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News - Electronic Arts : Dritte Entlassungswelle des Jahres rollt offenbar an

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    Der US-amerikanische Gaming-Riese Electronic Arts baut offenbar seine Belegschaft kurz vor dem endgültigen Eigentümerwechsel weiter ab. Wie das investigative Spielemagazin Kotaku unter Berufung auf interne Quellen sowie zahlreiche öffentliche Postings betroffener Angestellter berichtet, hat der Publisher eine weitere Entlassungswelle initiiert. Es ist bereits die dritte Kündigungsrunde im laufenden Kalenderjahr. Die Jobkürzungen treffen das Unternehmen inmitten der Endphase des 55-Milliarden-Dollar-Deals, bei dem EA von einem Konsortium rund um den saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF), Silver Lake und Affinity Partners übernommen und von der Börse genommen wird.

    Die aktuellen Kürzungen konzentrieren sich primär auf die Abteilungen für Rekrutierung, IT, Arbeitssicherheit sowie den Kundenservice. Berichten zufolge wurden unter anderem Mitglieder des hauseigenen Fan-Care-Teams per E-Mail von ihrer Abteilungsleitung über die Maßnahmen informiert.

    In dem Schreiben heißt es in klassischer Branchen-Rhetorik, dass das Unternehmen seine Arbeitsweise anpassen müsse, um den sich ändernden Bedürfnissen der Fans besser gerecht zu werden. Teil dieser Evolution sei es, Rollen zu verändern, neue Positionen zu schaffen und bestimmte Aufgaben an externe Dienstleister oder andere Standorte auszulagern. Von den Entlassungen sind sowohl Remote-Mitarbeiter in den USA als auch langjährige Angestellte am Support-Standort im indischen Hyderabad betroffen.

    Die neuerlichen Entlassungen sorgen in der Industrie für scharfe Kritik, da EA finanziell auf extrem gesunden Füßen steht. Für das im März abgeschlossene Geschäftsjahr 2026 meldete der Publisher einen Nettoumsatz von rund 7,5 Milliarden Dollar. Zudem feierte EA im vergangenen Herbst mit Battlefield 6 einen gigantischen kommerziellen Erfolg. Der Shooter verkaufte sich allein in den ersten drei Tagen über sieben Millionen Mal und avancierte zum meistverkauften Premium-Spiel des Jahres 2025 in den USA. Dennoch wurden bereits im März etliche Entwickler gefeuert, die an eben jenem Battlefield-Erfolg beteiligt waren. Auch das Skate-Studio Full Circle blieb von früheren Sparmaßnahmen in diesem Jahr nicht verschont.

    Hinter den Kulissen bereitet sich der Publisher währenddessen auf den größten fremdfinanzierten Firmenkauf der Videospielgeschichte vor. Das saudi-arabisch geführte Konsortium blättert rund 210 Dollar pro Aktie hin, um die volle Kontrolle über Marken wie EA Sports FC, Apex Legends und Die Sims zu erlangen. Die Zustimmung der EU-Kartellbehörden zu der gigantischen Übernahme wird bis zum 22. Juli erwartet.

    Beobachter aus der Branche werten die anhaltenden Entlassungen und Auslagerungen als gezielten Versuch des aktuellen Managements, die Bilanzstrukturen und Gewinnmargen vor dem endgültigen Abschluss des Verkaufs noch einmal maximal zu optimieren, um das Unternehmen für die neuen Eigentümer wirtschaftlich so schlank wie möglich zu präsentieren.

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