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Preview - Empire Earth 3 : Neuer Kampf über die Zeitalter hinweg

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Im späteren Verlauf der Kampagne werden die Karten riesig. Wie beim Vorgänger müssen Sektoren eingenommen werden, um Ressourcen abbauen zu können. Holz, Gold und Erze gehören zwar nicht der Vergangenheit an, landen jedoch alle im Pool der Rohmaterialien, die vor allem zum Bau von Militäreinheiten benötigt werden. Geld wird durch Marktplätze gesammelt, von denen Karren zu den Haupthäusern ausgesandt werden. Je mehr Strecke die Fuhrwagen zurücklegen, desto stärker klingelt die Kasse. Wichtig ist natürlich nicht nur das Einsammeln von Ressourcen, sondern auch die Wissenschaft, um die weiteren Epochen zu erreichen. Aus Bogenschützen werden dann Musketiere und Soldaten. Aus Trebuchets Kanonen und Raketenwerfer. Auffällig ist, dass in frühen Epochen Gebäude nur sehr langsam zerstört werden, während später Bombardements innerhalb weniger Sekunden Siedlungen abreißen. Das Fußvolk kann aber Gebäude übernehmen, was vor allem bei Haupthäusern Sinn macht, weil man dadurch gleichzeitig auch das Territorium für sich gewinnt.

„... um die Weltherrschaft an mich zu reißen ...“

Neben dem Treiben auf den Schlachtfeldern gibt es aber auch noch einen anderen Part des Spiels, der Spielern von 'Risiko' oder der 'Total War'-Reihe bekannt vorkommen dürfte. Jede Fraktion startet an einem anderen Teil der Weltkugel. Von dort beginnt die Expansion in benachbarte Provinzen. Aber nebenbei muss auch hier Forschung betrieben werden, um sich gewisse Vorteile militärischer oder infrastruktureller Natur zu verschaffen. Auch wird der Geheimdienst angestrengt, um mehr Informationen über die Nachbarn zu bekommen. Armeen werden ausgehoben und auf die eigenen Ländereien verteilt. An dieser Stelle kommen Stämme ins Spiel. Die Eingeborenen spielen eine wichtige Rolle, denn sie können Freund oder Feind sein. Manche Stämme sind uns von vornherein freundlich gesinnt, fordern jedoch in Missionen bestimmte Dinge von uns, damit sie loyal bleiben und fortan für unsere Sache kämpfen. Dies könnte zum Beispiel das Befreien ihres Oberhauptes sein. Andere Clans lassen sich bestechen, was Mengen an Ressourcen frisst. Da muss man halt abwägen, ob es nicht günstiger wäre, die Unwilligen zu bekriegen und auf die zukünftige Hilfe lieber zu verzichten.

Hässliches Entlein mit Schwanqualitäten

Spielerisch werden Strategen sicherlich auf ihre Kosten kommen. Gruppen von Einheiten bilden wie gewohnt logische Formationen und das Stein-Schere-Papier-Prinzip funktioniert wunderbar. Auch scheint der Einsatz der Schere wohl dosiert zu sein. Spieler werden nicht mehr durch zu viele Epochen und Fraktionen überfordert, weil man sich in dem Bereich auf das Wichtigste konzentriert hat. Wo 'Empire Earth III' in Sachen Gameplay punkten kann, müssen wir leider sagen, dass optisch dem Auge nicht viel geboten wird. Die Grafik präsentiert sich nicht gerade auf der Höhe der Zeit, vor allem wenn man bedenkt, dass Publisher Vivendi Games mit 'World in Conflict' den Genreprimus gerade erst veröffentlicht hat. An dessen Qualitäten reicht 'Empire Earth III' bei weitem nicht heran. Aber wie so oft sind es die inneren Dinge, die zählen sollten, oder?

Fazit

von Dennis Hartmann
Einige werden den Vergleich etwas unfair finden, aber mit 'Empire Earth III' verhält es sich in meinen Augen wie mit Grützwurst. Sieht nicht besonders appetitlich aus, hat man jedoch probiert, so schmecken die Zutaten trotzdem. Wer sich also von der Optik nicht abschrecken lässt, der wird die innere Schönheit des Spiels zu schätzen wissen. Man muss sich nur trauen.

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