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Test - Overlord 2 : Einmal richtig böse sein?

  • PC
  • PS3
  • X360
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Als Overlord im Juni 2007 erschien, hatte wohl niemand das Spiel so richtig auf dem Radar. Dennoch mauserte sich der parodistische Mix aus Action, Rollenspiel und Strategie zu einem echten Überraschungshit. Nicht zuletzt, weil man die chaotische Schergenhorde einfach ins Herz schließen musste. Klar, dass da ein Nachfolger kommen muss, zumal das originelle Spielprinzip durchaus noch Raum für Verbesserungen bot. Die Triumph Studios bemühten sich also, dem guten Vorgänger eins draufzusetzen. Vielleicht hier ein bisschen zu sehr und da ein bisschen zu wenig.

Greenpeace-Elfen und Pseudo-Römer

Etwa 50 Jahre sind vergangen, seit der letzte Overlord sein Unwesen trieb, sein dunkler Turm ist nur noch ein Haufen Bauschutt und die Schergen (irgendwie eine Mischung aus Kobold und Gremlin) führerlos. Doch alles wird anders, als im kleinen Kaff Nordberg ein ganz besonderes Kind auf die Welt kommt und schon in jungen Jahren das Schikanieren lernt. Klar, es handelt sich um den Sohnemann vom damaligen Overlord. Die Schergen jedenfalls machen dieses besondere Kind ausfindig und ziehen es in der Unterwelt zu einem neuen Overlord heran. Dessen Rolle natürlich ihr übernehmen dürft.

Am eigentlichen Spielprinzip, welches euch mit einem Tutorial-Einsatz nahegebracht wird, hat sich nichts geändert. Wie gehabt zieht ihr mit einer Horde mehr oder minder grenzdebiler Schergen durch die Lande und richtet Chaos an. Eure Gegner bestehen dabei aus einem römisch angehauchten Imperium, welches alles Magische aus der Welt räumen will, sowie einer Organisation leicht tuntiger Hippie-Elfen, die es sich in den Kopf gesetzt haben, alles Niedliche und Flauschige zu beschützen. Was unseren Zielen als böser Overlord natürlich völlig zuwider ist. Niedlich geht ja mal gar nicht.

Reittiere und Schiffe

Zwar könnt ihr mit eurem aus der Third-Person-Sicht gesteuerten Overlord auch mal selbst zuhauen und Zauber aussprechen, zumeist geht es aber darum, eure Schergenbande zu befehligen. Vier Arten gibt es, die ihr euch nach und nach erspielt, was im Vergleich zum Vorgänger absolut keine Neuerung darstellt. Braune Schergen betätigen sich als Nahkämpfer, rote als Fernkämpfer mit Feuerfähigkeiten, grüne als getarnte Hinterrücks-Angreifer und blaue als Heiler. Neu ist allerdings, dass die Kameraden Reittiere nutzen können. So hüpfen die braunen auf den Rücken von Wölfen und können damit Gräben überspringen. Die grünen schnallen Spinnen den Sattel auf und krabbeln damit an Wänden lang.

Overlord 2 - New Overlord Trailer
Frische Eindrücke aus Overlord 2.

Das bietet Raum für neue Rätsel und wird dann und wann auch mal genutzt. Zudem könnt ihr mit euren Kumpanen sporadisch Gerätschaften wie Katapulte oder gar ein Schiff besetzen. Der gezielte Einsatz der Schergen, die dank weitgehend gut durchdachter Steuerung effektiv zu befehligen sind, ist der Schlüssel zum Spiel. Bestimmte Passagen und Aufgaben können nur von bestimmten Schergentypen erledigt werden und im Kampf zählt eine gute Mischung aus allen Arten. Schergen sammeln weiterhin Krempel aus der Umgebung als Ausrüstung und verbessern ihr Level. Erfreulich ist, dass ihr in eurem Turm nun auch altgediente Schergen wiederbeleben könnt.

Euer Turm bildet wieder die Basis, inklusive Portalen zu euren Einsatzorten. Im Turm könnt ihr nicht nur eure Mätressen verstauen, die freilich immer nach neuen Dekorationen krähen. Zudem verbessert ihr hier eure Schergen, lernt Zaubersprüche und schmiedet Waffen und Rüstungen. Gelegentlich bekommt ihr sogar Besuch, welcher euch um Hilfe in Form von kleineren Nebenmissionen bittet, welche die ansonsten strikt lineare Kampagne etwas auflockern.

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