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Test - Blinx 2: Masters of Time & Space : Blinx 2: Masters of Time & Space

  • Xbox
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Während sich die Katzen also im Wesentlichen wie Blinx im ersten Teil spielen, ist mit den Schweinen ein etwas anderes Vorgehen angesagt: 'Schleichen statt Kämpfen' lautet hier die Devise. Mit einer Schleuder und Pfeilen könnt ihr die gegnerischen Katzen zwar ausschalten, doch reicht die Munition nur selten aus, um die komplette Umgebung leerzuräumen. Außerdem besitzen die Schweine an Stelle der Zeit-Manipulation die Mächte über den Raum – könnte man ob des Titels zumindest annehmen. Doch anstatt die Levels umzubauen, beschränken sich die Fähigkeiten der dicklichen Nutztiere auf simple Ablenk-Manöver wie verstreubare Bananenschalen und täuschende Puppen oder Tricks wie das Öffnen schwarzer Löcher. Die Tom-Tom-Gang spielt sich dadurch ein wenig langweiliger und vor allem langsamer als deren Konterpart; wer Schleichen möchte, wird sicher nicht zu einem Jump'n'Run wie 'Blinx 2' greifen.

Kleine Verbesserungen

Dennoch lassen sich Leveldesign und Spielmechanik überwiegend als gelungen bezeichnen: Der Staubsauger auf Seiten der Katzen ist eine ungewöhnliche, aber nicht unhandliche Waffe, lässt sich doch fast überall neue Munition finden, welche ihr auf eure Widersacher schleudern könnt. Zudem könnt ihr mit dem Sauger euren Feinden einen Hieb versetzen, brüchige Mauern zum Einsturz bringen oder Kisten zerstören, die beispielsweise Münzen freigeben. Manchmal stehen euch des Weiteren mehrere Wege zur Wahl, ein Level zu beenden: Ihr dürft die harte Tour gehen und alles kaltmachen, was sich euch in den Weg stellt – oder aber mit Geschick und Verstand den Ausgang erreichen. Als einziges echtes Hindernis erweist sich dabei die Kamera, die sich ohne manuelles Justieren nie an der richtigen Stelle befindet. Mit dem rechten Analog-Stick dürft ihr aber zum Glück der Perspektive auf die Sprünge helfen. Vereinzelt tretet ihr den Kontrahenten außerdem im Team gegenüber, was aufgrund der künstlichen Intelligenz eurer Mitstreiter sowie der schwachen Maps – welche auch im so genannten Multiplayer-Modus verwendet werden – eine einzige Enttäuschung darstellt.

Technisch ist 'Blinx 2: Master of Time and Space' kein herausragendes aber auch kein schlechtes Spiel, sondern bewegt sich auf einem Niveau mit seinem Vorläufer sowie dem letztjährigen 'Voodoo Vince': Außenwelt und Charaktere sind recht farbenfroh gehalten, glänzen aber nicht unbedingt durch Detailverliebtheit oder besondere Effekte. Die Zwischensequenzen, welche die Story zwischen den Missionen fortführen, finden sich ebenfalls auf einer guten aber eben nicht begeisternden Ebene. Die komplett englische Sprachausgabe kann hingegen überzeugen; die optionalen deutschen Untertitel geben das Gesprochene akzeptabel wieder.

Fazit

von Fabian Walden
'Blinx 2: Master of Time and Space' ist besser als sein enttäuschender Vorgänger, aber leider kein beeindruckendes Spiel: Die Jump'n'Run-Sequenzen und viele der Zeit-Rätsel sind gelungen, doch das Schleichen mit der Tom-Tom-Gang nutzt sich schnell ab und kann an keinem Punkt echte Spannung hervorrufen. Das nervende Zeitlimit des ersten Teils wurde zum Glück entfernt, aber die Kamera ist noch immer nicht das Gelbe vom Ei. Zudem fallen das Charakter-Design sowie die viel zu häufigen Tipps negativ auf: Das Spiel nimmt euch mehr an die Hand, als euch lieb sein kann. Da es auf der Xbox an guten Jump'n'Runs jedoch mangelt, ist 'Blinx 2' für Genre-Fans einen Kauf wert – sofern sie das wesentlich bessere 'Voodoo Vince' bereits besitzen.

Überblick

Pro

  • sinnvoll verwendete Zeit-Manipulation
  • abwechslungsreiche Levels
  • mehrere Lösungswege
  • kein Zeitlimit mehr

Contra

  • schwacher Schleich-Part
  • mieses Charakter-Design
  • mäßige Kamera
  • viel zu viele Tipps

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