Preview - Hyper Light Breaker : Angespielt: Dieses Prequel macht vieles anders
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Handelt es sich noch um ein Prequel, wenn so ziemlich jedes Kernelement des Originals komplett überarbeitet, wenn nicht gar ausgetauscht wurde? Diese philosophische Frage muss sich Heart Machine bei Hyper Light Breaker definitiv gefallen lassen. Während Hyper Light Drifter noch einen in Pixelart gewandeten Mix aus The Legend of Zelda und Diablo darstellte, setzt der neue Teil auf eine waschechte 3D-Grafik und umfangreiche Rogue-like-Mechaniken. Eine mutige Entscheidung, die im aktuellen Zustand noch etwas Feinschliff benötigt, aber jede Menge Potenzial birgt.
Das Ziel in Hyper Light Breaker fällt denkbar einfach aus: Ihr müsst den Abyss-König besiegen. Doch freilich stellt sich euch der bösartige Obermotz nicht ohne gehörige Vorarbeit. Zunächst stürzt ihr euch in eine prozedural generierte Open World, die aus mehreren zusammenhängenden Biomen besteht. Hier lauern seine Untergebenen auf euch; erst wenn ihr die Bosse besiegt habt, stellt sich euch der Adlige höchstselbst. Beim Early-Access-Start am 14. Januar 2025 stehen lediglich zwei dieser sogenannten „Crowns“ zum Kampf bereit, weitere folgen im Verlauf der Entwicklung.
Hauch der Freiheit
Bevor ihr euch jedoch in die offenen Gebiete wagt, rüstet ihr euren Charakter im Hub aus. Typisch Rogue-like sammelt ihr in Runs diverse Ressourcen, die ihr in eurer Basis für dauerhafte Upgrades eurer Breaker genannten Figuren auf den Kopf haut. Von denen gibt es mehrere Varianten, die über unterschiedliche Attribute und Skills verfügen. Etwas von der Genre-Konkurrenz hebt sich Hyper Light Breaker durch den Umstand ab, dass ihr auch mitten in einem Run in die Basis zurückkehren dürft.
Ein taktischer Rückzug stellt meiner ersten Erfahrung nach einen wichtigen Faktor dar. Denn je länger ihr durch die Biome streift und Jagd auf die Bosse macht, desto gefährlicher gestaltet sich das Erlebnis. Gegner werden immer stärker und auch Umweltereignisse treten häufiger auf. Schon während meines Preview-Runs reiste ich einmal zurück, denn nach etwa 25 Minuten in der offenen Welt setzte mir das Spiel bereits ordentlich zu. Nach meiner Rückkehr pendelte sich der Schwierigkeitsgrad weitgehend auf Normal-Niveau ein.
Glücklicherweise gibt euch Hyper Light Breaker weitere Möglichkeiten für die Flucht nach hinten an die Hand. Im besten Breath-of-the-Wild-Stil springt ihr furchtlos von Klippen und Mauern, denn der Gleitschirm verhindert einen Absturz. Das Hoverboard hingegen bringt euch schnell von A nach B oder aus der Gefahrenzone. Allerdings fühlten sich die Bewegungen auf dem Marty-McFly-Brett in der Preview-Fassung noch etwas ungelenk an.
Kloppen und Ballern
Einen Großteil der Kämpfe geht ihr, zumindest meinem ersten Eindruck nach, im Nahkampf an. Dafür wählt ihr aus diversen Prügeln – von schnellen Dolchen bis hin zu wuchtigen Zweihandhämmern bietet Hyper Light Breaker alles. Die Waffen fühlen sich wunderbar unterschiedlich an und speziell im Team erlaubt das Spiel so jede Menge Varianz. Denn das Entwicklungsstudio legt viel Wert auf Koop-Funktionalität. Bis zu drei Leute ziehen gleichzeitig in den Kampf gegen den Abyss-König. Natürlich dürft ihr auch alleine zocken, wenn euch das mehr liegt.
Simples Draufhauen führt aber schneller zum Tod als der DeLorean in die Zukunft. Ausweichmanöver und Paraden sind für das Überleben unverzichtbar, was ein flottes und spannendes Kampfsystem heraufbeschwört. Für zukünftige Updates wünsche ich mir aber ein saftigeres Trefferfeedback. Besonders im Kampf gegen die Bosse müsst ihr sämtliche Register ziehen und eure Reflexe schärfen, um nicht innerhalb weniger Sekunden aus dem Leben geprügelt zu werden. Die Breaker fahren zudem unterschiedliche Spezial-Skills auf, durch die sie sich gegenseitig heilen oder Flächenschaden verursachen können.
Schusswaffen existieren ebenfalls und variieren von Schrotflinten über Pistolen bis hin zu Maschinengewehren. Munition ist allerdings rar gesät und mir wurde beim Anspiel nicht klar, wie ich an neue Projektile herankomme. Irgendwie hängt das mit erfolgreichen Paraden und Nahkampfangriffen zusammen. Vermutlich klärt sich alles im fertigen Spiel sehr schnell auf. Preview-Sessions bieten halt selten genügend Zeit, um alle Mechaniken zu ergründen.
Das mit Spannung erwartete Open-World-Koop-Rogue-lite-Spiel wird offiziell am 14. Januar 2025 im Steam Early Access veröffentlicht und im neuesten Video erfahrt ihr mehr dazu.
Einen ersten Blick gewährte mir das Studio zudem auf die HoloBytes genannten passiven Upgrades, die für die Anpassung eures Charakters immens wichtig ausfallen. Sie lassen den Breaker beispielsweise mehr Schaden verursachen, erhöhen seine Ausdauer oder verstärken bestimmte Waffen. Ihr erhaltet sie unter anderem durch Siege über mächtige Gegner, allerdings gibt es einen Haken: Wechselt ihr einen HoloByte aus, wird er zerstört. Ein interessantes System, das spannende Meta-Builds ermöglichen könnte.



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