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Special - Anno 117: Pax Romana : Die 17 wichtigsten Tipps & Tricks für die ersten Spielstunden

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Salvete, discipuli et discipulae! Seid gegrüßt im Reich von Anno 117: Pax Romana, in dem ihr vom verregneten unwirtlichen Albion’schen Sumpfland bis hin zu einem Amphitheater alles erleben könnt. Mit unseren Tipps macht ihr euch das Leben als Praetorin oder Praetor ein Stück leichter.

Tipp #1: Nehmt den Schwierigkeitsgrad ernst

Wie bei Anno 1800 gibt es keinen wirklich „einfachen“ Schwierigkeitsgrad – das ist kein Fehler in den Texten, sondern Absicht. Der als normal betitelte „leichteste“ Modus bietet alle tatsächlichen Herausforderungen des Spiels, alle Produktionsketten und Diplomatie-Optionen, aber er bestraft kleine Fehler nicht sofort auf den Sandalen. Insbesondere die Baukostenrückerstattung kann im späteren Spielverlauf erhebliche Auswirkungen haben. Die erste Runde gern etwas gemütlicher probieren! Und gerade das Umplatzieren von Gebäuden wird es später deutlich einfacher machen, als von Anfang an den Platzbedarf von Forum und Konsorten mitzudenken!

Tipp #2: Diagonale Straßen: nur da, wo sie wirklich nötig sind

So viele Codezeilen für die diagonalen Wege und Straßen auch draufgegangen sein mögen – praktisch werden sie euch eher einengen, da der Platzbedarf diagonaler Gebäude im Raster insgesamt größer ausfällt. In der echten Welt ist das Physik, in Anno 117 eine Design-Entscheidung, aber sie bedeutet: Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, an Küstenlinien, Berghainen, Sumpflandschaften und Flussbetten entlang zu optimieren, dann beim Bauen das Diagonal-Häkchen weglassen. Besonders zu Beginn einer Neubesiedlung oder wenn ihr eine recht weit entfernte Mine anschließen wollt, scheint der „direkte“ schräge Weg clever, aber … tut es nicht. Futurus Tuus wird es danken.

Tipp #3: Clever forschen

Mit dem Bau des ersten Grammaticus in Latium geht es los: das Forschungsmenü. In diesem reichhaltigen Baum an Optionen gibt es viele nützliche Erfindungen. Generell gilt: Nehmt, was eurer Spielweise am meisten entspricht – wenn ihr es pazifistisch habt, lasst den Militärast liegen. Besonders gewinnbringend fanden wir alle Forschungen, die Einflussbereiche und Hafenbau-Plätze erweitern und Arbeitskräfte bringen. Also, ran an die Tafeln und los geht’s mit Befestigten Straßen, Erfindergeist, der Tagwache, Brunnen und Latrinen, Bediensteten / Blindem Gehorsam, Nähkreisen, Lingua Romana …

Tipp #4: Feuergefahr!

Vielleicht war die Fördersumme der Bundesrepublik für Anno 117 daran geknüpft, mehr öffentliches Bewusstsein für Brandursachen zu schaffen? In jedem Fall werdet ihr alsbald merken, dass viele Gebäude mit einem negativen Einfluss auf die Brandsicherheit kommen. Sogar die Diplomatie wird in Mitleidenschaft gezogen, wenn euer Wert für Brandsicherheit zu niedrig ist. Und mit steigendem Stadtstatus nimmt die Gefahr automatisch zu.

Was also tun? Brunnen und Vigiles überall. Schauen, ob es Questen mit relevanten Spezialisten gibt. Nach Möglichkeit auch Gebäude umplatzieren, damit ihr brandgefährlicher Einfluss sich verringert – nach einiger Zeit braucht es das Einkommenszubrot der Bäckereien nicht mehr.

Tipp #5: Kram verkaufen!

Schaut regelmäßig in euren Kontoren vorbei und klickt in der Inventarverwaltung auf „Bedürfnisse“. Wenn Bedürfnis-Waren dreistellig vorhanden sind oder bald sein werden, könnt ihr sie definitiv sicher zum Verkauf anbieten – legt einen defensiven Mindestwaren-Bestand von 40 fest.

Tipp #6: Die Balance halten

Und wenn ihr schon im Kontor oder Lagerhaus seid, schaut doch auch einmal auf die Zwischenprodukte! Da sind fast 250 Schafe oder Malze (Mälze? Mälzer? Malzanten?): Das muss nicht sein. Dann könnt ihr entweder eines der Produktionsgebäude für diese Zwischenprodukte stilllegen und so auch Arbeitskräfte gewinnen oder mehr verarbeitende Gebäude bauen und so auch bald mehr Endprodukte verkaufen.

Richtig: Die tatsächliche Produktionszeit jedes Gebäudes wird beim Bauen und Draufklicken angezeigt, also zum Beispiel 30 Sekunden für die Bretter-Produktionskette. Anfangs lässt sich das auch gut mit etwas Kopfrechnen im Auge behalten, weil oft Verhältnisse wie Eins zu Eins oder Zwei zu Eins gelten. Im weiteren Spielverlauf und sobald ein Zwischenprodukt in mehreren Ketten verbraucht wird, sieht die entsprechende Mathematik jedoch ein bisschen nach dem Verschwörungstheorie-GIF aus. Dementsprechend: Lagerhaus oder Statistik-Menü konsultieren!

Tipp #7: Geschenke!

Nach ein paar Stunden dürfte die Staatskasse sprudeln und ihr wortwörtlich nicht mehr wissen, wohin mit all dem Geld. Eine Idee: Geschenke machen. Selbst mittlere Geschenke stimmen diplomatische Griesgrame milder und machen das Leben leichter.

Tipp #8: Kaiserliche Aufträge

Der Kaiser wird sich ab und zu melden und Bedarf an Waren anmelden, weil in Rom mal wieder Mangel an irgendwelchem Krams herrscht. Na gut. Wenn ihr kurz die entsprechende Menge wirklich vor Ort habt oder innerhalb einer Stunde produzieren könnt: ideal.

Wenn ihr aber nicht sicher seid – lieber drauf verzichten und den kleinen Reputationsmalus mitnehmen als verzweifelt versuchen, eine große Produktionskette zu stemmen und nach einer Stunde doppelte Minuspunkte kassieren.

Tipp #9: Spezialisten

Genau wie bei Anno 1800 lassen sich in etlichen Gebäuden Spezialisten platzieren. Das lohnt sich fast immer! Größere Reichweite für Gebäude, minimierter Arbeitskräfte-Bedarf, gestiegene Produktivität … nehmt mit, was ihr könnt.

Tipp #10: Augen auf bei der Inselwahl!

Die Bedürfnisse der ersten Bevölkerungsstufe lassen sich ohne besondere Rohstoff- oder Fruchtbarkeitsvoraussetzungen erfüllen, doch schon in der zweiten Stufe sieht es anders aus. Wenn ihr nicht früh auf ein anderes Eiland springen wollt, stellt sicher, dass eure erste Insel in Latium fruchtbar für Makrelen ist und für Oliven oder Harz und im Idealfall auch für Trauben. In Albion achtet auf hinreichend viel Sumpfland und auf Gerste sowie Färberpflanzen oder Kupfer für den keltischen Pfad und Kräuter für den romanisierten.

Tipp #11: Arbeitskräfte, Baumaterial und Schiffe auf Reserve

Es gibt keine Strafe für Arbeitslosigkeit – aber viele Situationen, in denen ihr sprunghaft Arbeitskräfte brauchen werdet. Heerscharen an Menschen werkeln an den riesigen Monumentalbauten, die nachgerade absurde Mengen an Beton, Ziegeln und Marmor verschlingen. Auch die Besatzung für Boote und Militäreinheiten wird von der Arbeitskraft eingezogen – und einen Pendlerkai wie in Anno 1800 gibt es nicht als Ausgleich. Dementsprechend immer einen guten Schwung an Bonus-Kräften vorbehalten. Und wenigstens ein Schiffchen zum Questen, bei militärischen Aufträgen natürlich mehrere.

Tipp #12: Mehrere Bedürfnisse

Markt oder Taverne, Olivenöl oder Amphore, Streitwagen oder Laute – bis hin zur allerletzten Bedürfniskategorie der höchsten Bevölkerungsstufe genügt es in Anno 117, jeweils eines der Bedürfnisse zu stillen. Das ist prima, erlaubt einen schnellen und motivierenden Aufstieg. Doch richtig gut werden die Zahlen, sobald ihr auch das zweite mögliche Bedürfnis ansprecht – was bei Bauten mitunter Platzprobleme macht, geht bei Waren-Produktionen fast unbeschränkt. Also, bringt eurer Bevölkerung die optionalen Güter, sie werden es euch danken!

Tipp #13: Bei Entscheidungen abwägen

Ein Großteil der Entscheidungen, die euch das Spiel abverlangt, haben nur begrenzte lokale Einflüsse. Ob das Fest jetzt aus der prallen Stadtkasse finanziert wird oder wir ein paar Minuten Wein-Produktion opfern, spielt sich meist im Bereich der Mikro-Optimierung. Doch gelegentlich kommt Anno 117 mit großen Entscheidungen auf euch zu: Die Auswirkungen werden als Tooltip angezeigt, wenn da etwa ein großer negativer Effekt auf die Zufriedenheit beschrieben wird: Nur auswählen, wenn ihr da wirklich Reserven habt!

Tipp #14: Bogenschützen

Zumindest bis zum nächsten Balancing-Patch lassen sich mit den Fernkampf-Einheiten relativ stressfrei die meisten Scharmützel gewinnen – zusammen mit gut platzierten Wachtürmen lässt sich oft sogar die Landung gegnerischer Boote ganz verhindern.

Tipp #15: Obacht bei Verteidigungspakten

Nichtangriffspakt und Handelspakt: fein. Kritischer wird es, sobald euch Tarragon oder Cordelia um militärischen Beistand bitten. Zieht der übereifrige Bündnispartner dann mit jemandem anderen in den Krieg, droht euch plötzlich überall Ungemach – bis jetzt friedlich vor sich hinfahrende Handelsrouten-Butterfahrten werden auf einmal brandgefährlich, die einsame Insel irgendwo im hintersten Karteneck wird von einer Armada heimgesucht. Braucht ihr nicht. Daher Verteidigungspakte nur eingehen, wenn ihr auch bereit seid, gegen mutmaßliche Zwangsfeinde zu kämpfen.

Tipp #16: Handelsrouten

Seit jeher fester Bestandteil der Serie: Kümmert euch früh darum, Handelsrouten anzulegen, insbesondere um eure eigenen Bedürfnisse insel- oder provinzübergreifend zu stillen. Für provinzumspannende Handelsrouten je mindestens zwei Schiffe anlegen, weil die Seelenverkäufer eine lange Weile unterwegs sind und ihr sonst Jojo-Effekte bei der Bevölkerung riskiert, wenn der Käse auf halber Strecke zur Neige geht.

Tipp #17: Divide et impera

Natürlich als Rausschmeißer ein Angeberlatein-Spruch: Teile und herrsche! Heißt: Anno 117 Pax Romana mit zwei Provinzen und sieben Inseln, da gibt es immer was zu tun und so auch die Gefahr, sich zu verrennen. Was wollte ich noch gleich machen? Wenn ihr nicht gerade im Krieg mit zwei Widersachern steht und gleichzeitig für Kaiser und NPC questet, braucht es den Stress nicht. Sucht euch eine aktuelle Herausforderung – diese Inselbevölkerung auf den nächsten Bedürfnisstand heben, jene Handelsroute optimieren, eine neue Produktionskette angehen. Es wird schon sogleich neue Beschäftigungsmöglichkeiten geben.

>> Das Beste aller Welten? Anno 177 Pax Romana im Test <<

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