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Preview - Heroes Over Europe : Zweiter Weltkrieg in den Wolken

  • PC
  • PS3
  • X360
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Die Steuerung im Arcade-Modus ist einfach gehalten und erinnert stark an Blazing Angels. Ihr gebt per rechtem Analogstick Gas und vollführt Flugmanöver mit dem linken Stick. Darüber hinaus gibt es eine Zoom-Funktion und die Möglichkeit, einen Blick nach hinten zu werfen. Ausserdem ist das Spiel sehr grosszügig, was die Zielgenauigkeit des Spielers angeht. Sekundärwaffen gibt es in den Fliegern ebenfalls, allerdings erst in den späteren Missionen. Wer es realistischer mag, der wählt den Professionell-Modus aus. Dieser fordert euch mit einer sehr anspruchsvollen Steuerung, bei der vor allem schlichtes Wenden viel kniffliger ist und ihr selbst Windböen beachten müsst.

Scharfschützen-Blick für geduldige Naturen

Das Maschinengewehr lasst ihr auf Knopfdruck sprechen. Spezielle Flug-Kapriolen à la Blazing Angels sind nicht möglich, dafür gibt's einen speziellen Ziemlodus. Fliegt ihr nahe an einen Gegner und habt ihm im Visier ohne zu ballern, lädt sich eine Energie auf. Ist sie zumindest zur Hälfte voll, schaltet ihr in einen Art Scharfschützen-Blick - die Perspektive zoomt auf den Feind, worauf ihr für kurze Zeit einen Ziel-Cursor steuert. Nun gilt es, bestimmte Ziele am feindlichen Flieger zu treffen, etwa Propeller, Munitionskisten, den Motor oder gar den Pilot.

Mit solchen Spezialchüssen erledigt ihr die Gegner mit einem, oder zumindest mit ganz wenigen Treffern. Das spart nicht nur Zeit, sondern sieht auch noch spektakulär aus. Schiesst ihr daneben, wechselt das Spiel in die normale Perspektive zurück. In der Praxis ist es ziemlich gewöhnungsbedürftig, einen Flieger derart aufzulauern, anstatt bequem (und oft eigentlich erfolgreicher) aus der Distanz loszuballern. Immerhin kommt so etwas Taktik ins Spiel: Soll ich einen Ziemlodus-Angriff wagen oder auf Nummer Sicher gehen?

Nachholbedarf am Boden

Abseits des Zielmodus hat Heroes Over Europe allerdings keine eigenen Ideen zu bieten. Zumindest in unserer Preview-Version sind gerade die ersten Levels anspruchslos, um nicht zu sagen: langweilig ausgefallen. Erst später nimmt die Flug-Ballerei an Fahrt an, dann dafür ziemlich ordentlich, vor allem was den Schwierigkeitsgrad angeht. Hier sollten die Designer noch schrauben. Die eine oder andere etwas originellere Mission würde auch nicht schaden - typische Beschützer-, Aufklärungs- und Zerstörungsaufgaben kennt man schon von der Konkurrenz . Dies gilt natürlich auch für das WWII-Szenario in den Lüften Europas. Der Umfang scheint uns mit 14 Levels ebenfalls nicht üppig, aber möglicherweise legt das Spiel bis zum Release noch zu. Gespannt sind wir auch auf den angekündigten Mehrspieler-Modus.

Nicht nur beim Spieldesign, sondern auch im technischen Bereich sollte das Bodenpersonal im Hangar von Transmission Games noch nachbessern. Die Action sieht zwar nicht schlecht aus, die Bodentexturen wirken jedoch arg matschig und die Details wirken zuweilen mehr nach Setzkasten als nach Fotorealität. Visuelle Highlights wie das brennende London sind eher selten. Gut sind dagegen bereits jetzt die Spezialeffekte wie Wolken, Feuer und Rauch. Sehr überzeugend ist auch die Weitsicht und das Fluggefühl. Wenn Dutzende Flieger sich bekämpfen kommt prima Kriegsatmosphäre auf. Die Propagandalastige Präsentation zwischen den Levels passt gut zum Szenario, die deutsche Sprachausgabe kann die Stimmung des englischen Originals allerdings noch nicht immer einfangen - schade, denn die einzelnen Flügelmänner quasseln fast die gesamten Missionen über.

Fazit

von David Stöckli
Soviel lässt sich bereits anhand der Preview-Fassung erkennen: Wer auf der Suche nach einem typischen Flugaction-Spiel im WWII-Szenario ist, dürfte mit Heroes Over Europe bestens bedient werden. Mir fehlen aber neue Ideen, spannendere Action und mehr Raffinesse, vom ausgelutschten WWII-Szenario ganz zu schweigen. Der Zielmodus als besonderes Feature wirkt aufgesetzt, bringt aber immerhin etwas Nervenkitzel. Ich bin gespannt, ob die Spieldesigner sowohl inhaltlich als auch technisch noch nachlegen werden. Als Highlight könnte sich der Mehrspieler-Modus entpuppen, der in unserer Vorab-Fassung allerdings noch nicht spielbar war.

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