News - Roblox : Louisiana verklagt Roblox
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Der US-Bundesstaat Louisiana reicht eine Klage gegen Roblox ein – die Plattform soll nicht genügend Jugendschutz bieten und somit sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen erleichtern.
In einem beispiellosen Schritt hat die Generalstaatsanwältin von Louisiana, Liz Murrill, am 14. August 2025 eine Klage gegen die beliebte Gaming-Plattform Roblox eingereicht. Die Anklage wirft dem Unternehmen vor, durch mangelhafte Sicherheitssysteme ein Umfeld zu schaffen, in dem sich sexuelle Straftäter ungehindert bewegen und Minderjährige Opfer werden können.
Laut Klageschrift unterlässt Roblox grundlegende Schutzmaßnahmen wie verlässliche Altersverifikation oder elterliche Zustimmung bei der Registrierung – eine Nachlässigkeit, die gezielt ausgenutzt werden könne, um sich als Kind auszugeben und Minderjährige anzusprechen. Murrill betont: „Roblox ist überfüllt mit schädlichen Inhalten und Kinderschändern, weil das Unternehmen Wachstum und Umsatz über den Schutz von Kindern stellt“.
Die Klage bezieht sich unter anderem auf schockierende Beispiele wie „Escape to Epstein Island“ oder „Public Bathroom Simulator Vibe“ – Inhalte, die laut Anklage sexuelle Handlungssimulationen beinhalten und klar gegen Jugendschutz verstoßen. Zudem wird darauf verwiesen, dass ein Verdächtiger in Louisiana Roblox nutzte – unter Einsatz einer Stimmverzerrer-Technologie, um sich als Mädchen auszugeben und so Minderjährige anzulocken.
Roblox widerspricht den Vorwürfen vehement: Man habe zahlreiche Sicherungsmaßnahmen umgesetzt, von KI-gestützter Erkennung bis hin zu menschlicher Moderation und Beschränkungen beim Teilen persönlicher Daten. Dennoch hält Murrill dagegen, diese seien unzureichend und teilweise erst zu spät eingeführt worden – das eigentliche Risiko für Kinder bleibt bestehen.
Die Klage fordert nicht nur Schadenersatz, sondern auch eine gerichtliche Untersagung von Roblox’ bisheriger Praxis, ausreichenden Schutz zu behaupten, sowie eine gerichtliche Verfügung unter dem Louisiana Unfair Trade Practices Act.
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Roblox reagierte auf die öffentliche Debatte zudem im Kontext der sogenannten „Schlep-Kontroverse“: Ein YouTuber, der offenbar sexuelle Täter auf der Plattform aufdeckte, wurde von Roblox gesperrt – was weitere Kritik aufbrachte und auch in Staatsanwaltschaft und Politik Aufmerksamkeit erregte.
Mit dieser Klage setzt Louisiana ein starkes Signal: Eltern sollen über mögliche Gefahren informiert werden – und Roblox steht vor der Frage, ob die Plattform für seine jüngsten Nutzer sicher genug ist.

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