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Test - Fight Night Round 4 : Das beste Boxspiel aller Zeiten?

  • PS3
  • X360
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Freilich wirkt der Kalender ein wenig überflüssig, denn es kann immer nur ein Kampf auf einmal gebucht werden. Und die Zahl der möglichen Trainingssessions vor einem Kampf ist ebenfalls begrenzt. Wichtiger ist schon die Liste mit den Zielen. Insgesamt arbeitet ihr euch als Profiboxer durch neun Ränge, für die unterschiedliche Ziele zu erfüllen sind. Geht es anfänglich noch eher um Kleinigkeiten, wie einen ESPN-Kampf an einem bestimmten Abend zu gewinnen und so und so viele Fights zu bestreiten, müsst ihr später Titel erlangen und diese möglichst noch halten. Vom Underdog bis zur Boxlegende ist alles vertreten.

Üben, üben und noch mehr üben

Vor den eigentlichen Kampf haben die Götter des Box-Olymps erst mal das Training gesetzt. Selbiges besteht jeweils aus einem von sechs möglichen Minispielen. In jeder Trainingssession könnt ihr jeweils drei der gut ein Dutzend Werte eures Boxers verbessern, während sich zwei minimal verschlechtern. Logisch, wenn ich statisch auf einem Sandsack herumklopfe, ist das meiner Beweglichkeit nicht förderlich. Das Training bietet euch die Möglichkeit, euren Boxer in bestimmte Stilrichtungen zu entwickeln. Wer also mehr Wert auf Schlagkraft legt, kann das ebenso tun, wie einen flinken und beweglichen Boxer zu erstellen. Oder halt einen, der in allen Bereichen Mittelmaß ist.

Das Training ist übrigens optional. Wer die Minispiele nicht selbst absolvieren will, darf auf den Automatikknopf drücken, bekommt aber nur maximal 50% der möglichen Boni. Zudem lohnt es sich auf jeden Fall, das Training selbst anzugehen, denn ihr verbessert nicht nur euren Boxer, sondern natürlich auch eure eigenen Fähigkeiten im Hinblick auf die doch recht komplexe Steuerung. Und das tut später durchaus Not, wie ihr nach einigen Kämpfen feststellen werdet.

Einmarsch in den Ring

So, nun aber ab in den Ring, wir haben euch lang genug auf die Folter gespannt. Der Gong ertönt, es geht zur Sache. Auf den ersten Blick scheint sich wenig geändert zu haben. Die Grafik ähnelt sehr der von Fight Night Round 3, wirkt aber noch etwas detaillierter und flüssiger. Das muss nichts Schlechtes sein, denn FNR3 sah damals schon sensationell gut aus auf der X360 und PS3. Die Boxer sind wundervoll animiert, die Bewegungen wirken zumeist sehr natürlich. Wenn visuell überhaupt etwas zu bemängeln ist, dann dass die Körperschläge manchmal etwas arg schlapp rüberkommen und der Treffereinschlag nicht so recht übermittelt wird.

Was komplett anders ist, sind die Physik und die Dynamik der Kämpfe, die deutlich temporeicher ausfallen als im etwas trägen Vorgänger, manchmal vielleicht einen Tick zu sehr. Das Physiksystem ist deutlich realistischer, es gibt harte Treffer ebenso wie Streifschläge und selbst wenn ihr immer wieder einen Körperteil beharkt, so trefft ihr doch immer wieder mal andere Stellen. Das Boxen an sich gibt euch viel mehr Möglichkeiten, unter anderem dank der unterschiedlichen Reichweite und des Boxstils. So ist es nun möglich, mit großer Reichweite Gegner auf Distanz zu halten, umgekehrt aber auch richtig in den Mann zu gehen.

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