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Test - Sony Inzone H9 II : Test: Erstklassiges und sauteures Headset für PC und PS5

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Knapp 300 Euro rief Sony für die erste Version des H9-Headsets auf. Ein stolzer Preis, bei dem eigentlich nicht weniger als absolute Hochklasse geliefert werden darf. Klanglich gab es wenig zu bemängeln, doch das Mikrofon und allgemeine Wertigkeitsgefühl entsprachen dem Preisschild nicht. Schafft die Neuauflage es, diese Fehler auszubügeln?

Bei der Konnektivität lässt sich Sony nicht lumpen: Der mitgelieferte Dongle erlaubt kabellose Verbindungen mit PC, PlayStation 5 und sogar der Nintendo Switch 2 und haufenweise weiteren mobilen Geräten wie beispielsweise dem Steam Deck oder Smartphones. USB-C macht es möglich und über einen Schieberegler wechselt ihr zwischen PC-Modus und anderen Systemen. Um die 25 Stunden hält das Headset mit einer Ladung durch.

Eine willkommene Ergänzung stell BlueTooth 5.3 dar, mit dem stabile Verbindungen möglich sind, die nahezu keine Latenz aufweisen – für maximale Performance empfehle ich dennoch den Wireless-Dongle. Auch eine kabelgebundene Verbindung über das mitgelieferte 3,5mm-Aux-Kabel ist möglich, wodurch das Inzone H9 II auch an der Xbox Series X/S läuft. Neben dem Headset, dem Funkdongle, einem Aux-Kabel sowie einem USB-C-Ladekabel findet sich auch eine schicke Tragetasche im Lieferumfang.

Optische Frischzellenkur

Optisch bleibt das Inzone H9 II der Designlinie des Vorgängers zumindest in ein paar Punkten treu. Die runden Ohrmuscheln lassen keine Zweifel an der Zugehörigkeit zur Produktlinie aufkommen, allerdings hat sich beim Kopfbügel einiges getan. Er teilt sich nun in zwei Parts auf, ein Kunststoffstreifen sitzt nun auf eurem Schädel. Der Außenbügel hingegen ist für die Größenanpassung zuständig.

Mit etwa 260 Gramm fällt das Gewicht nicht übermäßig hoch aus, durch die neue Konstruktion sitzt das Headset sehr angenehm auf dem Kopf. Auch über mehrere Stunden begeisterte der Tragekomfort, was nicht zuletzt an den überarbeiteten Ohrpolstern liegt: Kunstleder weicht einem Stoffbezug, der deutlich weniger Schweißentwicklung erlaubt.

Natürlich gibt es direkt am Headset einige Tasten und Regler. Über ein Rad reguliert ihr die Lautstärke, eine Taste schaltet das Mikrofon stumm und auch das Active Noise Cancelling deaktiviert oder aktiviert ihr via Knopf. Insgesamt fühlt sich das Inzone H9 II sehr wertig an, für die Oberklasse finden sich aber doch noch ein paar zu viele Plastikteile – dennoch ein riesiger Sprung.

Ausgewogener Sound für jede Situation

In der Werkseinstellung lässt das Inzone H9 II nur wenig am Klangbild zu meckern übrig. Höhen, Mitten und Tiefen dringen ausgewogen aus den 30mm-Treibern, was sich in klaren Dialoge und Effekten, vor allem aber im allgemeinen Raumklang niederschlägt. Selbst in anspruchsvollen Online-Shootern nehmt ihr deutlich war, woher Schüsse oder Schritte kommen.

Lediglich der Bass könnte für manche Spielerinnen und Spieler etwas dünn ausfallen. Explosionen scheppern nicht so extrem wie bei anderen Geräten, das dürfte aber eine bewusste Entscheidung sein, die sich über die Smartphone- oder PC-App via Equalizer an die eigenen Präferenzen anpassen lässt. Denn bei der Musikwiedergabe zeigt das Inzone H9 II durchaus, dass es anständige Tieftöne wiedergeben kann. Hier reguliert ihr auch die Aggressivität des ANC und weitere Parameter.

Einer der größten Kritikpunkte am Vorgänger war die Qualität des Mikrofons und hier ist definitiv Besserung zu vermelden – allerdings klingen Stimmen noch immer etwas dumpf, Raum zur Verbesserung besteht weiterhin. Praktischerweise lässt sich das Mikrofon flexibel ausrichten und auch abnehmen. Die Geräuschunterdrückung filtert beispielsweise klackernde Tastaturen sauber heraus, sie bleiben je nach Lautstärke nur minimal hörbar.

Das Active Noise Cancelling (ANC) ist Sony-typisch sehr stark. Selbst unter Volllast kreischende PC-Lüfter filtert das Headset dank der verbauten Mikrofon konsequent aus. Ganz die Klasse von regulären Sony-Kopfhörern erreicht das Headset zwar nicht, aber im Angesicht des Einsatzzweckes ist das definitiv verzeihbar.

Was hingegen seltsam anmutet: Sowohl die allgemeine Audioqualität als insbesondere das Mikrofon klingen an der PlayStation 5 hörbar schlechter. Eure Stimme wird auf Sonys eigener Konsole etwas blechern übertragen, was bei einem Headset des gleichen Herstellers nicht passieren sollte.

Greift zu, wenn...

… ihr ein gutes Allround-Headset sucht, das ihr vornehmlich am PC nutzt und Mikrofonqualität nicht eure höchste Priorität ist.

Spart es euch, wenn...

… ihr nicht im Premium-Segment wildert und vor allem an der Konsole zockt.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Sehr starkes Premium-Headset, dem das letzten Fünkchen Genialität fehlt

Sony hat sichtlich aus den Fehlern des Vorgängers gelernt und liefert mit dem Inzone H9 II ein insgesamt gelungenes Headset ab. Der Sound kommt sowohl bei Musikwiedergabe als auch im Spielebetrieb angenehm ausgewogen abgemischt aus den Treibern, auch wenn der Bass manch einem etwas zu lasch ausfallen dürfte – aber hier hilft ja der Equalizer. ANC und Dual-Verbindung via 2,4Ghz und BlueTooth erlauben vielfältige Einsatzzwecke.

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Auch die allgemeine Qualität des Geräts wurde verbessert. Die Haptik fühlt sich deutlich mehr nach 300 Euro an als noch beim Vorgänger, dank des neuen Kopfbügels und der Stoff-Ohrmuscheln trägt sich das Inzone H9 II noch einmal angenehmer. Allerdings erklärt sich mir nicht, warum das ohnehin nur mittelmäßige Mikrofon an der PlayStation 5 noch einmal dünner klingt – bei einem Sony-Gerät irgendwie sinnlos. Der Preis fällt für das Gebotene insgesamt noch etwas hoch aus.

Überblick

Pro

  • ausgewogener, starker Klang
  • Raumklang lässt Richtungen deutlich wahrnehmen
  • gutes Active Noise Cancelling
  • mächtige App auf Smartphones und PC
  • insgesamt sehr saubere Verarbeitung
  • stabile Akkulaufzeit

Contra

  • Bässe in Spielen im Standard-Setting für manch einen zu schwach
  • Mikrofon nur Mittelmaß, an der PS5 noch schlechter
  • etwas zu teuer

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