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Test - Snow Storm : Snow Storm

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Draußen ist es kalt. Wer nicht unbedingt muss, der bleibt lieber in der Nähe des nächsten Heizkörpers sitzen und schaut in die Glotze. Jetzt bekommt ihr jedoch endlich einen Grund, euch wenigstens virtuell hinaus in Schnee und Eis zu begeben: Mit 'Snow Storm' könnt ihr mit bis zu 190 Sachen auf einem Schnee-Mobil durch die allerschönsten Winterlandschaften rasen. Also, zieht euch warm an!

Immer schön cool bleiben. Bevor ihr den stärksten und schnellsten aller Motor-Schlitten durch die Kurven scheuchen dürft, müsst ihr schon etwas Rennerfahrung vorweisen können. Darum lasst uns am Anfang beginnen. Vor der ersten Runde habt ihr die Wahl zwischen drei verschiedenen Rennmodi: Training, Championchip und Multiplayer. Für alle, die es nicht erwarten können, sich auf den schnellsten Flitzer zu setzen, sei der erste Modus wärmstens empfohlen. Hier könnt ihr euch einen von sechs Charakteren auswählen, ein beliebiges Gefährt aussuchen und auf einer Strecke eurer Wahl, mit beliebigem Wetter durch den Rundkurs flitzen. Natürlich schadet es auch sonst nicht, sich an das Fahrverhalten dieser Dinger heranzutasten - die meisten von uns haben ja sicher keine Erfahrung mit diesen Renngeräten.

Wer nicht gerne alleine spielt, der kann im Multiplayer-Modus zeigen, was er drauf hat: Bis zu sechs Mitspieler lassen sich über LAN verbinden. Heisse Rennen sind also vorprogrammiert.


Snow Storm
Ansicht der Strecke vor dem Rennen.

Holt euch den Gold-Pokal
Kernstück des Spiels ist aber auf jeden Fall die Meisterschaft, die sich in drei Etappen gliedert, bei denen es um drei Pokale geht: Beim Bronze-Pokal müsst ihr nach drei Rennen über je drei Runden am Schluss den ersten Platz belegen. Dabei geht es gegen zwei Gegner, die nicht nur eure Rückenansicht sehen wollen. Für den Sieg gibt es sechs Punkte, der Zweitplatzierte bekommt noch vier und der Dritte muss sich mit zwei begnügen. Habt ihr das geschafft, stehen euch statt der bisherigen zwei, nun vier Gefährte zur Verfügung, wobei die neu dazugekommenen mehr PS haben und dadurch auch schneller sind. Wenn auch der silberne Pokal euch gehört, könnt ihr euch an den goldenen wagen: Hier müsst ihr statt der obligaten drei Runden, nun vier absolvieren und auch ein dritter Gegner ist dazugekommen. Da jetzt auch mehr Fahrer unterwegs sind, gibt's für den Letztplatzierten nur noch einen Punkt. Natürlich werden die Strecken im Verlauf des Cups immer schwieriger und zudem auch länger, so dass ihr gegen Ende der Gold-Pokal-Rennen schon mal rund satte 15 Minuten unterwegs seid, bevor endlich alle Runden absolviert sind.
Bevor ihr euch in den Wettkampf stürzt, habt ihr allerdings noch die Auswahl zwischen drei Schwierigkeitsstufen. Wer etwas Erfahrung mit Rennspielen hat, sollte ruhig den mittleren wählen - sonst seht ihr nach ein paar Stunden schon die Credits.


Snow Storm
Endlich an der Spitze.

Abwechslungsreiche Strecken
Insgesamt habt ihr neun Rundkurse zu bewältigen, die nicht nur in ihrer Streckenführung verschieden sind. Jeder Rennabschnitt hat seine eigene Charakteristik, und unterscheidet sich von den anderen in vielerlei Hinsicht: Entweder ist das Wetter anders oder die Tageszeit, die Fahrrinne ist eisig oder nicht, und dann kann noch Wind in allerlei Variationen hinzukommen. Je nach Cup sind die Kurse auch kurviger und länger. Dadurch wird von euch auch präziseres Fahren verlangt, um in akzeptabler Zeit ins Ziel zu kommen. Weiter gibt es in manchen Level auch Sprünge und Tunnels, was die Rennen zusätzlich abwechslungsreicher macht. Abkürzungen sind übrigens durchaus erlaubt, allerdings sind eure Motor-Schlitten neben der präparierten Strecke deutlich langsamer.

Einfache Steuerung
Die Steuerung ist sehr simpel ausgefallen: Um zu fahren, braucht ihr nur die Pfeil-Tasten, denn mehr als Links oder Rechts, Beschleunigen oder Bremsen gibt's nicht. Falls ihr einmal einen Abflug in die schneebedeckte Botanik machen solltet, genügt ein Druck auf die Leertaste, um euer Gefährt zurück auf die Spur zu bringen. Was bleibt sind die Tasten F1 und F2 um zwischen den beiden Kameraperspektiven zu wechseln. Bei der einen seht ihr euch von hinten, bei der zweiten fahrt ihr in der Ego-Perspektive, was das Geschwindigkeitsgefühl besser rüber bringt. Auf einer kleinen Karte am unteren rechten Rand könnt ihr während der Fahrt auch noch sehen, was für eine Kurve demnächst auf euch zukommt und ein sich langsam füllender Balken zeigt die schon zurückgelegte Strecke pro Runde an.


Snow Storm
Kampf um die Führung.

Landschaften wie auf Postkarten
Sehr gut gelungen sind die winterlichen Landschaften, durch die Ihr mit eurem Gefährt die obligaten Runden dreht. In jedem Abschnitt finden sich kleine nette Details, die euch schon mal vom bloßen Renngeschehen ablenken: Trucks und Züge fahren durch die Gegend, Deltagleiter drehen ihre Kreise über euren Köpfen und verschneite Häuser und Ruinen stehen am Wegesrand. Da kommt nette Weihnachtsstimmung auf, wenn ihr mit 190 Sachen durch die Wälder braust - vor allem wenn's draußen gerade regnet und die ganze Schneepracht wieder einmal zu Matsch wird.

Die fahrbaren Untersätze und die Piloten sind allerdings nicht sehr detailreich, die Kufen eurer Schlitten kennen auch nur drei Positionen: Links, Rechts, Geradeaus. Wenn ihr allerdings sowieso in der Ego-Perspektive fahrt, stört das auch nicht weiter.


Snow Storm
Abendstimmung.

Leise Fahrzeuge
Beim ersten Spielen erschien der Sound ebenfalls noch ganz passabel: Nette Gitarrenriffs, manchmal etwas gemächlichere, atmosphärische Musik, die nette Stimmung also perfekt. Doch dann merkte ich plötzlich, dass ich auf einem Elektro-Schlitten saß, denn da war kein Motor-Geräusch zu hören. Auch Kollisionen mit Häusern, Bäumen oder anderen Hindernissen gingen absolut lautlos vor sich. Der einzige Sound-Effekt ist die Sprachausgabe des Countdowns vor dem Start und die Nennung der Platzierung im Ziel.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
Ich wusste zwar schon seit längerem, dass es Motor-Schlitten mit Elektroantrieb gibt, allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass ich Exemplare dieser Art ausgerechnet in einem PC-Spiel wiederfinden würde - vor allem, da in diesen Dingern serienmäßig ein Benzin-Motor drin ist. Auch glaube ich nicht, dass man in Russland (Amber Company ist eine russische Firma) unbedingt grossen Wert auf Ökologie legt. Langer Rede, kurzer Sinn: Hier wurde anscheinend ziemlich geschlampt. Wer gerne mal durch die Gegend brettert, freut sich ja nicht nur an der Geschwindigkeit, sondern auch am Sound, den die Maschine bei hohem Tempo produziert. Zum Lob der Entwickler muss man allerdings sagen, dass die verschiedenen Rennstrecken sehr schön gemacht sind und mal zeigen, wie's denn aussähe, wenn ordentlich Schnee vorhanden wäre. Alles in allem eine nette Spielidee, die etwas neuen Wind in die Abteilung der Wintersport-Spiele bringt. Könnte man noch etwas von den bis zu 110 PS hören, wäre der Spielspass sicher um einiges höher. Trotzdem für alle Rennfreaks, die mal einen etwas anderen Racer ausprobieren wollen, empfehlenswert.  

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