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Test - The Elder Scrolls Online: Necrom : Test: Mit neuer Klasse in bizarre Welten

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Zenimax Online hat ein Rezept für The Elder Scrolls Online gefunden und weicht auch in diesem Jahr zumindest bisher nicht davon ab. Ein Jahres-Event, ein Dungeon-DLC im Frühjahr und die übliche Erweiterung im Juni. Necrom nennt sich selbige, ist für den PC bereits erschienen und kommt für die Konsolen am 20. Juni. Leider erneut nicht parallel und leider erneut ohne Cross-Save-Option. Inhaltlich klingt alles nach dem gewohnten Konzept, aber ein neues Feature könnte so einige ESO-Fans wieder hinter dem Ofen hervor locken.

The Elder Scrolls Online als MMO zu bezeichnen, trifft den Kern nicht so ganz. Ja, ihr könnt online und gemeinsam spielen, aber ESO ist wie kein anderes Online-Rollenspiel auch bestens für Solisten geeignet, die nicht auf Gruppenzwang stehen. Daher ergeben die Story-Erweiterungen auch durchaus Sinn für diejenigen, die von Skyrim noch nicht genug hatten, aber die Wartezeit bis zu Elder Scrolls VI überbrücken wollen.

Dementsprechend bietet Necrom genau das, was wir von früheren Erweiterungen (oder Kapitel, wie Zenimax sie nennt) gewohnt sind. Rund 30 Stunden an Haupt- und Nebenquests mit in sich abgeschlossener Geschichte, neuen Gebieten und einigem mehr. Es verschlägt euch dieses Mal auf die Telvanni-Halbinsel, einem Bestandteil von Morrowind. Entsprechend erwartet euch dort eine recht bunte, weitläufige Landschaft mit den berühmten, riesigen Pilzen und Geflechten und einer neuen Hauptstadt namens Nekrom.

Das ist aber nur einer der neuen Gebiete, denn als zweites Areal wartet Apocrypha auf euch. Apocrypha ist zum einen die Ebene von Daedra-Fürst Hermaeus Mora und zum anderen ein Sammelbecken für verbotenes Wissen. Visuell ein ziemlich einzigartiges Gebiet in düsteren Grüntönen, nicht wenige der Gebilde der Welt bestehen aus Stapeln von unzähligen Büchern. Tentakel ragen aus dem Himmel, Überreste uralter Meereswesen dekorieren die recht öde Landschaft.

Apocrypha bringt mit seinem grünlichen-kranken Look, dem eigenwilligen Art Design und den Anleihen beim kosmischen Horror a la Lovecraft (Mora könnte ein entfernter Verwandter von Master-Chief Cthulhu persönlich sein) etwas frischen Wind in das ansonsten doch oft von klassischer Mittelalter-Fantasy geprägte Spiel. Bei dem einen oder anderen dürfte es bei beiden Gebieten klingeln, denn sowohl die Telvanni-Halbinsel als auch Apocrypha tauchten schon in früheren Elder-Scrolls-Titeln auf. Erstere in Arena, zweitere im Skyrim-Add-on Dragonborn.

Euer Auftraggeber ist eher ungewöhnlicher Natur, denn ihr seid für Hermaeus Mora persönlich unterwegs. Der Hüter des Verbotenen Wissens ist in Sorge, denn augenscheinlich haben es unbekannte Mächte darauf abgesehen, an eben solches Wissen zu gelangen – eine immense Gefahr für ganz Tamriel. Während eurer Reise findet ihr einige Verbündete, einige Gegner und deckt eine gefährliche Verschwörung auf, immer pendelnd zwischen den beiden Welten.

Mit Haupt- und Nebenquests seid ihr erneut um die 30 Stunden beschäftigt, erst recht, wenn ihr die neuen Gewölbe, Verliese und Weltereignisse mitnehmt. Ein faires Paket mit gewohntem Umfang. Großartige Überraschungen erlebt ihr allerdings nicht. Zenimax Online schnürt erneut ein gut erzähltes Paket, aber nach bekanntem Muster und routiniert umgesetzt. Selbst die beiden neuen Gefährten, die nach kurzer Questlinie an eurer Seite kämpfen können, sind keine Neuerung mehr.

Ein Feature gibt es allerdings, bei dem ESO-Fans hellhörig werden. Mit dem Arkanisten kommt nämlich eine neue Klasse ins Spiel. Darauf haben viele gewartet, denn seit dem Nekromanten aus dem Elsweyr-Kapitel von 2019 gab es keinen derartigen Zuwachs mehr. Beim Arkanisten handelt es sich um eine Magieklasse, die wie gewohnt nach eigener Wahl als Tank, Heiler oder Damage Dealer gespielt werden kann.

Einen Pluspunkt findet man recht schnell: der Arkanist passt deutlich besser in die Story rund um Apocrypha als der Nekromant seinerzeit zu Elsweyr und fühlt sich somit ziemlich „richtig“ an. Ein weiterer Pluspunkt: der Arkanist setzt zwar durchaus auf gewohnte Spielmechaniken, bringt aber auch etwas Neues mit ins Spiel. Ihr verfügt nämlich über einige Skills, die die Ressource Crux erzeugen und andere, die Crux verbrauchen, was einiges an frischen Wind in die Skill-Rotationen bringt.

Die visuelle Darstellung von Crux als maximal drei grüne Dreiecke, die euren Charakter umschweben, hilft dabei ungemein – ihr müsst also nicht extra auf noch einen Balken achten. Crux wiederum bietet die Möglichkeit, eure Crux-verbrauchenden Skills kräftig zu modifizieren, beispielsweise für mehr Heilung oder mehr Schaden. Gut gebaut, kann der Arkanist damit eine ziemlich effektive Waffe im Kampf gegen die Gegnerscharen aus dem Spiel sein.

Alles in allem spielt sich der Arkanist sehr gut und frisch, was uns die Entscheidung leicht gemacht hat, mit einer neuen Klasse ins Spiel zu starten. Übrigens keine Sorge, auch wenn ihr neu im Spiel seid, könnt ihr direkt mit dem Arkanisten und der neuen Erweiterung beginnen. Zenimax Online hatte das Spiel ja schon vor langer Zeit dahingehend umgestellt, dass ihr jederzeit überall spielen könnt, wo ihr wollt – die Gegner skalieren mit.

Der Rest ist in der Tat allerdings Business as usual. Aufbau und Inhalt von Necrom unterscheiden sich nur wenig von dem bisheriger Erweiterungen und auch am grundsätzlichen Gameplay hat Zenimax Online nichts verändert. Halt more of the same, nur mit neuer Klasse, neuer Story und neuen Gebieten. Und natürlich gibt es noch eine Reihe neuer Item-Sets und Belohnungen, auch das kennen wir.

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