Preview - Tropico 7 : So macht das Leben als Diktator noch mehr Laune!
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Weltpremiere in Köln: Kalypso Media und Gaming Minds Studios enthüllten Tropico 7 und lieferten erste Einblicke in die Neuerungen der Aufbau-Reihe. Damit "El Presidente" künftig noch länger im Amt bleiben kann, bietet man die umfangreichsten Politik-Optionen der Seriengeschichte an.
Das erste Tropico erschien bereits 2001 und stammte aus der Feder des US-amerikanischen Studios PopTop Software. Damals gerne als Anarcho-Anno oder Diktatoren-Simulation bezeichnet, mauserte sich das Aufbauspiel über die Jahre zu einer festen Größe im Genre. Auf der Gamescom 2025 stellte Kalypso Media den inzwischen siebten Serienteil vor. Dieser soll 2026 erscheinen und wird vom in Gütersloh ansässigen Entwickler Gaming Minds Studios gemacht.
Auch rund ein Vierteljahrhundert nach dem Erscheinen des ersten Tropico-Spiels bleibt die Prämisse unverändert: Als Oberhaupt eines Inselstaats kontrolliert ihr dessen Geschicke, kümmert euch um das Wohlergehen der Untergebenen und vor allem darum, dass ihr als "El Presidente" an der Macht bleibt. Im Spielverlauf arbeitet ihr euch weiterhin durch vier Epochen, unterbrochen von Krisen und Kriegen. Dazwischen ist Tropico 7 ein Citybuilder, für den Gaming Minds Studios allerdings massiv an den Politik-Optionen schraubt – man möchte dem Spiel mehr Tiefe und Möglichkeiten als je zuvor verleihen.
Kurven, Müll und Terraforming
Die Gamescom-Präsentation startete mit einem Schwenk über die Karte. Was beim Blick auf die Städte sofort auffiel: Die Straßen verlaufen nicht mehr nur gerade, sondern erstmals in Kurven. Wer nun befürchtet, dass dadurch Platz auf den Inseln verschwendet wird, kann sich gleich wieder beruhigen: Gebäude lassen sich entweder passend drehen oder automatisch an die Wege "anklipsen".
Für das Endgame integriert Gaming Minds Studios zudem Terraforming. Mithilfe eines einfachen Tools hebt und senkt ihr den Erdboden. In der Präsentation wurde so aus einem Küstenbereich kurzerhand ein Strand. Diese Funktion ist allerdings sehr kostspielig und soll in erster Linie dazu dienen, für große Gebäude wie etwa den Flughafen Platz zu schaffen. Wer aber möchte und das notwendige Kleingeld auf seinem Schweizer Bankkonto hat, darf natürlich auch die komplette Karte planieren.
Neue Funktionen beim Städtemanagement beinhalten unter anderem den öffentlichen Nahverkehr. Hier baut ihr etwa Bus- oder U-Bahn-Linien oder lasst selbstfahrende Taxis durch die Straßen flitzen. Sogar um die örtliche Müllabfuhr müsst ihr euch kümmern. Allerdings wird das Spiel keine Verkehrssimulation: Das Platzieren von Ampeln oder Straßenschildern wird nicht möglich sein.
Die Wünsche der Tropicaner
Aber bevor derart große Aufgaben anstehen, müsst ihr eure Städte erst einmal hochziehen. Ähnlich wie die Vorgänger bietet auch Tropico 7 neben einem Sandbox-Modus eine Karriere. In dieser meistert ihr vorgegebene Aufgaben und treibt so die Geschichte voran. Die Befürchtung, dass diese Kampagne nur ein besseres Tutorial sein wird, weist Creative Director Daniel Dumont im Gespräch entschieden zurück und erklärt, dass hier auch eine spannende Story erzählt wird. Wir sind gespannt.
Natürlich geht es auch in Tropico 7 darum, die Bedürfnisse der Tropicaner zu befriedigen, damit diese euch schlussendlich wiederwählen. Das Spiel simuliert diesmal jeden einzelnen Bewohner vollumfänglich und bestimmt dabei etwa Beruf, Wohnort und Arbeit, aber auch die politische Gesinnung. Dazu besitzt das Volk natürlich Bedürfnisparameter für Spaß, Religion oder auch Shopping.
Hier beginnt der Spaß beim Aufbauspiel. Natürlich könnt ihr probieren, diese Wünsche auf "natürliche" Art und Weise zu befriedigen. Möchte also ein Teil eurer Untergebenen mehr Religion, baut einfach eine Kirche in ihrer Nähe. Alternativ manipuliert ihr die Menschen, etwa indem der örtliche Fernsehsender oder die Tageszeitung mit Propagandaaufträgen versehen wird.
Neue Politikfunktionen
Tropico war schon immer mehr als nur ein Aufbauspiel. Die Politik übernimmt hier nämlich eine tragende Rolle. Im Spiel gibt es daher sechs globale Interessensgruppen, beispielsweise die Intellektuellen, die Kapitalisten oder auch die Kommunisten. Für die Wiederwahl gilt es, Stimmen aus allen Lagern zusammenzutragen – oder die Wahl illegal zu beeinflussen. Beispielsweise bestecht ihr Bürger, lasst unliebsame Oppositionelle entführen oder sogar ganz aus dem Weg räumen. Derartige Eingriffe lösen für den Moment das Problem, stellen euch im Nachgang jedoch vor neue Herausforderungen.
Für die eigene Politik gibt das Spiel zunächst neun vorgefertigte Modelle wie etwa Kommunismus, Liberalismus, Militärdiktatur oder Sozialismus vor. Durch Erlasse wiederum passt ihr die gewählte Verfassung an die aktuellen Gegebenheiten an und könnt so euren Stil durchziehen. Um diesen wiederum besser an die Bürger zu verkaufen, dürft ihr ebenfalls auf gezielte Propaganda setzen. Es gibt also eine Vielzahl an Möglichkeiten, um sowohl die eigene Politik als auch die virtuellen Menschen zu prägen.


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