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Test - Ballistics : Ballistics

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Ballistics
Auch der psychedelische Touch fehlt nicht.

Die Ligen
Euer fahrerisches Können dürft ihr dann in drei verschiedenen Ligen unter Beweis stellen, wobei sich Anfänger zuerst in einem kurzen und mit Sprachausgabe vermittelten Tutorial an die Rennumgebung gewöhnen können. Spätestens nach dieser kurzen Einführung wartet die Rookie-Liga darauf, dass ihr auf drei Strecken die Konkurrenz hinter euch lasst. Für jede dieser drei Austragungsorte stehen euch drei Versuche zur Verfügung, euch fürs nächste Rennen zu qualifizieren, indem ihr unter den ersten Drei seid. Zwar dürft ihr nach jeder absolvierten Strecke abspeichern, allerdings kostet das wieder Geld. Dadurch wird es aber auch um einiges leichter, sich für die einzelnen Ligen zu qualifizieren - durch den Speicherstand wird die Begrenzung auf drei Versuche quasi ad absurdum geführt.

In der Profi-Liga geht es dann schon etwas härter zur Sache: Auf insgesamt fünf Strecken müsst ihr als Erster oder Zweiter durchs Ziel rasen, damit ihr auch weiterkommt. Habt ihr auch das geschafft, dürft ihr euch an der 'Ballistics'-Liga versuchen, in der dann nur noch Siege zählen. Um hier mit der Spitze überhaupt mithalten zu können, müsst ihr schon ein gut ausgebautes Bike haben. Hauptunterschied der verschiedenen Ligen ist dabei übrigens der steigende Anspruch bezüglich der eigenen Fahreigenschaften, da das Magnetfeld nicht mehr derart viele Fehler verzeiht, wie jenes der Rookie-Liga. Hat man sich nämlich durch eine Kollision versehentlich von der Wand gelöst, muss man sich durch Tastendruck erst wieder an das magnetische Feld der Röhre ankoppeln.

Ballistics
Nahaufnahme des Speeders.

Die Strecken
Mit der erfolgreichen Qualifikation stehen euch auch pö a pö mehr Strecken zur Auswahl, die ihr unsicher machen dürft. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Tunnelröhren durch mehrere Faktoren: Jede Strecke hat seine individuelle Länge und hat eine mehr oder weniger lange Gerade, auf der ihr endlich Vollgas geben könnt. Mitten auf der Strecke könnt ihr dies zwar auch tun, allerdings führt dies zu Problemen, da bei diesen extremen Geschwindigkeiten der Streckenverlauf eigentlich kaum mehr zu erkennen ist und nur noch ein farbiges Effektfeuerwerk zu sehen ist. Auch Hindernissen auszuweichen ist daher nicht mehr möglich. Daneben muss aber auch gesagt werden, dass man sich durchaus an die Geschwindigkeiten gewöhnt und mit der Zeit auch weiss, wo ordentlich Stoff gegeben werden kann.

Die Strecken selbst bestehen eigentlich nur aus simplen Röhren, die leider auch keine Abzweigungen oder ähnliches beinhalten. Abkürzungen oder Überholmanöver - indem ihr einen andern Weg wählt - sind daher nicht möglich. Abwechslung ist also höchstens durch den Austragungsort gewährleistet, da die Tunnels durch die verschiedensten Umgebungen führen. Einmal rast ihr durch Schnee und Eis, ein anderes Mal sei ihr plötzlich unter Wasser oder mitten im Grand Canyon. Jede dieser Strecken hat zudem ihre eigene Entstehungsgeschichte. Davon abgesehen sind es aber immer dieselben Röhren, die sich neben dem Verlauf nur noch in ihrer Farbe und Transparenz unterscheiden.

Ballistics
Das wird eng.

Technisches
Daneben kann 'Ballistics' wenigstens optisch überzeugen: Die Grafik besticht durch detaillierte Texturen und rasend schnelles Gameplay. Da ab und zu auch ein Blick nach draußen gewährt wird, lassen sich beispielsweise auch Häuserschluchten und Schneelandschaften ausmachen. Die Steuerung ist durchaus gelungen, hätte aber etwas präziser ausfallen dürfen. Weiter macht auch der fetzige Sound gute Laune.
Wer ein schnelles Rennen mit seinen Kollegen riskieren will, kann auch das tun: Bis zu acht menschliche Geschwindigkeits-Freaks dürfen sich über LAN oder Internet messen, wobei zumindest die IP-Adresse des Hostrechners bekannt sein muss. Eine komfortable Server-Funktion gibt es nämlich nicht.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
'Ballistics' ist superschnell, hat eine schöne Grafik und macht zumindest zu Beginn jede Menge Spass. Hat man den Dreh allerdings erst einmal raus, sinkt die Motivation zunehmend. Der Grund dafür sind die Strecken: Nur gerade auf sieben verschiedenen Pisten könnt ihr euch austoben, die sich zudem nicht sehr von einander unterscheiden - schliesslich rast ihr immer nur durch eine Röhre, in der keine grossen Überraschungen zu erwarten sind. Abzweigungen, Kreuzungen und ähnliche Dinge fehlen ganz, darüber hinaus ist auch das Tuning der eigenen Flitzer nicht sehr anspruchsvoll. Auf der technischen Seit müssen sich die Entwickler keine Klagen anhören, so dass 'Ballistics' für ein Spiel zwischendurch durchaus Laune macht. Aufgrund der fehlenden Abwechslung bleibt allerdings früher oder später die Langzeitmotivation auf der Strecke.  

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