News - Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 : Gefloppt – Paradox Interactive schreibt 37 Millionen Dollar ab
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Der neueste Serienteil aus dem Universum der World of Darkness ist erst wenige Wochen auf dem Markt und für den Publisher Paradox Interactive fällt die Bilanz ernüchternd aus. Die Verkaufszahlen von Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 liegen weit unter den Erwartungen, weshalb Paradox eine massiven Abschreibung auf die Produktionskosten angekündigt hat. Rund 55 Millionen SEK (umgerechnet etwa 37 Millionen US-Dollar) werden aus den Büchern gestrichen.
Fans hatten auf eine Wiederbelebung des Kultstatus des Originals gehofft, auf düstere Vampir-Atmosphäre, komplexe Geschichten und tiefgründige Rollenspielmechaniken. Doch bereits bei Tests und in der frühen Spielerschaft zeigte sich, dass der Titel diesen hohen Ansprüchen kaum gerecht wird. Kritik kommt hauptsächlich wegen technischer Mängel, holprigem Kampfsystem und einem Umfang, der vielen zu schlank wirkt. Immer wieder hört man, dass zentrale Elemente fehlen, die ein modernes RPG heutzutage bieten sollte. Die holprige Entwicklung mit Studiowechseln und viel Chaos hat sicherlich auch nicht dazu beigetragen, die Qualität zu verbessern.
Warum der Flop aus Sicht von Paradox auch ein Fehler der strategischen Einschätzung war, macht der Publisher in seiner Stellungnahme deutlich: Man räumt ein, dass das Projekt außerhalb des gewohnten Fokus lag und man die mögliche Nachfrage stark überschätzt hatte. Die Entscheidung für die Marke war ambitioniert, scheint aber schlicht innerhalb eines schwierigen Marktes und mit falschen Erwartungen getroffen worden zu sein.
Auch Entwickler The Chinese Room hat sich zu der Entwicklung des Spiels geäußert und dabei erwähnt, dass das Studio völlig unvorbereitet an das Sequel gesetzt wurde und sogar Paradox davon überzeugen wollte, das Spiel nicht Bloodlines 2 zu nennen.
Laut Analyse von Marktbeobachtern soll Bloodlines 2 auf Steam rund 121.500 Exemplare verkauft haben. Das ergibt rund 4 Mio. US-Dollar Nettoeinnahmen über diese Plattform. Andere, optimistischere Schätzungen (etwa über VG Insights) sprechen von höheren Einnahmen der Steam-Version von bis zu 13 Mio. US-Dollar bislang. Allerdings ist unklar, wie zuverlässig diese Angaben sind. Offizielle Verkaufszahlen liegen bisher nicht vor.
Trotzdem will Paradox an der langfristigen Planung festhalten: Die zwei bereits angekündigten Erweiterungen sollen 2026 veröffentlicht werden. Ob das reicht, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen oder das Spiel wirtschaftlich doch noch ins Gleichgewicht zu bringen, bleibt abzuwarten. Für viele Fans aber dürfte die Enttäuschung überwiegen zwischen Nostalgie und der Realität eines missglückten Reboots.
Immerhin etwas, dass die DLCs noch wie versprochen geliefert werden. Ob das die mageren Bewertungen aber aufpeppt, ist fraglich. Auf Steam geben nur rund 58% der Spieler dem Titel eine positive Bewertung.

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