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Test - Ratchet & Clank: Tools of Destruction : Action-Duo im NextGen-Format

  • PS3
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Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, die Gegner in Jenseits zu schicken, bzw. stilgerecht zu Schrauben zu verarbeiten, die wiederum gesammelt und für den Kauf von Waffen, Munition und Rüstungen an Automaten ausgegeben werden können. Als neuer „Rohstoff“ ist Raritanium dabei, das bei bestimmten Kristallen und auch bei Gegnern abfällt. Selbiges wird wiederum in Upgrades für die Waffen gesteckt, so dass ihr über mehr Munition, Reichweite oder höheren Schaden verfügt. Ebenso zahlreich sind die Gadgets, die ihr mit der Zeit sammelt. Originell zum Beispiel der Geolaser, mit dem ihr labile Wände durchbrechen könnt in Form eines Minispiels mit Hilfe der Bewegungserkennung.

Steuerung und Interface

Die Steuerung wurde im Wesentlichen beibehalten und geht Fans der Reihe sofort locker von der Hand. Mit den Aktionstasten wird gesprungen, Gadgets benutzt, interagiert oder das Schnell-Inventar aufgerufen. R1 dienst zum Ballern, R2 als Modifikator für Sprünge oder den Schraubenschlüssel. Mit L1 wechselt ihr in eine Fadenkreuz-Ansicht, während ihr mit gedrückter L2-Taste links und rechts strafen könnt. Gesteuert wird mit dem linken Analogstick aus der Third-Person-Perspektive, während ihr mit dem rechten Stick die Kamera justiert. Das alles geht in Summe reibungslos und prima von der Hand.

Das Inventar, wieder in Form eines Radial-Menüs für den schnellen Einsatz, wurde kräftig erweitert. Mit R1/L1 wechselt ihr bei aufgerufenem Quick-Menü zwischen sage und schreibe drei nach eigenem Geschmack belegbaren Seiten für Waffen und Gadgets. Da das Spiel bei aufgerufenem Menü pausiert, kommt kein Stress bei der Waffenwahl auf. Gelegentlich dürft ihr auch die Bewegungserkennung des Sixaxis-Controllers nutzen, so bei den Robowings, dem Geolaser oder beim freien Fall, um Objekten auszuweichen. Das wurde im Spiel exzellent umgesetzt und kommt für meinen Geschmack sogar etwas zu selten zum Tragen.

Kunterbunt und einfallsreich

Wie schon eingangs erwähnt, gehören die Levels von 'Tools of Destruction' zum Schönsten, was bisher auf der PS3 zu sehen war. Umfangreich, flüssig, bunt und überall mit unzähligen Animationen im Hintergrund – ganz großes Kino. Nicht nur die Umgebungen, auch die Charaktere und Gegner sind ungemein einfallsreich und vielfältig, zudem mit viel Humor umgesetzt. Wenn riesige Kampfroboter auf euch zustapfen und nach deren Zerstörung die Piloten sich als kleine schleimige Tierchen entpuppen, oder dem großen Imperator Tachyon immer wieder der Helm ins Gesicht rutscht – das hat Charme und macht Spaß.

Hinzu kommen wundervoll humorige Zwischensequenzen, die zudem mit hervorragenden Sprechern vertont wurden. Die Dialoge sprühen vor Witz, und nicht selten kringelt man sich vor Lachen. Die Hintergrundmusik gibt sich passend, aber dezent und nie störend. Hingegen kracht, klimpert und ballert es an allen Ecken und Enden, wenn Ratchet seine Wummen sprechen lässt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Mit 'Ratchet & Clank: Tools of Destruction' beweisen die Entwickler von Insomniac erneut, dass sie ihr Handwerk verstehen. Neben dem bekannt guten Gameplay und dem Humor begeistert der Titel vor allem durch seine nahezu makellose technische Umsetzung und das tolle Leveldesign. Einen Vorwurf müssen sich die Entwickler allerdings gefallen lassen: Es gibt im Grunde herzlich wenig Neues im Vergleich zu den PS2-Titeln und für Fans ist das Spiel insgesamt viel zu leicht ausgefallen. Insomniac muss aufpassen, mit der beliebten Reihe nicht langsam aber sicher in eine Sackgasse zu steuern. Dennoch ist das Spiel eine prachtvoll aussehende Perle zwischen den zahlreichen eher mittelmäßigen PS3-Titeln und gehört im Grunde zu den Pflichttiteln für die PS3.

Überblick

Pro

  • toller Humor
  • wunderschöne umfangreiche Level
  • sympathische Charaktere
  • Unmengen an Waffen und Gadgets
  • sehr originelle Gegner
  • umfangreiches Upgrade-System
  • gut gemachtes Interface
  • einwandfreie Steuerung

Contra

  • kaum echte Neuerungen
  • insgesamt zu einfach
  • Story fesselt einen nicht wirklich
  • kein Multiplayer-Modus

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