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Test - Final Fantasy XIV: A Realm Reborn : Gelungene Reanimation

  • PC
  • PS3
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Darüber hinaus können sich Spieler aber auch bewusst zusammenschließen, um eine Gilde zu gründen oder gemeinsam als Gruppe verschiedene Instanzen zu meistern. Diese unterscheiden sich natürlich in ihrer Aufmachung von anderen Spielen und wurden von Square Enix sehr gut in Szene gesetzt sowie mit fiesen Bossen ausgestattet. Wer hier nicht mit der Gruppe harmoniert, hat gleich verloren.

Mit Maus oder Controller in Kampf

Aufgrund seiner Herkunft als PC-Spiel steuert ihr euren Helden in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn klassisch mit Maus und Tastatur durch Welt und die Kämpfe. Mittels Mausklick wird der Feind anvisiert und attackiert, während ihr über die Tastatur verschiedene Fähigkeiten aktiviert. Diese lernt die Spielfigur im Laufe der Zeit. Zudem fällt das Verteilen von Fähigkeitenpunkten vollständig weg. Für Individualisten vielleicht etwas zu viel des Guten.

Wer es jedoch etwas actionlastiger mag, der kann sich an der Steuerung mit einem Controller versuchen. Mit dem linken Stick steuert ihr den Helden, mit dem rechten die Kamera. Bei den Kämpfen sahen sich die Entwickler jedoch mit dem Problem konfrontiert, dass ein Controller nur eine geringe Auswahl an Knöpfen für den Kampf bietet. Doch können wir bestätigen, dass Square Enix dieses Problem mehr als zufriedenstellend gelöst hat.

Insgesamt werden sechzehn Icons auf dem Bildschirm angezeigt, von denen sich jeweils acht auf der linken und acht auf der rechten Bildschirmseite befinden. Drückt ihr nun die L2-Taste, sind die acht Icons auf der linken Seite aktiv und ihr könnte diese durch das Drücken der Steuerkreuz- sowie ABXY-Tasten (bei der PC-Ausgabe des Xbox-360-Controllers) ausführen. Das gilt natürlich auch für die R2-Taste, die wiederum die rechten acht Icons aktiviert. Zwar verlangt das Ganze einige Zeit an Eingewöhnung, doch nach einer Weile hat man den Bogen raus.

Grafisch und musikalisch beeindruckend

Egal, ob free 2 play oder im Abo, heutzutage bietet fast jedes MMORPG eine ansprechende Optik. Auch Final Fantasy XIV: A Realm Reborn macht hier keine Ausnahme. Square Enix offeriert seinen Fans eine Welt, die nicht nur aufgrund ihrer Charaktere besticht, sondern auch optisch einiges zu bieten hat.

Von finsteren Häusern und Höhlen bis hin zu grellbunten Kampfanimationen findet sich alles, was dem gemeinen Grafik-Fan das Herz aufgehen lässt. Natürlich kann das Spiel in seiner vollen Pracht nur von einem Rechner mit entsprechender Hardware dargestellt werden. Und selbst den stärksten Highend-Maschinen schlottern die Kühlerrotoren, wenn sich auf einmal über hundert Spieler auf dem Bildschirm tummeln.

Auch in Sachen Klang setzt Square Enix wieder auf Klasse statt Masse. Während die meisten Rollenspiele ihren Spielern das genretypischen 08/15-Fantasy_Ggedudel ins Ohr blasen, setzt Square auf eine musikalische Untermalung, die Substanz besitzt. Musikalisch setzt sich jede Komposition in den verschiedenen Szenen eindrucksvoll in Szene. Square Enix trifft hierbei immer die richtigen Akzente.

PC versus Konsole

Final Fantasy XIV: A Realm Reborn ist neben dem PC auch für die PlayStation 3 im Handel erhältlich. An der bereits beschriebenen Controller-Steuerung ändert sich nichts, lediglich die ABXY-Tasten wurden natürlich gegen die PlayStation-typischen Symbole ausgetauscht. Was im Vergleich mit der PC-Version sofort ins Auge sticht, ist – nicht überraschend – die schlechtere Grafik. Während es der PC mit links schafft, zahlreiche Effekte und Spielfiguren ohne Detailverlust auf den Bildschirm zu zaubern, hat die PlayStation 3 ein wenig damit zu kämpfen.

Figuren, Landschaften und Gebäude werden mit deutlich weniger Details präsentiert. Zudem wirken die Texturen stellenweise etwas plump und sind weit vom PC-Standard entfernt. Dennoch und wegen der fast schon an Perfektion grenzenden Steuerung ist es immer wieder ein Vergnügen, auch auf der Konsole Final Fantasy XIV: A Realm Reborn ins Laufwerk zu legen. Inhaltliche Unterschiede gibt es keine.

Free 2 play oder Abo?

Seit einigen Jahren liegt es im Trend, ein MMORPG nicht mehr mit einem Bezahlsystem à la World of WarCraft zu veröffentlichen, sondern es den Spielern als free 2 play zur Verfügung zu stellen.

Anders sieht es jedoch bei Final Fantasy XIV: A Realm Reborn aus, das ganz normal im Laden oder Online-Handel zum Kauf bereitsteht. Hinzu kommt eine monatliche Gebühr.

Fazit

von Florian Merz

Square Enix hat es geschafft, eine vermeintlich tote Marke wiederzubeleben und dermaßen ansprechend umzugestalten, dass man nur applaudieren kann. Neben den spielerischen Aspekten stimmt auch optisch und musikalisch fast alles. Nur hin und wieder treten kleinere Unstimmigkeiten, wie aufpoppende Texturen, auf. Die PS3-Version muss naturgemäß technisch etwas mehr Kritik einstecken als der große PC-Bruder. Dafür überzeugt aber auch hier die mehr als gelungene Controller-Steuerung. Wer Fan der Final-Fantasy-Reihe ist und zudem Online-Rollenspiele mag, kann getrost zugreifen.

Überblick

Pro

  • ansprechende Optik
  • sehr gute Sound-Untermalung
  • zahlreiche Quests
  • lustige Dialoge
  • sehr gute Controller-Steuerung
  • motivierendes Levelsystem

Contra

  • sehr viel Text
  • PS3-Version grafisch schwächer
  • holpriger Einstieg

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