News - The Witcher (Netflix) : Die vierte Staffel landet auf einem Serien-Tiefpunkt
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Die Fantasy-Serie The Witcher setzt ihre Reise auf Netflix mit der vierten Staffel fort – doch statt eines glänzenden Kapitels präsentiert sich der Neustart als Rutschbahn. Die Kritiken fallen deutlich schlechter aus als bei den Vorgängern, die Zuschauer springen ab, und viele fragen sich, was eigentlich schiefgelaufen ist.
Was einst als vielversprechende Serie begann, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Überzeugte die erste Staffel noch mit relativ enger Bindung an die Bücher (mal abgesehen von der weitgehend frei erfundenen Yennefer-Storyline) und einem starken Geralt, ging schon bei der zweiten Staffel das Stirnrunzeln los, was die Showrunner da eigentlich vorhaben. Und nun ist die Serie nach einer ohnehin schon schwachen dritten Staffel an ihrem Tiefpunkt angelangt.
Zum Vergleich: Staffel 1 erreichte bei Rottentomatoes eine Bewertung von rund 88 Prozent bei den Zuschauern, Staffel 2 etwa 54 Prozent, Staffel 3 rund 20 Prozent und Staffel 4 liegt derzeit bei etwa 21 Prozent. Auch die Zuschauerzahlen sind massiv eingebrochen. Staffel 4 verzeichnete in den ersten vier Tagen lediglich etwa 7,4 Mio. Views, also mehr als 50 % Rückgang im Vergleich zur Staffel 3.
Mehrere Faktoren tragen offenbar zu diesem Bruch bei. Zunächst sorgt der Wechsel des Hauptdarstellers für Geralt von Rivia, von Henry Cavill zu Liam Hemsworth, für Unruhe im Fanlager und beim allgemeinen Publikum. Zwar wird Hemsworth von einigen Kritikern durchaus positiv bewertet, weil er sich immerhin bemühe, doch dass allein die Schauspielwahl das Problem ist, wird von vielen ausgeschlossen. Vielmehr werden Drehbuch, Erzählstruktur und Tonalität als Hauptursachen genannt.
Die Handlung wirkt überfrachtet, Episoden hangeln sich ohne klare Spannungskurve von einem Großevent zum nächsten. Die Monsterjagd und das kantige Feeling, mit denen die Serie einst überzeugte, treten hinter Machtkämpfen, Kriegsplänen und politischen Ränkespielen zurück. Dafür wird oft ein Verlust der Identität der Serie bemängelt.
Weiterhin kritisiert wird die Entfernung vom ursprünglichen Erzählerstoff und die divergierende Adaption der Vorlage. Fans sehen in Staffel 4 einen noch stärkeren Bruch zu den Büchern von Andrzej Sapkowski und dem Ton der früheren Staffeln. Zudem wirken Charaktere und Nebenhandlungen für viele überflüssig oder schlecht eingebunden. Auch die Wahrnehmung, dass das Budget oder die Inszenierung nachgelassen haben könnte, wird diskutiert: Zuschauer berichten über schwächere Choreografie, inkonsistente Kulissen und Dialoge, die nicht mehr glaubwürdig wirken.
Auch Netflix scheint bereits den Glauben an die Serie verloren zu haben. Die fünfte und letzte Staffel wurde bereits abgedreht und soll bereits in spätestens einem Jahr ausgestrahlt werden. Das wirkt, als wolle man die Großbaustelle The Witcher möglichst schnell abhaken und lässt für die Qualität der kommenden Staffel wenig erwarten. Schade, denn der Serienauftakt damals hatte einiges an Potenzial, aber Showrunner Lauren Hissrich und ihr Team haben die Sache offenbar so richtig an die Wand gefahren. Ich für meinen Teil habe nicht mal S04E01 komplett durchgehalten ...

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