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Preview - Resistance: Fall of Man : Insomniacs neuer Streich

  • PS3
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Das WWII-Szenario wirkt inzwischen ziemlich ausgelutscht und auch die neuesten Techniken und Ideen der Entwickler ändern kaum etwas daran, dass sich dieses Genre kaum einen Schritt nach vorne bewegt. Die findigen Gamedesigner der Insomniac-Studios wollen nun das Ganze mit ihrem Mix aus Weltkrieg sowie Alien-Raumschlacht ein wenig auffrischen und dabei für Abwechslung zwischen dem x-ten Sturm auf die Normandie und dem Dresdner Bombenhagel sorgen. Ob die Rechnung aufgeht, verraten wir euch vorab in unserem Preview.

Nazi-Aliens?

Ego-Shooter im zweiten Weltkrieg gibt es auf dem Markt genügend. Ebenso existieren genug Shooter, in denen ihr auf die immer wieder sehr beliebte Alienjagd geht. Um etwas Abwechslung zu bieten, haben die Entwickler nun beide Genres gemischt und die obligatorischen Nazis kurioserweise gegen Aliens ausgetauscht, die Menschen als Wirtskörper benutzen und die britische Insel angreifen. In der Tat hört sich das Ganze sehr seltsam an, dafür bekommt man aber dennoch eine relative gute Geschichte rund um den Kampf gegen die aggressiven Chimera geboten. Die Story platziert den Spieler jedenfalls in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Um genau zu sein im Juli 1951. Einen zweiten Weltkrieg scheint es hier nie gegeben zu haben und statt Hitler und seinem braunen Gefolge bedroht eine außerirdische Rasse Namens Chimera die Menschheit. Ein Virus lässt Menschen mutieren und die Aliens beschleunigen diesen Vorgang, indem sie Gefangene infizieren und anschließend in großen Anlagen umwandeln.

Nachdem Europa gefallen ist, gibt es in England – ähnlich der französischen Résistance – noch starken Widerstand gegen die Aggressoren aus dem All und natürlich liegt es an euch, wieder einmal die Welt zu retten. Dabei schlüpft ihr in die Rolle eines Soldaten, der selbst anscheinend nicht hundertprozentig menschlich zu sein scheint. Im Verlauf des Spiels wird die nicht allzu glaubwürdige Geschichte dabei mit kurzen Einspielungen und Filmszenen in Spielgrafik erklärt. Eine weibliche Rolle darf natürlich nicht fehlen, und so erzählt eine junge Soldatin die ganze Geschichte aus ihrer Sicht. Hier wird deutlich, dass man euch gegenüber nicht besonders viel Vertrauen hat und es wohl bekannt zu sein scheint, dass ihr nicht zu der ganz normalen Sorte hitzköpfiger Soldaten gehört. Nichtsdestotrotz kämpft man mit euch an vorderster Front und versucht, Großbritannien aus den Klauen der außerirdischen Chimera zu retten.

Auf dem Schlachtfeld selbst findet ihr nebenbei Berichte und Logbücher, die ebenfalls einige Infos und den einen oder anderen brauchbaren Tipp liefern, um sich die Gegner möglichst lange vom Leib zu halten. So wird etwa in kurzen Missionsbeschreibungen und Geheimdienstberichten erklärt, wie ihr die großen vierbeinigen Stalker erledigt und welchen Zweck die Kühlaggregate auf dem Rücken der Gegner erfüllen.

Sehr clever

Das ist insbesondere in hohen Schwierigkeitsstufen nötig. Schließlich agieren die Polygon-Bösewichter nicht unbedingt wie ein Haufen dummer Schießbudenfiguren, sondern gehen gerne in Deckung und lassen euch hin und wieder richtig auflaufen. Nicht ganz so klug verhalten sich in unserer Preview-Version eure Kameraden. Zwar stürmt ihr oft genug mit einer ganzen Horde Soldaten lautstark los, jedoch schaffen es diese kaum, die Aliens ins Jenseits zu befördern, und stellen eigentlich nur reines Kanonenfutter dar. Im Großen und Ganzen ist man also auch bei ’Resistance: Fall of Man’ trotz viel Manpower als Alleinunterhalter unterwegs und muss sich durch Städte, unterirdische Anlangen, große Alienfabriken und andere Terror-Hochburgen ballern.

Diese haben es richtig in sich und nach dem relativ lahmen Anfang in verschiedenen Städten und auf bewaldeten Hügeln verschlägt es euch schnell in unterirdische Katakomben, wo ihr auch mal durch die von riesigen Würmern frisch gebohrten Tunnel kriecht. Später rennt ihr erneut in weitläufigen Landschaften umher und vernichtet die außerirdische Armee. Zur Abwechslung feuert ihr diese vom Geschütz eines Jeeps aus über den Haufen oder überrollt die Brut direkt mit einem mächtigen Panzer. Diese abwechslungsreichen Fahrlevels erinnern stark an ’Halo’ und bringen etwas frischen Wind in den Baller-Alltag von ’Resistance: Fall of Man’. Insgesamt ist es den Entwicklern gelungen, dem Spieler nach den ersten lahmen Locations im späteren Verlauf des Spiels deutlich mehr Neues zu bieten.

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