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Preview - Splinter Cell: Conviction : Schleichübungen mit Wumms!

  • X360
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In der E3- und gamescom-Demo wurde Sam unterwegs von Third Echelon geschnappt und wieder nach Washington abtransportiert. Dort, wie sollte es auch anders sein, gerät er in immer mehr und immer tiefer greifende Verschwörungen. In der in London gezeigten Demo hatten wir bereits ungefähr zwei Drittel des Spiels abgeschlossen und standen dann vor der Aufgabe, eine EMP-Bombe zu entschärfen: Zu Anfang befinden wir uns auf einer dunklen Straße nahe einer Lagerhalle, die von einigen bewaffneten Söldnern bewacht wird. Während wir uns von Kiste zu Kiste immer näher an sie heranschleichen, entdecken wir die eingeblendete Aufforderung, einen der Kerle auszufragen. Dazu müssen wir jedoch erst einmal an ihn herankommen, denn vor ihm lauern noch andere schießwütige Jungs. Die Vorgehensweise ist im Prinzip freigestellt, man kann weiterhin hinter einer Kiste Deckung suchen und von dort aus alle Ziele eliminieren oder sich an einen der Kerle heranschleichen und mit einem geübten Würgegriff ausschalten. Man darf ihn stattdessen aber auch als lebenden Schutzschild verwenden und mit ihm im Griff die anderen abschießen.

Sam hat dazugelernt

Empfehlenswert ist die Anwendung des Schleichangriffs, da ihr auf diese Weise die Funktion „mark & execute" freischaltet. Wenn ihr auf eine Gruppe von Feinden trefft, könnt ihr mit einer Kombination aus Y-Taste und rechter Schultertaste ein Ziel markieren und somit mehrere Gegner auf einmal erwischen. In der gezeigten Demo stießen wir auf eine feindliche Einheit, die eine hübsche Wissenschaftlerin gefangen hielt: Da wir uns auf einem Gang eine Etage über ihnen befinden, können wir mit unserer Spezialbrille die genaue Position der anderen ausmachen. Danach klettern wir über das Geländer, an dem wir uns festhalten, markieren die Gegner und drücken die rechte Schultertaste, um Granaten hinabzuwerfen. Wie dabei die Wissenschaftlerin unbeschadet überleben konnte, ist eine andere Frage, die wohl erst zur Veröffentlichung beantwortet wird.
Das Prinzip von „Mark & Execute" wird aber schon jetzt deutlich.

Eine weitere Funktion, die sich bei unserer Anspiel-Session beweisen konnte, ist die „last known position". Ihr schleicht euch an einen ganzen Batzen Feinde heran, mit denen nicht zu spaßen ist. Die ersten nehmt ihr noch gekonnt auseinander, aber dennoch gelingt es den Gegnern, euch zu entdecken. Wenn ihr es schafft, euch wieder aus dem Blickfeld zu stehlen, wird ein sehr stylischer weißer Umriss von eurer Spielfigur dort in die Umgebung gemalt, wo ihr zuletzt gesehen wurdet. Während ihr in aller Ruhe nach einem Weg sucht, die Gegner erneut zu überrumpeln, könnt ihr einerseits dem Stimmengewirr lauschen, das den Frust über den Verlust des Sichtkontakts kundtut. Andererseits wisst ihr auch, dass die Gegner ihre Suche konzentriert an dem Punkt der letzten bekannten Position fortsetzen. In der Praxis macht dies das Ausschalten einzelner Ziele deutlich einfacher, kann aber auch zu leicht verzwickten Situationen führen, wenn eure Deckungsoptionen stark eingeschränkt sind.

Lediglich die Steuerung war noch etwas gewöhnungsbedürftig. Wer die traditionelle EPIC-Steuerung im Stil von Gears of War im Blut hat, wird sich ebenso umstellen müssen wie versierte Splinter-Cell-Spieler. Im Testspiel führten so manche Gewohnheitsgriffe zu brenzligen Situationen für Sam, da er auf einmal inmitten dutzender Gegner landete, ohne Deckung, ohne Schutz, ohne Versteck. Es passierte auch, dass eine nicht erwünschte Aktion ausgeführt wurde, was eine ungewollte Aufmerksamkeit seitens der Gegner nach sich zog. Gleichzeitig schien die Steuerung aber auch sehr passend, vor allem da sie viele Interaktionsvarianten erlaubt und Sam alles verdammt geschmeidig ausführt. Die Umgewöhnung dürfte also recht schnell vonstattengehen.

Fazit

von ** **

Eigentlich sind über Splinter Cell: Conviction nicht mehr allzu viele Worte zu verlieren. Die neuen Ideen sind großartig in das Spielgeschehen integriert, der Spieler fühlt sich tatsächlich stärker an der Handlung beteiligt und Sam könnte in puncto Agilität zum echten Konkurrenten für Assassin's Creeds Altair werden. Die erste Tuchfühlung mit dem Spiel war großartig, die Spielmechanik butterweich und die Grafik düster und verdammt gut anzusehen. Am wichtigsten jedoch ist dieses Verlangen nach mehr Spielzeit, der Hunger nach mehr Splinter Cell. Darin brillierte die Conviction-Demo zweifelsohne.

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