Preview - SoulCalibur VI : The Witcher im Prügelparadies

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Hübsche Überraschung: Nach Yoda und Darth Vader wird jetzt eine alternative Geschichte von Geralt weitererzählt - gesprochen vom Originalhexer und geschrieben von CD Projekt RED. Auch ansonsten ist ordentlich was los in diesem absurd effektgetriebenen CGI-Prügler, in dem sich Samurais, Piratenkapitäne und Degenfechtmeister ordentlich eine reintrümmern.

SoulCalibur 6 ist schnell und eingängig, ein Spiel für den perfekten Kick nach Feierabend. Eine Effektorgie, völlig übertrieben und ein Prügler, der sich auf seine Wurzeln besinnt. Geboren in den Spielhallen Japans, ist es der Gegenentwurf zum extrem Skill-lastigen Tekken. Die Moves, die Würfe, die Spezialattacken, die Ultimates - das geht alles erstaunlich leicht von der Hand.

Es hat einen schönen Flow, der jedem Match das gewisse Etwas verleiht. Ein bisschen Geschick und das richtige Gefühl für Timing, gerade bei den Blocks oder um Spezialattacken durchzuziehen, sind wichtig. SoulCalibur basiert rein mechanisch auf einem Stufensystem und ist sehr auf Timing fokussiert, weniger auf komplexe Tastenkombinationen.

Mehr Timing, weniger Kombos ins Hirn trimmern

Bei Tekken geht es stark darum, sich Kombos ins Hirn zu pressen. Komplexe Button-Kombinationen, die Finger müssen automatisch an den richtigen Ort wandern und zum richtigen Zeitpunkt drücken. Es gibt viele Buttons, viele Kombos, gerade auch viele Kettenkombos, die in einem Augenblick ausgespielt werden. SoulCalibur hat eine andere Philosophie: Es gibt immer den Opener, den eröffnenden Spezialangriff. Ivy etwa lässt die Peitsche knallen und haut sie ihrem Gegenspieler links und rechts gegen die Löffel. Das füllt eine Energieleiste für extrem effektgeladene Moves, die in ein buntes Potpourri aus Blitzen, Farbschweifen und Energieentladungen münden, die auch Bayonetta-Fans glücklich machen dürften. Sie schleudert ihre Gegner in die Luft, packt sie im freien Fall mit der Peitsche, donnert sie auf den Boden.

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Wohlgemerkt: Der Gegner hat viele Gelegenheiten zu blocken, auch während des Fluges, kurz vor Auftreffen und wenn er wieder steht. Diese Komboketten lassen sich mit dem richtigen Timing gut aufbrechen. Ist Ivy erfolgreich, verbandeln sich ihre Beine mit der Peitsche und ergeben eine Art Bohrhammer, der einmal durchs Opfer durchgeht - absurd effektvoll, aber völlig unblutig. SoulCalibur ist ein Prügelspaß für jedermann. Die Action läuft ziemlich flüssig auf dem 4K-Fernseher, in der Preview-Fassung gab es aber ein paar vereinzelte Slowdowns. Mal schauen, ob das bis zum Release noch gefixt wird.

Nicht verzagen, Xianghua fragen: Angriffe in Konter verwandeln

Was uns imponiert: Angriffe lassen sich sehr schnell in Konter verwandeln, denn je heftiger der Angriff, desto schneller füllt sich die eigene Energieleiste, wenn man erfolgreich blockt. So bringt Xianghua Ivy schnell mal aus dem Konzept, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt ihre zwei Schwerter kreuzt und ihrerseits zur Attacke ansetzt. Das funktioniert sehr gut, denn wer sich für eine Spezialattacke entscheidet, der kann nicht gleichzeitig blocken. Ein schnittiges Risk-Reward-System: Der Feind lässt sich ruckzuck aus seinem Angriffsrythmus werfen, wenn man nur den Block setzt.

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