Test - Homefront: The Revolution : Ruinen der Revolution
- PC
- PS4
Technischer Reinfall
Die technische Seite von Homefront: The Revolution fällt ganz klar negativ auf. Die PC-Fassung hat mit starken Rucklern zu kämpfen. Die PlayStation 4 schafft keine konstanten 30 Frames pro Sekunde, hier ruckelt der Titel noch stärker, insbesondere vor jeder Ladezone. Diese dauern teilweise bis zu drei Sekunden. Man muss schon unglaublich viel Enthusiasmus mitbringen, damit man sich von dieser Performance nicht aufhalten lässt. Vor allem sind diese Ruckler erstaunlich, da die Engine dennoch immer wieder mit aufpoppenden Texturen zu kämpfen hat.
Dazu passieren immer wieder Dinge, die sich nicht nachvollziehen lassen. Während unserer Testsitzungen auf dem PC hatten wir des Öfteren das Problem, dass sich unsere Waffen nicht mehr abfeuern ließen. Ein Neustart half. Dann hingen wir an einer Ecke fest und konnten uns nicht mehr bewegen. Ein Neustart half. Beim Einkaufen am Waffenschrank wurden wir in den Waffenschrank teleportiert und konnten uns wieder nicht bewegen. Ein Neustart half.
Bei einigen Missionen, in denen wir Fahrzeuge begleiten mussten, blieben sie hängen und fuhren nicht mehr weiter. Hier halfen mehrere Neustarts. Vor der letzten Mission fehlten uns plötzlich alle Waffen. Bei diesem Gamebreaker-Bug half kein Neustart, sondern ein aufwendiger Workaround. Dann fielen wir plötzlich durch den Boden. Immerhin war an dieser Stelle kein manueller Neustart notwendig, weil die Entwickler unter der Spielwelt einen Reset-Punkt gesetzt haben. Es scheint so, als wäre dieses Problem bekannt.
Der Koop-Modus von Homefront: The Revolution läuft als eigenständiger Part neben der Kampagne. Während unseres Tests hatten wir sowohl auf dem PC als auch auf den Konsolen weniger technische Probleme in den Multiplayer-Sitzungen. Es ließen sich deutlich weniger Framerate-Einbrüche beobachten im Vergleich zu den Hauptmissionen. Dafür wirkten die Texturen deutlich matschiger und blasser. Dazu hatte die Engine immer wieder mit starken Pop-up-Effekten zu kämpfen. Ein Vorteil war das Ausbleiben der längeren Aussetzer.
Leider sorgten die Animationen der Mitspieler häufig für Probleme. Stellenweise sprangen die einzelnen Modelle bei Verbindungsproblemen wild über die Karte. Nach dem Fallen der eigenen Figur schaute man über eine Zuschauerkamera seinen Team-Kollegen zu. Dabei beobachtete man immer wieder, wie die Spielfiguren auf Kanten schwebten oder mit zwei Dritteln ihres Körpers in Wänden oder Absperrungen standen. Laser-Visiere von Waffen leuchteten stellenweise durch Wände hindurch und ihr Laser schien unendlich weit zu strahlen.
Die Liste der weiteren Probleme ist leider lang. Zwar hat es sich mit dem Day-One-Patch ein wenig gebessert, dennoch wurden wir weiterhin von all diesen Problemen geplagt. Das macht es sehr schwer, längere Zeit mit Homefront: The Revolution zu verbringen. Schade, denn nach dem Anspiel-Event in London hatten wir uns sehr auf Homefront: The Revolution gefreut. Leider zeigen all die technischen Probleme, dass unsere damalige Vorfreude zu optimistisch war.


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