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Test - Tom Clancy's H.A.W.X. 2 : Über den Wolken

  • PC
  • PS3
  • X360
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Damit euch nicht ständig nur die Flugzeugteile um die Ohren fliegen, wird es in den Aufklärungsmissionen etwas ruhiger. Mal müssen einzelne Gebäude der Reihe nach abgehört werden, mal verfolgt ihr ein bewegendes Fahrzeug, um ein Telefongespräch abfangen zu können. Um den Job des Piloten zu komplettieren, müssen zudem Starts und Landungen absolviert werden. Ob Bohrinsel, Flugzeugträger oder Militärbasis - auch hier versucht Ubisoft, ein möglichst breites Arsenal aufzufahren. Als weitere Neuerung, die maßgeblich zur Atmosphäre beiträgt, streuen die Entwickler zwischen den Missionen auch mal ein Lufttankmanöver ein.

Knöpfchen drücken und ab dafür

Bei all den Herausforderungen, die an einen Jet-Piloten gestellt werden, wird das Spiel nie unschaffbar schwer oder gar unfair. Der Arcade-Anspruch zieht sich konsequent durch alle Spielteile. Müsstet ihr in Falcon 4.0 erst hunderte von Knöpfen drücken, startet ihr bei Tom Clancy's H.A.W.X. 2 auf Knopfdruck einfach die Turbinen, rollt zum Startfeld und gebt Gas, bis die erforderliche Geschwindigkeit erreicht ist. Auf das E.R.S genannte System, das euch im Vorgänger beispielsweise den Weg zum Anflug von gegnerischen Zielen vorgegeben hat, verzichtet Ubisoft nun allerdings größtenteils. Lediglich bei den kniffligen Tank- und Landemanövern lässt sich dieses Hilfssystem auf Wunsch zuschalten.

F-22 Raptor, F-35 Lightning II, Su-37 Terminator, Eurofighter Typhoon oder F-14A Tomcat - die fliegende Auswahl ist groß. Insgesamt 32 Fluggeräte stehen im Hangar, die ihr nach und nach freischaltet. Durch Erfahrungspunkte, die ihr nach Abschluss jeder Mission auf euer Konto gutgeschrieben bekommt, könnt ihr sie in fünf Stufen verbessern. Dadurch erhalten sie beispielsweise neue Waffen, Lackierungen oder Fähigkeiten. Weitere Erfahrungspunkte erhaltet ihr zudem durch die vielen Herausforderungen, wie etwa 50 Bodenziele mit dem MG zu zerstören, was euch zum Weiterspielen über das Ende der Kampagne hinaus motivieren soll. Allerdings werden sich davon höchstens Flugzeug-Enthusiasten oder Achievement-Jäger begeistern lassen, denn spielerische Unterschiede zwischen den Maschinen existieren kaum.

Darf es ein bisschen mehr sein?

Gegenüber dem Vorgänger hat Ubisoft beim Mehrspieler-Modus hingegen nicht nachgelegt. Noch immer enttäuscht die beschränkte Auswahl auf Team-Deathmatch und einige Koop-Modi, bei denen ihr aber immerhin jederzeit ein- und aussteigen könnt. Neben Xbox Live können auch mehrere Konsolen im LAN zusammengeschlossen werden, um gegeneinander anzutreten. Aber gerade das Genre der actionreichen Flugspiele bietet sicher noch andere Möglichkeiten, eine launige Mehrspieler-Erfahrung auf die Bildschirme zu zaubern.

Auch auf technischer Seite ist Tom Clancy's H.A.W.X. 2 nicht groß verändert worden. Der Grafik wurden ein paar mehr Details verpasst. Besonders auf dem Boden hat Ubisoft nochmal eine Schippe drauf gelegt, wenngleich das Spiel keine Maßstäbe setzt. Der Sound ist während den Missionen stimmig, nur die deutsche Sprachausgabe macht keinen besonders hochwertigen Eindruck. Die arcadelastige und direkte Steuerung wurde weitgehend aus dem Vorgänger übernommen, sodass sich erfahrene Hobby-Piloten ohne Übung direkt hinter den Steuerknüppel klemmen können.

PC-Version im Nachtest

Gegenüber den Konsolen besticht die PC-Fassung mit gewohnt schärferen Texturen und der Unterstützung von Nvidias 3D Vision, krankt aber an einer noch immer sehr spärlichen Bodendarstellung. Um die Kontrolle über die Fluggeräte zu behalten, legt ihr das Tastenbrett und den Nager aber besser beiseite. Die Befehle sind kreuz und quer verteilt, die Maus viel zu empfindlich - die Steuerung ist für den Arcade-Anspruch von Tom Clancy's H.A.W.X. 2 zu kompliziert. Glücklicherweise sind zum Beispiel für den Xbox-360-Controller und einige Joysticks von Hori bereits vorkonfigurierte Einstellungen dabei, die insgesamt sehr gut funktionieren.

Fazit

Yves Günther - Portraitvon Yves Günther
Dank der Neuerungen im Bereich der Kampagne düst der zweite Teil der Flugserie von Ubisoft in höhere Wertungsregionen. Vor allem, weil die Entwickler dem Spiel dadurch eine deutlich authentischere Atmosphäre verpassen. Für mehr reicht es aber aufgrund der enttäuschenden Geschichte und der blassen Charaktere sowie dem mageren Mehrspieler-Modus nicht. Da ist immer noch viel Luft nach oben.

Überblick

Pro

  • stimmige Atmosphäre
  • immer wieder abwechslungsreiche Aufgaben
  • ansprechende Präsentation
  • intensive, packende Dogfights

Contra

  • belanglose Geschichte mit farblosen Charakteren
  • trotz verschiedener Flugzeugtypen kaum Unterschiede im Flugverhalten
  • kaum Mehrspieler-Optionen
  • mäßige deutsche Sprachausgabe

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