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Test - Test Drive Unlimited : Auch PS2-Spieler rasen online.

  • PS2
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Vehikel der Superlative

Die in den kleineren Wagenklassen noch akkurate Steuerung wird mit zunehmender PS-Zahl eurer Fahrzeuge auch zunehmend kompliziert. Schnell passiert es, dass man von der Strecke abkommt und in die Vegetation driftet. Besonders auf schmalen oder dicht befahrenen Straßen wird einem das Handling bei hohen Geschwindigkeiten des Öfteren zum Verhängnis. Das ist besonders aufgrund der unrealistischen Kollisionsabfrage ein Problem: Ob Busch oder Betonwand – man fühlt keinen Unterschied. Genauso ärgerlich ist die Abseits-der-Straße-Strafe. Mal könnt ihr in einem Rennen abkürzen und die direkte Route wählen, mal treffen euch Sanktionen, wenn ihr über den Bordstein fahrt. Das ist besonders nervig, wenn das Rennen schon so gut wie gewonnen ist und man wegen einer Unachtsamkeit nochmals beginnen muss. Und so bedarf es einer gewissen Eingewöhnungszeit, um sich mit der Bedienung anzufreunden. Besonders unerfahrene Fahrer sollten sich anfangs mit dem leichten Schwierigkeitsgrad anfreunden, der auch einige Fahrfehler verzeiht.

Autoliebhaber kommen dabei voll auf ihre Kosten. Das Spiel enthält nämlich nicht weniger als 70 Vehikel der bekanntesten Hersteller, wie beispielsweise Mercedes, Saleen, Shelby, Jaguar, Lamborghini und Aston Martin. Ein nettes Gimmick sind auch die Funktionen des Interieurs: Ihr könnt Fensterheber und Scheibenwischer bedienen oder am Radio herumwerkeln. Wer mit seinem Fahrzeug nicht zufrieden ist, darf zusätzlich auf bestimmte Tuning-Optionen zurückgreifen oder sogar seinem ganzen Fuhrpark neue Farben verpassen. Was negativ auffällt, ist das fehlende Schadensmodell: Ihr könnt bei Tempo 200 in eine Hauswand fahren und werdet nicht einmal einen Kratzer davontragen. Was aber wegen der schwammigen Steuerung aber auch seine positiven Seiten hat.

Hawaii war noch nie schöner

Gegenüber der schicken Xbox-360-Version fällt die PlayStation-2-Variante technisch natürlich ab, nichts anderes war zu erwarten. Im Vergleich mit anderen Rennspielen derselben Plattform schlägt sich 'Test Drive Unlimited' aber respektabel und läuft mit einigen Matschtexturen zumindest flüssig. Auch der Himmel und die Vegetation sind den Entwicklern von Eden Games gut gelungen. Was der Insel allerdings fehlt, ist etwas mehr Abwechslung, da das Umgebungsdesign doch sehr repetitiv ist. Die Fahrzeuge selbst sind allesamt sehr gut nachmodelliert worden und können sich durchaus mit den Modellen eines 'Gran Turismo 4' messen.

Während bei Konkurrenzprodukten oftmals die Motorengeräusche zu wünschen übrig lassen, überzeugt 'Test Drive Unlimited' mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Sounds, die jedem Fahrzeug einen besonderen Charakter verschaffen. Um die Stimmung anzukurbeln, gibt es dann noch die Radiostationen, auf denen euch unterschiedliche Mucke erwartet. Störend ist lediglich die nervige Stimme des Navigationssystems, die sich aber erfreulicherweise deaktivieren lässt.

Fazit

Sören Lohse - Portraitvon Sören Lohse
Die Bewertung der PS2-Fassung von 'Test Drive Unlimited' fällt nicht leicht. Zum einen begeistern die grenzenlose Freiheit, die Vielzahl an Fahrzeugen und das unverbrauchte Konzept. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, mit teuren Nobelkarossen durch die hawaiianische Pampa zu donnern. Andererseits darf man die Macken nicht verschweigen: Die Steuerung der Fahrzeuge ist besonders bei hohen Geschwindigkeiten sehr schwammig, man hat oft das Gefühl, den Boliden nicht im Griff zu haben. Ferner nervt der an sich harmlose Schwierigkeitsgrad, der durch seltsame Strafen und steinharte Büsche unnötig gesteigert wird. Zugreifen lohnt sich, wenn man mit den Mängeln umgehen kann. Denn dann offenbart 'Test Drive Unlimited' seine ganze Klasse und zeigt, was in ihm steckt: ein umfangreiches, schnelles Rennspiel mit schicken Nobelkarossen.

Überblick

Pro

  • riesige, frei befahrbare Insel
  • dank Streaming keine Ladezeiten
  • eine Vielzahl an lizenzierten Fahrzeugen
  • extrem üppiger Umfang

Contra

  • schwammige Fahrzeugsteuerung
  • Beton-Büsche
  • teilweise frustrierende Strafen

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