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Preview - Driver: San Francisco : Strg + Alt + Shift

  • PC
  • PS3
  • X360
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Aber auch während der eigentlichen Aufträge kann das Shift-Feature die Spielmechanik enorm erweitern. Zum Beispiel wenn ihr euch in einem Rennen mal kurz an das Steuer eines großen Sattelschleppers setzt, um die Straße von Verkehr und Konkurrenz leerzuräumen und gemütlich an ihnen vorbeizufahren. Aber ihr könnt - zumindest in den Rennen - auch gänzlich auf das Shiften verzichten und als Erster über die Ziellinie rollen. Trotz Fahrfehlern und Crashs macht euch die Gummiband-KI dabei keinen Strich durch die Rechnung. Über erfüllte Aufträge freut sich das „Willenskraft"-Konto, auf das ihr fleißig die Währung des Spiels einzahlt, um unter anderem Autos zu kaufen und zu verändern.

California, here we come

Nach dem unterdurchschnittlichen Driv3r, das kläglich ein Stück vom GTA-Kuchen stibitzen wollte, konzentriert sich dieses Mal wieder alles auf den fahrerischen Aspekt. Kein Aussteigen, keine wilden Ballereien, kein Umherrennen auf der Suche nach einem neuen Boliden. Stattdessen serientypische Verfolgungsjagden durch San Francisco, das euch mit seinen 330 Kilometern Fläche ausreichend Auslaufzone bietet.

Eine haargenaue Replik des Originals wird die Küstenstadt zwar nicht, auf bekannte Straßenzüge und Bauten, wie die Golden Gate Bridge oder die „kurvenreichste Straße der Welt", die Lombard Street, werdet ihr aber trotzdem nicht verzichten müssen. Und durch die überraschend ergiebige Steuerung, die den Spagat zwischen staubtrockener Simulation und stumpfer Arcade-Action sehr gut meistert, macht die Stadtrundfahrt dann auch mächtig viel Spaß.

Für die offene und überaus lebendige Welt ohne Ladepausen wird der Preis jedoch an der Technikkasse bezahlt, auch deshalb, weil sich die Entwickler für eine Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde entschieden haben. Spielerisch gerade bei einem Action-Rennspiel wie Driver: San Francisco eine nachvollziehbare, richtige Entscheidung, optisch allerdings ist der Titel damit der rockstarschen Konkurrenz klar unterlegen. Insbesondere die Detailarmut bei den Passanten und den Gebäuden fällt sichtbar ins Auge, ist für die flüssig flackernden Bilder aber zu verschmerzen.

To be continued

Ein Blick auf den Mehrspielermodus, der laut Edmondson ein „großer Bestandteil" des Spiels sein soll, wurde uns leider noch verwehrt. Dass das aber keine leeren Versprechungen des Creative Directors sind, lässt sich anhand der blanken Fakten erahnen. Satte 19 Modi sollen euch bei der Stange halten, wozu unter anderem kompetitive Online-Rennen und Partien im geteilten Bildschirm gehören. Auch in diesem Modus gibt's natürlich das Shift-Feature. Ob sich das allerdings ähnlich nahtlos ins Spiel einfügt und gegen menschliche Kontrahenten Sinn ergibt, wird sich noch zeigen müssen.

Fazit

Yves Günther - Portraitvon Yves Günther
Meine anfängliche Skepsis hat Driver: San Francisco schon in den ersten Minuten in Grund und Boden gefahren. Es spielt sich flüssig, schnell und verdammt spaßig. Eben ganz so, wie man es von einem Driver erwartet. Nach dem GTA-Firlefanz und Ballerschnickschnack in Driv3r kommen die Briten dem Ursprung der Serie damit wieder viel näher, nicht ohne mit dem Shift-Feature auch etwas Neues zu wagen. Das ist zwar riskant, geht aber flüssig in die Spielmechanik über, sobald ihr mal selbst das Zepter und Tanners Schicksal in die Hand nehmt. Dass der Titel optisch wohl nicht um die Podestplätze mitfahren wird, ist zu verschmerzen. Insbesondere Im Hinblick auf die dank der 60 Bilder pro Sekunde enorm flüssige Darstellung ist das eine Entscheidung, für die man den Entwicklern nur danken kann. Ein bisschen kann aber trotzdem noch schiefgehen. Vor allem, wenn Reflections die vielen kleinen und großen Bugs nicht in den Griff bekommt. Gerade bei komplexen Spielen mit offener Spielwelt hat sich das in der Vergangenheit als nicht einfach erwiesen. Auf die faule Haut legen können sich die Briten bis zur Veröffentlichung am 01. September 2011 also noch lange nicht.

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