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News - Tencent : Widerstand gegen Einstufung als Militärunternehmen

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    Die drohenden Handelskonflikte zwischen der USA und China werfen auch bei Spielunternehmen ihre Schatten. Tencent wehrt sich nun gegen die Einstufung des US-Verteidigungsministeriums.

    Dass die USA mit wachem Auge auf China blicken, ist nichts neues. Immerhin droht bereits so einigen chinesischen Unternehmen Ungemach, wie beispielsweise Tiktok, dass in den USA möglicherweise gesperrt werden könnte, sofern der US-Ableger nicht den derzeit noch chinesischen Besitzer wechselt.

    Auch Tencent musste vor wenigen Tagen eine bittere Pille schlucken, wurde der Multimedia-Konzern doch seiten des US-Verteidigungsministeriums als Militärunternehmen bewertet und in die CMC-Liste aufgenommen. Das hat direkt noch keine Auswirkungen, könnte aber bei einem Anwachsen des Handelskonflikts zu massiven Beeinträchtigungen von Tencent auf dem US-Markkt führen. Immerhin verfügt Tencent über eine Vielzahl von Beteiligungen an diversen Spieleentwicklern und Publishern wie Riot Games, Funcom, Ubisoft oder Digital Extremes.

    Tencent hatte diese Einstufung bereits als "Missverständnis" bezeichnet, aber nun auch klargestellt, dass das Unternehmen etwaige Beeinträchtigungen nicht kampflos hinnehmen wolle. In einem öffentlichen Statement heißt es: "Da das Unternehmen weder ein chinesisches Militärunternehmen noch ein militärisch-ziviler Beitrag zur chinesischen Verteidigungsindustrie ist, ist es der Ansicht, dass seine Aufnahme in die CMC-Liste ein Fehler ist."

    Und weiter: "Das Unternehmen beabsichtigt, ein Überprüfungsverfahren einzuleiten, um diesen Fehler zu korrigieren. Während des Verfahrens wird es Gespräche mit dem US-Verteidigungsministerium führen, um etwaige Missverständnisse auszuräumen, und erforderlichenfalls rechtliche Schritte einleiten, um das Unternehmen von der CMC-Liste zu streichen".

    Die Chancen stehen für Tencent gar nicht so schlecht. Zwar sind bereits einige chinesische Unternehmen auf der CMC-Liste gelandet, wie beispielsweise der Drohnenhersteller DJI, andere Unternehmen, wie der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi, wurden hinzugefügt und wieder entfernt.

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