Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Test - R-Type Final : R-Type Final

  • PS2
Von  |  |  | Kommentieren

Dürfte euch schon das Freispielen aller Gleiter für Wochen beschäftigen, bietet der Titel fleißigen Spielern noch allerlei Goodies. Zudem gesellt sich zum klassischen Arcade-Modus nun der 'A.I.-Modus'. Hier wählt ihr einen Flieger aus eurem Hangar, um ihn in einem automatisch ablaufenden Duell gegen ein feindliches Flugzeug antreten zu lassen. Einzig ein paar Grundregeln lassen sich zuvor festlegen, wie beispielsweise der bevorzugte Waffeneinsatz oder die einzuhaltende Weite zum Gegner. Ist diese Grundidee angesichts des gigantischen Fuhrparks an Raumschiffen theoretisch ganz nett, krankt der Modus an den sich manchmal unendlich lange hinziehenden Schusswechseln der künstlichen Intelligenz.

Ihr werdet weinen
Auf der anderen Seite sind die selbst ablaufenden Kämpfe eine willkommene Abwechslung zu den teils unmenschlich schweren Spielabschnitten des Arcade-Modus. Um es noch einmal zu betonen: 'R-Type' forderte seit jeher selbst erfahrene Genre-Profis und auch 'Final' dürfte für das eine oder andere ruinierte Joypad sorgen. Glücklicherweise zeigte man bei Irem jedoch erstmals Erbarmen mit normalsterblichen Zockern und spendierte dem Titel einen variablen Schwierigkeitsgrad. Wer will, kann sich im 'Baby-Modus' gemütlich durch die Abschnitte ballern. Nur Masochisten stellen den Schwierigkeitsgrad auf 'Hard' oder höher. Hier werden selbst gestandene Shoot'em-Up-Veteranen heulen.

Die eine oder andere Träne dürfte jedoch auch aufgrund der teils enttäuschenden Grafik tröpfeln. 'R-Type Final' sieht zwar zu keinem Zeitpunkt wirklich schlecht aus, jedoch unterliegt die Qualität der Optik starken Schwankungen. Während manche Abschnitte mit tollen Lichteffekten, vielen Details und einem ästhetischen Design verwöhnen, durchfliegt ihr immer wieder Levels, welche scheinbar von einem Aushilfsgrafiker konzipiert wurden. Einzig die Bosskämpfe sind konstante Hingucker und fallen einmal mehr durch das ungewöhnlich-organische 'R-Type'-Flair auf. Kenner des ersten Super Nintendo-'R-Types' sollten zudem die Einbrüche der Framerate bekannt sein.

Es tönt deutsch
Fast ausnahmslos überzeugt dagegen der akustische Bereich: Die Soundeffekte sind angenehm abwechslungsreich und passen fast immer zur jeweiligen Situation, der Soundtrack von 'R-Type Final' ist schlicht umwerfend. Viele klassisch angehaute Musikstücke sorgen für einen epischen Hintergrund. Abschließend noch ein kurzes Wort zur deutschen Anpassung: Das Spiel verfügt sowohl über englische Texte als auch über komplett deutsche Textvarianten. Letztere sind jedoch desaströs ausgefallen. Angesichts der Minimalgeschichte von 'R-Type Final' sollte man jedoch auch mit den englischen Texten zurechtkommen. Besser gefällt da schon der 60 Hz-Modus, der es ermöglicht, das Shooter-Spektakel in Originalgeschwindigkeit zu spielen – das entsprechende TV-Gerät vorausgesetzt.

 

Fazit

von Sven Mittag
Hier regiert mehr Masse statt Klasse! Genre-Fans werden zwar sicherlich ihre Freude am Finale der 'R-Type'-Serie haben und dank des immer noch fordernden, nun jedoch einstellbaren Schwierigkeitsgrades mögen auch Genre-Neulinge auf den Geschmack kommen, so ganz konnte mich 'R-Type Final' jedoch nicht begeistern. Während manche Abschnitte vor Ideen strotzen und auch grafisch zufrieden stellen, finden sich immer wieder Sequenzen, bei denen man sich fragt, was die Entwickler von Irem geritten haben mag. Halbminütige Abschnitte ohne Gegner, Bosskämpfe, die schlicht unfair sind, und Levels, die grafisch im Vergleich stark abfallen – so etwas sollte nicht sein. Dafür bietet der Serienabschluss jedoch einen Umfang, wie man ihn sonst nirgends im Genre findet. Wer nach einem Shoot'em-Up aus ist, das auch nach Monaten noch motiviert, und wer über schwächere Abschnitte hinwegsehen kann, greift auf jeden Fall zu.

Überblick

Pro

  • gewohnt durchdachtes Gameplay
  • exakte, direkte Steuerung
  • wunderschöner Soundtrack
  • extrem umfangreich
  • variabler Schwierigkeitsgrad

Contra

  • schwankende Qualität bei den Levelabschnitten
  • gelegentliche Slowdowns
  • grafisch zuweilen bestenfalls Durchschnitt

Kommentarezum Artikel