Special - World of WarCraft: Warlords of Draenor : Die Hölle von Draenor

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Tausende Spieler hatten sich auf den Start der mittlerweile fünften Erweiterung des MMORPG-Giganten World of WarCraft namens Warlords of Draenor gefreut wie kleine Kinder auf Weihnachten und Ostern zusammen. Pünktlich um 24 Uhr strömten Millionen von Helden in Richtung des Portals und dann: Pustekuchen. Ein Start, der Nerven kostete, Shitstorms auslöste und vor allem Geduld forderte. Natürlich waren wir mittendrin und lassen nun den Start sowie den ersten Veröffentlichungstag Revue passieren.

Wie fast bei jeder Veröffentlichung der vorangegangenen vier Erweiterungen gab es Probleme zum Start. Doch deutete sich insbesondere beim letzten Add-on Mists of Pandaria an, dass Blizzard daran arbeitet, die Probleme zu minimieren. Das ist bei Warlords of Draenor allerdings gründlich in die Hose gegangen. In der langen Betaphase konnte man einiges testen, aber sobald ein Spiel dann live geht, hoppelt der Hase anders und dieses Mal in die absolut falsche Richtung.

Die Hölle vor dem Portal

Bereits vor 24 Uhr war das Gebiet direkt vor dem Dunklen Portal in Richtung der neuen Spielwelt Draenor wirklich krass überfüllt! Zu diesem Zeitpunkt laggte es extrem, wobei das nicht mal das größte Problem war, sondern die Spieler, die auf ihren Mounts saßen. Aber dazu später mehr. Pünktlich um 24 Uhr kam dann im Spiel die Nachricht, dass Warlords of Draenor veröffentlicht sei. Eine coole Sache, denn Server-Neustarts wie früher waren nicht mehr nötig. Eine kurze Nachricht im Chat, eine aufklappende Quest im Log und schon sollte man am Questgeber vor dem Portal die Startmission durch das Portal annehmen können.

Gute Idee, miese Umsetzung! Denn wenn sich gefühlt Aberhunderte Spieler auf einen Questgeber stürzen und dabei stellenweise auf ihren riesigen Mounts sitzen, inklusive der heftigen Lags, dann wird es unschön. Ganz davon abgesehen, dass volle Server wie Blackhand total den Geist aufgaben und abschmierten. Wer es also zu diesem Zeitpunkt schaffte, die Startquest abzugeben und die Folgeaufgabe anzunehmen, um durch das Portal zu schreiten, gehörte zu den wenigen Glücklichen. Die meisten hatten jedoch mit den genannten Problemen zu kämpfen.

Die Hölle im Startgebiet

Nach dem typischen Starren auf sich nicht bewegende Ladebildschirme konnten wir zumindest rund eine Stunde nach Release ins Spiel und kämpften uns Diashow-mäßig zum Questgeber durchs Portal in den Dschungel von Tanaan vor. In dem instanzierten Vorstartgebiet, das als Tutorial dient und zur Einstimmung auf die Story anzusehen ist, lief alles reibungslos. Sehr stimmungsvoll waren vor allem die ersten Treffen mit den kommenden Orc-Kriegsherrn Grommash Höllschrei vom Kriegshymnenklan, Kilrogg Totauge vom Klan des Blutenden Auges und Kargath Messerfaust vom Klan der Zerschmetterten Hand. Doch die Freude währte nur kurz, als man nach der finalen Zwischensequenz endgültig im Draenor-Startgebiet - der Frostfeuergrat für die Horde und das Schattenmondtal für Allianzler - aufschlug.

Denn dort gab es heftige Phasing-Probleme, Mobs, die despawnten, und Lags, die  jegliche Koordination zerschmetterten. Obendrauf bekam man echt mies schmeckende Questbonbons, deren Quest-Design mehr als fragwürdig ist. Ein Beispiel gefällig? Wenn sich Hunderte Spieler auf einen Questgegenstand stürzen, der nur von jeweils einer Person gelootet werden kann, dann hat das schon etwas von Glücksspiel. Dazu die technischen Probleme und am Ende steht ein Warnschild über allem mit der Aufschrift "unspielbar"! Da hätte man von den MMO-erfahrenen Blizzard-Masterminds mehr erwarten können als solche degenerierten Flaschenhalsquests.

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