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News - NetEase : Weiteres Studio nach nur zwei Jahren geschlossen

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    NetEase ist ja nicht gerade ein Konzern, dem es an Ressourcen mangelt, aber Umstrukturierungen gibt es dennoch und denen ist ein weiteres Studio zum Opfer gefallen. 

    Die Meldungen, dass NetEase nicht mehr so wirklich Bock hat auf Studios in den USA, scheint zu stimmen. Wie Rich Vogel, Chef von T-Minus Zero Entertainment, einem zu NetEase gehörenden Studio in Austin, bestätigte, wurde dem Entwickler seitens NetEase der Stecker gezogen. Das Studio wurde erst im August 2023 gegründet. Das Team hat an einem neuen Multiplayer-Action-Spiel in der Third-Person-Perspektive gearbeitet, das auf einer weltweit bekannten Public-Domain-IP basieren sollte.

    Vogel ist kein unbekannter Name, er hat schon mehrere Studios gegründet, darunter Sony Online Entertainment Austin, BioWare Austin und Bethesda Game Studios Austin, und war für die Entwicklung von Spielen wie Ultima Online, Star Wars: Galaxies und Star Wars: The Old Republic verantwortlich.

    In einem Statement von Vogel auf der LinkedIn-Seite des Studios heißt es: "Wir sind NetEase echt dankbar, dass sie uns so viel Freiraum und Unterstützung gegeben haben – von der Suche nach potenziellen Investoren bis hin zur Zeit und dem Budget, um unser Spiel zu einer voll spielbaren Demo zu entwickeln. Das hat echt viel Interesse geweckt. Trotzdem haben uns die aktuellen Marktbedingungen daran gehindert, die Finanzierung zu bekommen, die wir gerade brauchen."

    Dasselbe Schicksal ereilte bereits zuvor die Studios Worlds Untold und Jar of Sparks. Und auch die Marvel-Rivals-Mannschaft in Seattle blieb nicht verschont: Obwohl der Helden-Shooter weltweit Millionen Spieler anzieht und eigentlich als Erfolg gelten müsste, wurden mitten im laufenden Betrieb Mitarbeiter entlassen. Die Entwicklung wird jetzt zentral von China aus gesteuert, während die US-Präsenz zurückgestutzt wurde.

    Doch das war nur die Spitze des Eisbergs. Anfang des Jahres hatte NetEase bereits hunderte Jobs in seiner strategischen Investment-Abteilung gestrichen. Dort ging es weniger um Spieleentwicklung, sondern um die Frage, welche Projekte überhaupt noch als zukunftsfähig gelten. Der Vorstand formulierte das eiskalt: Nur Spiele mit klarer Aussicht auf hunderte Millionen Dollar Umsatz bekommen weiterhin Unterstützung. Alles andere – egal wie spannend oder kreativ – wurde gestrichen. Entsprechend hart traf es kleinere und frisch gegründete Studios im Ausland, darunter Teams in Kanada, den USA, Japan und Europa.

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