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Test - Juiced 2 : Saftige Raserei in der zweiten Runde

  • PS2
  • X360
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Gegen Persönlichkeiten antreten

Immerhin gibt es unterschiedliche Charaktere, gegen die ihr in den Rennen antreten dürft. Das bringt zum einen mehr Emotionen ins Spiel und zum anderen können die Fahrer ein wenig eingeschätzt werden. Crystal kann schnell eingeschüchtert werden, während Tyrone sehr aggressiv auf der Strecke agiert. Leider ist die KI nicht wirklich sehr schlau und lässt sich leicht auskontern. Beim Anbremsen ist sie grundsätzlich zu früh dran und wenn man lange genug am Heck kleben bleibt, erschrickt der Fahrer und nimmt erst mal Anlauf auf die Seitenbegrenzung. Besonders in Rennen, in denen die Leitplanken nicht berührt werden dürfen, ein sehr nützliches Feature. Auffällig ist jedoch, dass auch hier wieder die Regeln der Arcade-Renner greifen. Der Computer kann und darf schummeln. Liegen wir weit zurück, fährt er langsamer, drohen wir zu weit wegzufahren, hat er auf einmal super viel Nitro und kommt doch wieder ran. Das ist ärgerlich, aber so bleiben die Rennen wenigstens spannend.

Online dürft ihr auf der Xbox 360 die Offline-Karriere von Neuem beginnen. Bis zu acht Teilnehmer bestreiten die Rennen und kämpfen um Positionen. Da es sehr viele Ligen gibt, verteilen sich die Spieler natürlich relativ stark in den einzelnen Lobbys. Ein neuer Ansatz, an den man sich erst gewöhnen muss, aber gegen andere Spieler macht Rennen fahren immer gleich viel mehr Spaß. Schade nur, dass die PS2-Fassung auf Online-Rasereien verzichtet.

Gut oder schlecht?

Wie soll man 'Juiced 2' jetzt fair bewerten? Auf der einen Seite sollte man keinen Realismus erwarten. Für Bastelfreunde gibt es ausreichend zu tun, obwohl ein paar mehr Informationen nicht verkehrt gewesen wären. Driften macht richtig, richtig viel Spaß. Normale Rennen sind für Fans von Arcade-Rennen schnell und fordernd. Allerdings hat uns in der Hinsicht 'PGR4' besser gefallen, sowohl optisch als auch fahrerisch. Driften gab es in der Form noch nie und soweit man das jetzt schon sagen kann, ist es nicht mit den Events in 'Need for Speed: Pro Street' vergleichbar, das mehr auf Realismus setzt. Kümmert euch also nicht um das unrealistische Arcade-Feeling in 'Juiced 2', probiert die Demo aus und entscheidet selbst, ob euch das Fahrverhalten zusagt.

Gekürzte PS2-Version

Zeitgleich mit der Xbox-360-Version erscheint 'Juiced 2' auch für die PlayStation 2. Doch was ist da passiert? Reichte die Zeit nicht mehr aus? Warum wurden gerade beim Tuning so viele Einschnitte vorgenommen? Nicht nur dass die Anzahl der Tuningteile deutlich geringer ist, es wurden auch komplette Kategorien geschnitten. Keine auswechselbaren Scheinwerfer, keine Sitze, keine Lenkräder und keine Tieferlegungen. Einen richtigen Online-Modus gibt es leider auch nicht mehr, wie schon erwähnt. Dazu wurden Cockpitansicht und sämtliche Figuren aus der Version entfernt. Auch die Rennstrecken, vor allem die sehr fantasievollen Driftstrecken, wurden gegen relativ normale, harmlose, um nicht zu sagen sehr viel langweiligere Umgebungen ersetzt. Eine echte Enttäuschung, vor der wir euch an dieser Stelle warnen möchten.

Fazit

von Dennis Hartmann
Auf meinen Schultern sitzen Engelchen und Teufelchen. Der eine sagt, dass 'Juiced 2' auf der X360 eigentlich alles bietet, was ein richtiges Rennspiel bieten muss. Der Umfang stimmt, das Tuning ist umfangreich und ein großer Teil der Wettbewerbe macht Spaß. Allerdings stört mich die Optik des Spiels, ein Bereich, von dem ich gehofft hatte, dass die Entwickler noch mehr Arbeit reinstecken würden. Auch an das unrealistische Fahrverhalten mag ich mich nicht gewöhnen. 'Juiced 2' schafft es bei mir einfach nicht, Emotionen zu wecken. Beim Spielen habe ich gemerkt, dass selten so richtig Hochstimmung aufkommt, die mich mitreißt. Nur die Drift-Events, auf die lasse ich nichts kommen, die sind erste Sahne. Nicht gelungen ist hingegen die stark abgespeckte PS2-Fassung, die mit ihrem Next-Gen-Bruder keineswegs mithalten kann.

Überblick

Pro

  • lange Karriere on- wie offline
  • ordentliche Fahrzeugauswahl
  • viele Tuningoptionen
  • Driften macht Spaß

Contra

  • Fahrverhalten total unrealistisch
  • Optik nur Mittelmaß
  • DNA sinnlos
  • Gummiband-KI

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