Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Test - Hellgate: London : Endlich ein 'Diablo 2'-Nachfolger?

  • PC
Von  |  |  | Kommentieren

Action wird satt geboten, vor allem im Multiplayer-Modus, in welchem bis zu acht Spieler gemeinsam in die Levels losstiefeln können. Die U-Bahn-Stationen dienen dabei als Treffpunkte für alle Spieler auf dem Server, während die einzelnen Levelabschnitte für die jeweilige Gruppe instanziert werden. Im Prinzip also nicht unähnlich dem System, das auch in 'Dungeons & Dragons Online' verwendet wurde. Nachteil dessen ist natürlich, dass im Grunde nie ein echtes Spielweltgefühl auftritt. Zudem bieten die Stationen nur begrenzt Platz für Spieler und werden bei Überschuss auch instanziert, sodass ihr mitunter eure Freunde im Spiel nur per Text erreichen könnt und ein Treffen erst als Gruppe in einer Instanz möglich ist. Geht natürlich auch schlecht anders, denn wenn sich ein paar Dutzend Spieler in den kleinen Stationen sammeln, wäre Chaos angesagt.

Rein, umhauen, plündern, raus

Das Gameplay selbst ist im Grunde recht simpel und anfänglich auch kurzweilig: Rein ins Level, alles umhauen, was sich bewegt, und nebenher die Simpelquests lösen und ordentlich Beute einsacken. Ein altbewährtes Spielprinzip, wenn auch extrem anspruchslos und in diesem Fall auf das Minimalste begrenzt, obwohl die unterschiedliche Spielweise der Charakterklassen durchaus für etwas Abwechslung sorgt. Blöderweise ist das Spielprinzip aber auch schon etwas betagt und könnte dringend mal etwas Auffrischung gebrauchen – wirklich neue Ideen sind nicht zu entdecken. Die Langzeitmotivation sinkt mit zügigem Tempo dank der uninteressanten Story und des letztendlich immens monotonen Gameplays. Dazu trägt auch nicht gerade positiv bei, dass die Umgebungen der Levels sich immer wieder wiederholen und auch die Zufallsgenerierung kaum Besserung schafft.

Das London des Spiels umfasst im Grunde sehr viele Gebiete, jedoch stets im gleichen Look. U-Bahn-Tunnel, Wartungsräume und immer gleich aussehende zerfallene Straßen und Stationen – da ist der der Anreiz zum Weiterspielen dahin. Hoffnungsschimmer, wie die düstere Nekropolis, trifft man viel zu selten. Hinzu kommt, dass die Levels strikt linear sind und im Grunde nur aus Schläuchen mit sporadischen Nebenräumen bestehen. Auch die Gegner bieten im Grunde wenig Abwechslung. Zwar gibt es recht viele verschiedene Arten, jedoch wiederholen diese sich ab einem gewissen Punkt oder werden nur durch stärkere Varianten mit anderer Farbe und Größe ersetzt.

Dafür ist das Monster-Design an sich recht schick geworden, einige der Viecher sehen wirklich prima aus. Jedoch hakt es über weite Strecken am Balancing, welches sich als sehr unausgewogen entpuppt. Viele Abschnitte sind schlicht zu leicht und fordern den Spieler zu keiner Sekunde, während man in anderen Abschnitten kaum eine Chance hat. Nicht selten sind bestimmte Bosse gerade mal eine Lachnummer im Vergleich zu den „Trashmobs“ davor. Ebenfalls sehr schade: Wirklich einprägsame Bosse, wie seinerzeit die „Legenden“ Baal oder Mephisto in 'Diablo 2', sind nicht zu entdecken. Mit wenigen Ausnahmen wirken alle Bosse eigentlich nur wie stärkere Versionen ihrer kleineren Kollegen. Auch das taktische Element der unterschiedlichen Schadensarten kommt im Grunde viel zu kurz.

Kommentarezum Artikel