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Special - Grafikkarten: Kepler vs. Tahiti : GTX 670 und GTX 690 im Test

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Apropos GPU: Seid ihr auf dem Windows-Desktop unterwegs fernab von Spielen, taktet sich der Grafik-Chip auf 324 MHz herunter, dagegen bleibt der Speichertakt unverändert hoch. Somit dürfte der Stromsparmodus ähnlich verschwenderisch mit viel Einsparpotenzial umgehen wie bei der GTX 680. Für die Stromversorgung müsst ihr übrigens zwei 6-Pin-Stecker des Netzteils anschließen.

Wie bei der GTX 680 dürft ihr bis zu vier Bildschirme an die GTX 670 anschließen. Dafür stehen euch zwei Dual-Link-DVI-Häfen zur Verfügung, ein DisplayPort (1.2) sowie ein HDMI-Slot (1.4a). Damit ergibt sich eine maximale Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln.

Geforce GTX 690: Die zweiköpfige Raubkatze

Vorsicht, Schwertransport: Für die absoluten Enthusiasten lässt Nvidia die bissige Geforce GTX 690 mit zwei Grafikchips von der Leine. Jedem der beiden Gehirne wird ein komplett aktivierter GK104-Chip eingepflanzt, der in genau dieser Ausführung einzeln in der GTX 680 schuftet. Das bedeutet: Sämtliche Bauteile, wie die Shader- und Textureinheiten, sind in doppelter Ausführung im Vergleich zur GTX 680 vorhanden, auch der 2.048 MB große GDDR5-Videospeicher je GPU mit 3.004 MHz Takt und 256 Bit Speicher-Interface ist identisch zum Single-Core-Flaggschiff. Lediglich der GPU-Takt bleibt mit seinen 915 MHz Basistakt (1.019 MHz im Boost-Modus) auf dem GTX-670-Niveau, ansonsten darf im Fall der GTX 690 von einer echten verdoppelten GTX 680 gesprochen werden. Die Sahneschnitte hat jedoch ihren Preis: Für ein Exemplar müsst ihr mindestens 905 Euro an den Händler überweisen, sonst bleibt die Bildgranate im Safe liegen.

Beide Grafik-Chips werden über einen internen PCIe-Switch gesteuert, der in der Regel effizienter arbeitet als zwei Grafikkarten im SLI-Verbund. Dabei soll das Muskelpaket maximal 300 Watt aufnehmen, die gewöhnliche Aufnahme gibt Nvidia mit 263 Watt an.

Zwei Grafik-Chips benötigen Platz. Die 28 cm lange Platine wirkt durch das protzige Kühlsystem daher umso brachialer im Vergleich zu den Ein-Kern-Geschwistern. Kernstück der Kühlung bildet ein zentral platzierter 85 mm großer Axiallüfter beim Referenz-Design, mit dem Nvidia genügend Frischluft bei gleichzeitig möglichst geringen Geräuschen durch die beiden mächtigen Aluminiumkörper pusten möchte. Mit der dafür integrierten mehrstufigen Lüftersteuerung arbeitet die Karte laut Nvidia nur so schnell wie nötig, kann bei hoher Hitzeentwicklung allerdings auch die nötige Kühlkraft aus sich herausholen. Auf eine zusätzliche Kühlplatte für die Platinenrückseite wird verzichtet, sodass das Dual-Slot-Design relativ kompakt ausfällt.

Für die Stromversorgung werden zwei 8-Pin-Stromstecker fällig. Der Stromsparmodus arbeitet dabei genau wie bei der GTX 670 und schraubt den GPU-Takt im Windows-Desktop-Betrieb auf 324 MHz herunter, während der Videospeicher unverändert hoch taktet.

Bis zu vier Bildschirme könnt ihr auch mit dieser Kepler-Karte anstöpseln. Dafür hält das Slot-Blech drei Dual-Link-DVI-Anschlüsse und einen Mini-DisplayPort (1.2) bereit. Ein HDMI-Port, den die GTX 670 und GTX 680 bieten, ist dagegen nicht vorgesehen.

Aktuelle Technik unter der Haube

Als waschechte Kepler-Karten schlummern in der GTX 670 und GTX 690 genau die gleichen Eigenschaften wie in der GTX 680. Zu den Glanzstücken der Kepler-Architektur gehören unter anderem der Turbo-Modus, mit dem der GPU-Takt automatisch übertaktet wird, die neue Kantenglättung TXAA mit einer höheren Performance bei besserer Kantenglättung im Vergleich zu FXAA sowie adaptives Vsync. Was sich genau hinter diesen Features versteckt, seht ihr in unserem GTX-680-Test.

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