohler und helfen euch somit mehr.
Praktibalk ist wenig überraschend ein hervorragender Baumeister – dank ihm pflanzte ich mein erstes eigenes Haus in die Welt. Das bestand nur aus ein paar Blättern und Ästen und war ziemlich klein, dafür aber fein und mein. Weil solch eine Baustelle einige Minuten Zeit in Anspruch nimmt, könnt ihr euch währenddessen anderen Aufgaben und Wünschen widmen.
Als Beispiel seien da die Challenges genannt. An einem alten Computer findet ihr allerhand Aufgaben, für deren Erfüllung schnöder Mammon winkt. Ihr sammelt eine bestimmte Anzahl eines Objekts und werdet bezahlt, erfüllt die Bedürfnisse von Pokémon und der Zahltag steht an und auch nach dem Bau gewisser Gebäude oder Biome winkt ein Gehaltsscheck.
Nach einem sehr behutsamen Einstieg lässt euch Pokémon Pokopia viele Freiheiten, fordert aufgrund der Wartezeiten aber bisweilen auch eure Geduld heraus. Hier werden die Parallelen zu Animal Crossing deutlich: Nach und nach baut ihr eine eigene kleine Traumwelt auf, wartet (in Echtzeit) auf die Fertigstellung neuer Bauten und freut euch über kleinste Goodies wie den Bauplan eines passenden Schranks für euer Heim.
Pokopia GmbH & Co. KG
Auch einen ersten Blick auf den Multiplayer-Part durfte ich werfen. Letztlich fühlt sich Pokémon Pokopia zu dritt aber gar nicht so viel anders an als alleine. Ihr düst herum, sammelt Informationen über neue Biome und lockt so weitere Bewohner an, sammelt Ressourcen und feilt beständig an eurer Traumwelt.
Fraglich bleibt in diesem Zusammenhang natürlich, wie der Fortschritt gespeichert wird und welche Freiheiten ihr mit mehreren Teilnehmenden noch habt. Kann man etwa komplette Inseln von anderen Spielerinnen und Spielern in ihre Einzelteile zerlegen? Zumindest mit existierenden Bauten machten wir in unserer Preview-Session kurzen Prozess und rissen Wände, Böden und Möbel ab, die zur Weiterverarbeitung in unser Inventar wanderten. Ich will nicht lügen, alleine dieser grobe Unfug unterhielt schon richtig gut!


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