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Test - Resident Evil 7+8 Gold Edition : Test: Zwei starke Horrortrips für Switch 2

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Resident Evil wird 30 und ihr bekommt die Geschenke! Vorausgesetzt, ihr kauft sie euch selbst. Pünktlich zum Jubiläum sorgt nicht nur der neue Serienteil Resident Evil Requiem für Aufmerksamkeit. Auch die beiden Vorgänger feiern ein Comeback. Mit den Gold Editions von Resident Evil 7: Biohazard und Resident Evil 8: Village kehren zwei moderne Klassiker zurück, diesmal als frische Ports für Nintendo Switch 2.

Der Release von Teil 7 im Jahr 2017 war für viele Resi-Fans ein regelrechtes Fest. Mit Resident Evil 5 und 6 hatte sich die Reihe zuvor weit von ihren subtilen Horror-Wurzeln entfernt und stattdessen auf explosive Action und Felsbrocken-Weitwurf gesetzt. Spätestens nach dem sechsten Ableger wirkte die Serie ungefähr so lebendig wie ein T-Virus-Zombie nach einem präzisen Kopfschuss.

Doch wie bei Untoten üblich gilt auch hier: Nur weil etwas am Boden liegt und blutet, muss es noch lange nicht vorbei sein. Mit Biohazard besann sich Capcom wieder stärker auf echte Gruselatmosphäre und verpasste der Marke damit einen dringend benötigten Neustart. Gleichzeitig nutzte das Studio die Gelegenheit, das inzwischen etwas angestaubte Gameplay zu modernisieren.

Mit Ethan Winters betrat zudem ein komplett neuer Protagonist die Bühne. Im Gegensatz zu vielen früheren Figuren bringt er weder militärische Erfahrung noch einen Polizeihintergrund mit und Felsen mit bloßen Händen zertrümmern gehört ebenfalls nicht zu seinem Repertoire.

Für Ethans Abenteuer wechselte die Serie außerdem in die Ego-Perspektive. Das Resulta ist ein deutlich intensiveres und persönlicheres Horror-Erlebnis und die (Wieder-)Geburt des Survival-Horror-Opas.

Die Kälte, sie ist nun ein Teil von Mia

Die komplette Ethan-Winters-Dilogie könnt ihr nun also auch auf der Nintendo Switch 2 erleben. Alles beginnt mit einer Nachricht von Ethans Ehefrau Mia, die seit Jahren als verschollen gilt und eigentlich längst für tot gehalten wurde. In der Videobotschaft wirkt sie allerdings erstaunlich lebendig und bittet Ethan darum, sie zu retten. Also macht er sich auf den Weg in die Sümpfe tief im Süden der USA, zu einer abgelegenen Holzhütte mitten im Wald.

Über den Besuch freut sich die dort lebende Familie Baker allerdings überhaupt nicht. Schon bald kämpft und rätselt sich Ethan durch das heruntergekommene Anwesen, immer auf der Suche nach seiner Frau und einem Weg nach draußen und auf der Flucht vor der kannibalistisch veranlagten Familie.

Dass Ethan und Mia in Resident Evil 8: Village später weit entfernt von den Sümpfen in einem gemütlichen Haus leben und sogar eine Tochter namens Rose haben, verrät über das Ende von Teil 7 übrigens weniger, als man zunächst denken könnte. Wirklich lange hält dieses Familienglück ohnehin nicht an. Gleich zu Beginn stürmt ein Sonderkommando das Haus, Mia wird erschossen und Rose entführt.

Auf der Suche nach seiner Tochter landet Ethan schließlich in einem abgelegenen, verschneiten Dorf. Dort stößt er auf Geheimnisse über sich und seine Familie, die vielleicht besser verborgen geblieben wären.

Sogar scharf genug für Heisenberg

Doch wie gut funktioniert der Horrortrip technisch auf der Switch 2? Die kurze Antwort: erstaunlich gut zumindest so weit es das Ausgangsmaterial zulässt.

Beide Titel laufen größtenteils mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Nur in besonders aufwendigen Momenten gerät die Hardware kurz ins Schwitzen, was allerdings kaum auffällt. Village fordert die Konsole mit seinen größeren Außenarealen etwas stärker als die vergleichsweise engen Räume im Baker-Anwesen.

Interessanterweise profitiert die Optik in manchen Situationen sogar vom Umzug auf die neue Hardware. Zwar fallen vor allem in Biohazard hier und da unscharfe Texturen auf, die gab es allerdings schon im Original. Der kleinere Bildschirm sorgt durch die höhere Pixeldichte trotzdem für ein insgesamt schärfer wirkendes Bild. Dieser Vorteil verschwindet allerdings wieder, sobald ihr im stationären Modus spielt.

Etwas schade ist nur, dass der Maus-Modus der Switch 2 nicht unterstützt wird. Gerade bei zwei Spielen, die ohnehin auf dem PC erschienen sind, hätte sich diese Option durchaus angeboten.

Dafür gibt es reichlich Bonusmaterial. Wenn Capcom schon den Aufwand betreibt, zwei bekannte Horror-Abenteuer auf eine neue Konsole zu bringen, dann gleich richtig: Beide Versionen erscheinen als Gold Editions mit sämtlichen Story-DLCs, zusätzlichen Söldner-Modi, dem Third-Person-Modus sowie dem separaten Online-Spiel Resident Evil Re:Verse.

Der Gruselfaktor leidet vielleicht ein wenig, wenn ihr in der U-Bahn sitzt, während Ethan Winters vor Werwölfen davonläuft. Wen das nicht stört, bekommt mit den Gold Editions auf der Switch 2 zwei hervorragend erzählte Horror-Abenteuer im Resident-Evil-Universum.

Greift zu, wenn...

ihr die Story um Ethan und seine Familie noch nicht kennt oder sie unterwegs erneut erleben wollt.

Spart es euch, wenn...

ihr eher den Action-Anteil in Resi bevorzugt.

Fazit

Sebastian Ruppert - Portraitvon Sebastian Ruppert
Zwei moderne Resi-Klassiker für die Hosentasche

Die Rückkehr von Ethan Winters auf der Switch 2 funktioniert überraschend gut. Technisch liefern beide Ports eine solide Performance mit meist stabilen 60 Bildern pro Sekunde und profitieren im Handheld-Modus sogar ein wenig vom kleineren Bildschirm. Dass hier und da alte Texturschwächen sichtbar werden, liegt eher am Ausgangsmaterial als an der neuen Hardware.

Inhaltlich bekommt ihr mit den Gold Editions ohnehin zwei der stärksten modernen Resident-Evil-Abenteuer. Biohazard bringt die Serie zurück zu klaustrophobischem Horror und unangenehmen Familienbesuchen, während Village den Grusel mit etwas mehr Action und größerem Schauplatz erweitert. Dazu gibt es sämtliche DLCs, Zusatzmodi und Bonusinhalte gleich mitgeliefert.

>>Auf den Schrecken erstmal durchatmen: Die 10 besten Cozy RPGs<<

Wer die Ethan-Winters-Dilogie noch nicht erlebt hat oder die beiden Spiele gern unterwegs spielen möchte, bekommt auf Switch 2 zwei hervorragende Horrortrips mit ordentlich Umfang. Kurz gesagt: Ein gelungenes Jubiläums-Geschenk für Resident-Evil-Fans und solche, die es jetzt werden wollen (und sollten).

Überblick

Pro

  • Atmosphärischer Survival Horror mit starkem Story-Fokus
  • Flüssige Performance mit meist 60 fps
  • Komplettes Paket mit allen DLCs
  • Vor allem im Handheld-Modus noch echt hübsch

Contra

  • Die Grafik-Schwächen des Originals bleiben
  • Kein Maus-Modus

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