News - The Witcher: Project Sirius : CD Projekt Red holt Story-Chef von Destiny 2
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Das mit Spannung erwartete, aber bisher von Turbulenzen begleitete Multiplayer-Projekt im Witcher-Universum nimmt hinter den Kulissen offenbar wieder deutlich an Fahrt auf. Wie CD Projekt Red bekannt gab, konnte das Studio ein echtes Branchen-Schwergewicht für die kreative Leitung gewinnen. Kwan Perng, der zuletzt als Narrative Lead maßgeblich für die Geschichte der hochgelobten Destiny 2-Erweiterung The Final Shape verantwortlich war, schließt sich ab sofort dem Bostoner Team des polnischen Spielekonzerns an. Er wird bei dem unter dem Codenamen Project Sirius bekannten Spiel die wichtige Rolle des Lead Writers übernehmen.
Die Verpflichtung von Perng ist für das Projekt ein wichtiges Signal. Um das Spiel war es nach einer tiefgreifenden internen Neuausrichtung im Jahr 2023 auffällig ruhig geworden. Damals hatte CD Projekt Red die Arbeiten des federführenden Tochterstudios The Molasses Flood gestoppt, das bisherige Konzept komplett verworfen und finanzielle Abschreibungen vorgenommen, um das Spiel grundlegend neu zu konzipieren. Mit dem Einzug des neuen Story-Chefs, der neben Destiny 2 auch an namhaften Titeln wie der Guild Wars 2-Erweiterung End of Dragons mitgewirkt hat, rückt der Fokus nun offenbar wieder verstärkt auf eine packende erzählerische Komponente.
Destiny 2: The Final Shape gilt unter Fans und Kritikern als ein erzählerisches Meisterstück, das eine zehn Jahre gereifte Saga zu einem emotionalen und runden Abschluss brachte. Die Fähigkeit, tiefgründige Lore und starke Charakterarbeit in einem Service- und Multiplayer-Kontext erfolgreich zu verknüpfen, ist genau das Profil, das CD Projekt Red für sein ambitioniertes Witcher-Projekt benötigt. Da reine Multiplayer-Titel oft Schwierigkeiten haben, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, ruhen nun große Hoffnungen auf Perngs narrativer Expertise.
Über das Spiel selbst sind handfeste Details nach wie vor Mangelware. Bekannt ist, dass sich Project Sirius stark von der klassischen Singleplayer-Formel der Hauptreihe rund um Geralt von Riva unterscheiden wird. Neben kooperativen Elementen soll das Spiel jedoch auch explizit für Solo-Spieler zugänglich sein und eine eigene, vollwertige Geschichte bieten. In Fankreisen wird seit längerem spekuliert, dass die spielerische Richtung in eine ähnliche Kerbe wie die Monster Hunter-Reihe schlagen könnte – ein Konzept, das perfekt zur klassischen Jagd nach Ungeheuern in der Witcher-Welt passen würde.
Dass für die Story eine so erfahrene Persönlichkeit eingestellt wird, lässt darauf hoffen, dass das Spiel den erzählerischen Ansprüchen der Witcher-Marke trotz des veränderten Gameplays gerecht werden kann. Bis zu einer offiziellen Gameplay-Enthüllung oder einem Release-Zeitraum wird es zwar noch etwas dauern, da sich das Projekt nach dem Reboot erst wieder neu beweisen muss, doch der kreative Grundstein ist gelegt.

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