Satter Sound zum satten PreisEins muss von vornherein klar sein: Die Playbase ist aufgrund der Beschränkung auf einen TOSLINK-Anschluss nicht als Basis für ein fortgeschrittenes Surround-System gedacht, sondern als eigenständige Lösung für diejenigen, die vielleicht nicht den Platz für ein derartiges System haben oder es gar nicht benötigen oder wollen. Doch die Option zumindest auf ein Dolby Surround 5.1 ist immerhin vorhanden durch den Anschluss eines Sonos SUB und zweier Play:1. Bevor man also in den Geldbeutel greift, sollte man sich überlegen, was man eigentlich für ein System will oder braucht.
Die Playbase wäre jedenfalls ziemlich perfekt für meine eigene Bude. Mein Wohnzimmer ist etwas kleiner und meine Beschallung setzt mehr auf Musik vom Tablet oder Streaming-Dienst und Videospiele von den Konsolen als auf vollumfängliches Heimkino. Die Multiroom-Tauglichkeit würde es mir zudem problemlos erlauben, später noch weitere Speaker in Küche und Schlafzimmer nachzurüsten. Die asymmetrische Einrichtung der Geräte und Sitzplätze wird zudem von der TruePlay-Anpassung erfreulich gut kompensiert. Wer sich in diesem Szenario wiedererkennt, sollte dem Gerät unbedingt einen Blick gönnen.
Abgesehen davon kann die Playbase klanglich überzeugen. Filme und Videospiele erhalten einen breiten und kraftvollen Sound mit viel Bums bei Explosionen oder Feuergefechten, ohne dass Dialoge oder andere kleine Details untergehen. Noch besser gefällt mir die Playbase beim Musikhören – die Ausgewogenheit und Natürlichkeit sowie der Detailreichtum des Klangbilds sind Bereich der Soundbars und Sounddecks bemerkenswert. Der Preis von rund 800 Euro ist allerdings heftig und dürfte den Blick nach preiswerteren Alternativen schärfen.
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